Schloss Montabaur

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Montabaur
Kreis(e): Westerwaldkreis
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Schloss Montabaur vom Fürstenweg aus gesehen (2013)

    Schloss Montabaur vom Fürstenweg aus gesehen (2013)

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  • Eingangsbereich von Schloss Montabaur vom Schlossweg aus gesehen (2013)

    Eingangsbereich von Schloss Montabaur vom Schlossweg aus gesehen (2013)

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    Vorburg von Schloss Montabaur (2013)

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  • Schloss Montabaur in der Dämmerung (2011)

    Schloss Montabaur in der Dämmerung (2011)

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  • Blick in den Innenhof von Schloss Montabaur (2013)

    Blick in den Innenhof von Schloss Montabaur (2013)

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Auf einer Erhebung in Mitten der Kreisstadt Montabaur befindet sich das Schloss Montabaur, welches im Jahre 959 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Das Schloss liegt auf einer Höhe von 321 Metern und besitzt einen 33 Meter hohen Bergfried.

Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte unter dem mittelalterlichen Namen „Castellum Humbacense“. Zum Schutz vor Feinden wurde das Schloss Anfang des 13. Jahrhunderts von seinem Besitzer, dem Erzbischof Dietrich II. von Trier, zu einer festen Burg ausgebaut. Dennoch kam es im Jahre 1212 zu einer sehr verlustreichen Schlacht, der Erzbischof geriet in Gefangenschaft und das Schloss musste zunächst in seinem zerstörten Zustand belassen werden.

Nach Freilassung Dietrichs II. im Jahre 1217 kehrte der Erzbischof in den Westerwald zurück, ließ die alte Burg wieder aufbauen und gab ihr den neuen Namen Mons Tabor. Hiervon leitete sich schließlich auch der Stadtname Montabaur ab. Die Burg erhielt Ende des 13. Jahrhunderts ihren heute noch bestehenden Bergfried und wurde 1520 zu einem vierflügeligen Renaissanceschloss ausgebaut. Das heutige Erscheinungsbild erhielt das Schloss schließlich zwischen 1676 und 1711 unter dem Kurfürsten Johann Hugo von Orsbeck.

Nutzung
Das Schloss Montabaur diente über viele Jahrhunderte als Verwaltungszentrale und wurde von den zuständigen Landesherren bewohnt. Ab Anfang des 19. Jahrhunderts wurde es als Jagdschloss genutzt und beherbergte später ein Lehrerseminar, das Landratsamt und die Bezirksregierung Montabaur. Seit 1970 ist das Schloss im Besitzt der Akademie Deutscher Genossenschaften und wird sowohl als Schulungs- und Ausbildungsstätte als auch als Restaurant genutzt.

(Tobias Kölgen, Universität Koblenz-Landau, 2013)


Immer noch beherrscht Schloss Montabaur, seit 1018 kurtrierisches Besitztum, weithin sichtbar die Silhouette der Stadt.
Unter Kurfürst Johann Hugo von Orsbeck ließ Hofbaumeister Johann Christoph Sebastiani in den Jahren 1686-1699 die mittelalterliche Burg stark umbauen und gab ihr durch die welschen Hauben der Türme eine einheitliche Gestalt. Reiche Portaleinfassungen und einige barocke Stuckdecken in den Sälen, Johann Michael Eytel zugeschrieben, künden von einer ehemals bedeutenden Ausstattung.
Nach zeitweiliger Nutzung durch die Bezirksregierung Montabaur wurde das Schloss ab 1970 für Zwecke der „Akademie der Volksbanken und Raiffeisenkassen“ umgebaut. Die heutige Farbfassung in leuchtendem Ocker wurde dabei nach alten Befunden aufgebracht.

(Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, 2004)

Internet
de.wikipedia.org: Schloss Montabaur (Abgerufen: 07.10.2013)
www.lvermgeo.rlp.de: Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation - Schloss Montabaur (Abgerufen: 07.10.2013)
www.montabaur.de: Stadt Montabaur - Schloss Montabaur (Abgerufen: 21.12.2013)

Literatur

Hucke, Hermann-Josef (2009)
Entdeckungsreise durch das Kultur- und Wanderland Westerwald. Bad Münstereifel.
Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hrsg.) (2015)
Rheinland-Kalender 2016. Landschaft Denkmal Natur. Köln.
Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V. (Hrsg.) (2004)
Rheinland: Denkmal, Landschaft, Natur - 2005 (Jahreskalender 2005, 35. Jahrgang). Köln.

Schloss Montabaur

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Schlossweg 1
Ort
56410 Montabaur
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 959
Koordinate WGS84
50° 26′ 20,04″ N, 7° 49′ 37,5″ O / 50.4389°, 7.82708°
Koordinate UTM
32U 416709.31 5588088.87
Koordinate Gauss/Krüger
3416750.97 5589884.47

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Schloss Montabaur”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-74676-20130919-3 (Abgerufen: 19. November 2018)
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