Mineralquelle Rothenbacher Drees

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Kelberg
Kreis(e): Vulkaneifel
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Die Mineralquelle Rothenbacher Drees mit Exkursionsteilnehmerinnen der Universität Koblenz (2009).

    Die Mineralquelle Rothenbacher Drees mit Exkursionsteilnehmerinnen der Universität Koblenz (2009).

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  • Zwei Quellen des Rothenbacher Drees in Kelberg-Zermüllen (2004).

    Zwei Quellen des Rothenbacher Drees in Kelberg-Zermüllen (2004).

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  • Schautafel der Geschichtsstraße Kelberg zum Rothenbacher Drees (Station 9)

    Schautafel der Geschichtsstraße Kelberg zum Rothenbacher Drees (Station 9)

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    Burggraaff, Peter; Richter Melanie
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Der Rothenbacher „Drees“, wie die Quelle im Volksmund heißt, entspringt aus den Gesteinsschichten des Unterdevons, die ein Alter von etwa 417 bis 392 Millionen Jahren aufweisen. Er ist ein lebendiges Zeugnis der vulkanischen Vergangenheit der Eifel. Das trinkbare Quellwasser hat einen hohen Kohlendioxyd- und Eisengehalt. Das Eisen verursacht die rotbraune Färbung des Wassers, nach der Ort und Bachlauf benannt sind. Die erste urkundliche Erwähnung von Rothenbach geht auf das Jahr 1377 zurück (Station 9 der Geschichtsstraße).
Seit einigen Jahrzehnten ist die Quelle eingefasst. 2015 ist die Einfassung mit Unterstüpzung des Naturparks Vulkaneifel erneuert worden. Mehr zur vulkanologischen Geschichte und der mineralischen Zusammensetzung des Wassers ist der dortigen Geoinformationstafel zu entnehmen.
Der Text dieser Tafel lautet: „Ein schönes Naturschauspiel bietet die Quelle des “Rothenbacher Drees, wo das rostrote Wasser aus der Erde sprudelt. Die Quelle liegt etwa 3 km nordwestlich von Kelberg.„

Der geologische Untergrund besteht aus Sand und Siltstein-Schichten des Unterdevons (vor ca. 420 Mio. Jahren), durch die sich das Quellwasser einen Weg nach oben sucht. Die Quelle hat einen hohen CO2 -Gehalt von 2.000 mg/l. Dagegen ist die Mineralisation des Quellwassers relativ gering (siehe Diagramm).
Weitere Minerale sind neben dem charakteristischen CO2 in % (mval) und mg (in Klammern):

Kationen:
Na8,75 %9,21 mg/l
K0,78 %1,4 mg/l
Ca13,84 %12,7 mg/l
Mg71,81 %39,97 mg/l
Fe4,77 %6,1 mg/l
Mn0,04 %0,05 mg/l


Anionen:
HCO397,94 %306,22 mg/l
NO30,63 %2 mg/l
Cl1,43 %2,6 mg/l


(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2013)

Literatur

Burggraaff, Peter (2009)
Die Geschichtsstraße Kelberg als vermittelndes interkommunales Projekt. In: Vermittlung von Kulturlandschaften. Initiative zur Förderung des Kulturlandschaftsbewusstseins (hrsg. vom Bund Heimat und Umwelt in Deutschland), S. 73-83. Bonn.
Burggraaff, Peter / Kleefeld, Klaus-Dieter / Bundesamt für Naturschutz und Bund Heimat und Umwelt (Hrsg.) (2010)
Landschaft erzählen – die Geschichtsstraße in Kelberg (Eifel) als Fallbeispiel für die Erläuterung von Natur- und Kulturerbe. In: Wege zu Natur und Kulturlandschaft (hrsg. vom Bund Heimat und Umwelt in Deutschland), S. 56-71. Bonn.
Molitor, Hermann (2000)
Das Kelberger Land - Aus alten Zeiten und jungen Tagen (2. erw. Auflage). 88, Daun.

Mineralquelle Rothenbacher Drees

Schlagwörter
Ort
Kelberg
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Fernerkundung, Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Geländebegehung/-kartierung
Koordinate WGS84
50° 18′ 29,51″ N, 6° 53′ 16,81″ O / 50.3082°, 6.888°
Koordinate UTM
32U 349615.45 5575031.76
Koordinate Gauss/Krüger
2563301.71 5575067.35

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„Mineralquelle Rothenbacher Drees”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-64402-20130418-3 (Abgerufen: 23. Mai 2018)
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