Stiftskirche St. Vitus Elten

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Emmerich am Rhein
Kreis(e): Kleve (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Das Kirchengebäude des Stifts Elten in Emmerich (2012).

    Das Kirchengebäude des Stifts Elten in Emmerich (2012).

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    Die Pfarrkirche St. Vitus in Elten (2015)

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  • Die Pfarrkirche St. Vitus in Elten vom Osten aus gesehen (2015)

    Die Pfarrkirche St. Vitus in Elten vom Osten aus gesehen (2015)

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  • Turm der Kirche des Stifts Elten (2012)

    Turm der Kirche des Stifts Elten (2012)

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Stiftskirche St. Vitus und ehemaliges Stift Elten
Rechtsrheinisch befindet sich die bedeutendste frühe Kirchenanlage auf dem Eltenberg (Hochelten). Ein einfacher Holzbau wurde zu bestehenden Burganlage Anfang des 10. Jahrhunderts nordöstlich angelegt. Nach 962 schloss sich ein steinerner Rundbau und westlich angrenzend eine Kapelle an. 967 wird die Burg in ein freiadeliges Damenstift umgewandelt. Die Holzkirche wird durch eine dreischiffige Basilika ersetzt. 970 wird sie Salvator St. Vitus geweiht, drei Jahre später ist jedoch nur noch letzterer Patron aufgeführt. Nördlich der Kirche errichtete man Stiftsgebäude mit Kreuzgang. Die zeitliche Einordnung erfolgt mit Hilfe der Keramik, die bei Janssen ausführlich behandelt wird. Einige Bestattungen nordöstlich der Kirche liegen bereits im 10./11. Jahrhundert vor. Der salische Kirchenneubau schließt sich an. Er wurde 1129 geweiht.

Historisch gehört der Eltenberg zum Land der salischen Franken, die seit Mitte des 8. Jahrhunderts bezeugt wird. Nach der Aufteilung des Reiches im 9. Jahrhundert gehört das hiesige Gebiet, das Hamaland, den Ostfranken. Der Gau Hamaland wird erstmals in der Chronik von Lorsch als „pago Hamalando“ erwähnt. Schriftliche Hinweise auf Wikingerüberfälle Ende des 9. Jahrhunderts nennen ebenfalls Hochelten. In den Fuldaer Annalen von 881 wird von der Ermordung 12 sächsischer Grafen, darunter auch ein Graf Wichmann von Hamaland, berichtet. Die erste urkundliche Erwähnung über Hochelten erfolgt 944 als „Eltnon“, eine Schenkung Ottos I. an den Grafen Wichmann von Gent.

Das Frauenstift Elten entwickelte sich zum Reichsstift und stellte somit ebenfalls eine weltliche Herrschaft mit einem weltlichen Vogt dar.

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2013)

Literatur

Binding, Günter (1986)
Elten am Niederrhein (2. Auflage). (Rheinische Kunststätten, Heft 197.) Köln.
Binding, Günther / Janssen, Walter / Jungklass, Friedrich K. (1970)
Burg und Stift Elten am Niederrhein. Archäologische Untersuchungen der Jahre 1964/65. (Rheinische Ausgrabungen 8.) Düsseldorf.
Gies, Leo (1951)
Elten - Land und Leute. Eine Chronik vergangener Zeiten. Kleve.
Knopp, Gisbert (1977)
Der Eltenberg. In: Der Landkreistag 1, S. 6. o. O.

Stiftskirche St. Vitus Elten

Schlagwörter
Ort
46446 Emmerich - Elten
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos
Historischer Zeitraum
Beginn 967 bis 1129
Koordinate WGS84
51° 51′ 50,79″ N, 6° 10′ 20,13″ O / 51.86411°, 6.17226°
Koordinate UTM
32U 305305.45 5749704.29
Koordinate Gauss/Krüger
2511909.18 5747796.96

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„Stiftskirche St. Vitus Elten”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-63954-20130404-2 (Abgerufen: 27. April 2017)
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