Messeturm

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Springbrunnen des Tanzbrunnen mit den Schirmen von Frei Otto und dem Messeturm im Hintergrund (2013)

    Springbrunnen des Tanzbrunnen mit den Schirmen von Frei Otto und dem Messeturm im Hintergrund (2013)

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  • Historische Aufnahme von 1928: Der 80 Meter hohe Messeturm wurde zur internationalen Presseausstellung "Pressa" erbaut und später zu einem Wahrzeichen Kölns.

    Historische Aufnahme von 1928: Der 80 Meter hohe Messeturm wurde zur internationalen Presseausstellung "Pressa" erbaut und später zu einem Wahrzeichen Kölns.

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  • Blick von der Kölner Hohenzollernbrücke in Richtung Deutzer Messegelände mit dem alten Messseturm (2012).

    Blick von der Kölner Hohenzollernbrücke in Richtung Deutzer Messegelände mit dem alten Messseturm (2012).

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    Knöchel, Franz-Josef
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    Knöchel, Franz-Josef
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Der prägnante Turm mit quadratischem Grundriss befindet sich am nordwestlichen Ende des ehemaligen Messegeländes und ist 80 Meter hoch. Er wurde wie die Rheinhallen als Stahlskelettbau mit einer vorgehängten Fassade aus Backstein erbaut. Zeitgleich mit dem Staatenhaus wurde er aus Anlass der Presseaustellung „Pressa“ im Jahr 1928 und im Rahmen der endgültigen Fertigstellung der Messe, die bereits einige Jahre zuvor eröffnet wurde, als flankierende Gebäude der Rheinhallen gebaut.
Seit der Einweihung 1928 bildeten die drei Elemente Rheinhallen, Staatenhaus und Messeturm ein optisch aufeinander abgestimmtes Ensemble und eine gestalterische Einheit mit großer Wirkung auf das rechtsrheinische Stadtpanorama. Mittlerweile wird der Turm zwar von vielen Gebäuden der umliegenden modernen Bürobebauung im Stadtteil Deutz weit überragt, ist jedoch durch seine auffällige kubische Backsteinoptik und die unmittelbare Lage am Rheinufer noch immer eine Landmarke.

Die Turmspitze wird bekrönt von einer 3 Meter hohen Kupferskulptur, die aus einem filigranen Gerüst sowie darauf als Spitze aufgesetzten drei Gesichtern und einer Überhöhung aus verschiedenen Symbolen besteht.
Die Gesichter stellen den Götterboten Hermes dar, als Gott der Kaufleute symbolisiert er den Handel, der in den Messehallen stattfindet. Auf jedem Kopf thront ein weiteres Attribut: ein Flügel, als Symbol des Hermes selbst, ein Zahnrad, das für die Industrie steht und ein Lorbeerkranz für die Kunst, die beide Impulse für die statfindenden Messeausstellungen liefern. Die drei Symbole werden von einem senkrecht stehenden Fisch nach oben hin zu einer Spitze überhöht. Der Fisch symbolisiert den angrenzenden Rhein, seit der Antike eine wichtige Handelsstraße Kölns. Die Skulptur wurde nach einem Entwurf des Künstlers Hans Wissel gefertigt, der vom damaligen Bürgermeister Konrad Adenauer zum Professor für „Monumentale Plastik und figürliche Metall-Treibarbeit“ an die Kölner Werkschule berufen wurde und vor allem bekannt wurde durch seine Metallplastiken.

Der Turm wird derzeit nicht genutzt. Ein Turmrestaurant in der obersten Etage ist seit mehreren Jahren geschlossen. Es bestehen Planungen, hier hochwertigen Wohnraum zu schaffen.

(Anne Hentrich, LVR-Fachbereich Umwelt, 2013)

Internet:
de.wikipedia.org: Messeturm Köln (abgerufen 25.04.2013)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (1999)
Wasser, Wälder, Eisenhämmer. Eine (industrie-)geschichtliche Zeitreise mit dem Fahrrad ... an Rhein, Sieg, Wupper und im Bergischen Land, Siegerland, und Sauerland. Köln.

Messeturm

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Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1927 bis 1928
Koordinate WGS84
50° 56′ 39,43″ N, 6° 58′ 11,47″ O / 50.94429°, 6.96985°
Koordinate UTM
32U 357380.98 5645591.71
Koordinate Gauss/Krüger
2568205.74 5645896.68

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„Messeturm”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-63938-20130404-2 (Abgerufen: 12. November 2018)
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