Ehemaliger Standort von Haus Heyer bei Borler

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Landeskunde
Gemeinde(n): Borler
Kreis(e): Vulkaneifel
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Schautafel der Geschichtsstraße Kelberg zu Haus und Hof Heyer in Borler (Station 26)

    Schautafel der Geschichtsstraße Kelberg zu Haus und Hof Heyer in Borler (Station 26)

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    Burggraaff, Peter; Richter Melanie / Verbandsgemeinde Kelberg
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    Burggraaff, Peter; Richter Melanie
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Nur einige größere Steine auf dem Acker lassen erahnen, wo sich einst das bedeutende Anwesen der adligen Familie von Heyer befand.

Die Darstellung von Haus und Hof Heyer folgt einer historischen Karte von 1716. Erstmals erwähnt wird die Besitzung Anfang des 13. Jahrhunderts in einer Urkunde der Abtei St. Maximin zu Trier. Wilhelm von Heyer ist der erste namentlich bekannte Besitzer. Er wurde 1359 und 1366 in einem Verzeichnis der Burg Daun aufgeführt.

Während das Haus Heyer als kölnisches Lehen zum kurkölnischen Amt Nürburg gehörte, stand der vorgelagerte Hof Heyer im kurtrierischen Amt Daun unter der Lehensherrlichkeit der Abtei St. Maximin bei Trier.

Heyer blieb bis 1699 im Besitz der Familie Nideggen. Danach wurde Herr von Veyder vom Kurfürsten Josef Clemens von Köln mit dem Gut belehnt. Er starb 1716. Der Streit zwischen den beiden Kurfürsten von Köln und von Trier dauerte noch bis 1776.

In der Zwischenzeit war das Haus mittlerweile unbewohnt und verfallen. Nach der Einziehung geistlicher Besitzungen (Säkularisation) der Kirchengüter von 1802 wurde das Haus Heyer mit dem Hof Staatsdomäne und 1809 an Herrn Weckbecker aus Münstermaifeld verkauft. Das Grundstück war an Bauern aus Borler und Bongard verkauft worden, die sich die Ländereien teilten und den Hof abrissen.

Erhalten ist von dem Anwesen nur ein Wappen von St. Maximin, das über der Tür des Hofes Heyer angebracht war. Das Wappen besteht aus fünf Ringen in einem Schild und auf dem Helm einen springenden Bock führte. Die fünf Ringe sind seit 1987 im Wappen der Gemeinde Borler enthalten. Es befindet sich heute über der Tür der benachbarten Heyerkapelle.

Der Hof Heyer bestand aus drei in Fachwerk erbauten einstöckigen Gebäuden um einen viereckigen Hofraum, wovon heute nur der ehemalige Standort erkennbar ist (Geschichtsstraße Kelberg, Abschnitt II, Station 26).

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2013)

Literatur

Burggraaff, Peter (2009)
Die Geschichtsstraße Kelberg als vermittelndes interkommunales Projekt. In: Vermittlung von Kulturlandschaften. Initiative zur Förderung des Kulturlandschaftsbewusstseins (hrsg. vom Bund Heimat und Umwelt in Deutschland), S. 73-83. Bonn.
Burggraaff, Peter / Kleefeld, Klaus-Dieter (2008)
Die Erweiterung der Geschichtsstraße Kelberg. (Kreis Daun Vulkaneifel, Heimatjahrbuch 2009.) S. 193-198. Daun.
Burggraaff, Peter / Kleefeld, Klaus-Dieter / Bundesamt für Naturschutz und Bund Heimat und Umwelt (Hrsg.) (2010)
Landschaft erzählen – die Geschichtsstraße in Kelberg (Eifel) als Fallbeispiel für die Erläuterung von Natur- und Kulturerbe. In: Wege zu Natur und Kulturlandschaft (hrsg. vom Bund Heimat und Umwelt in Deutschland), S. 56-71. Bonn.
Burggraaff, Peter / Kleefeld, Klaus-Dieter / Mertes, Erich (1996)
Geschichte erwandern und erleben. Erster Abschnitt der Geschichtsstraße der VG Kelberg. In: Heimatjahrbuch Kreis Daun Vulkaneifel 1997, S. 183-191. Daun.
Mertes, Erich / Bauer, Peter (2006)
Chronik Bodenbach. S. 120-124, Prüm.

Ehemaliger Standort von Haus Heyer bei Borler

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung
Historischer Zeitraum
Beginn 1200, Ende 1770 bis 1810
Koordinate WGS84
50° 18′ 35,18″ N, 6° 48′ 39,05″ O / 50.30977°, 6.81085°
Koordinate UTM
32U 344127.11 5575365.48
Koordinate Gauss/Krüger
2557803.55 5575179.69

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„Ehemaliger Standort von Haus Heyer bei Borler”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-61962-20130306-5 (Abgerufen: 19. August 2018)
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