Landwirtschaftliche Lehr- und Versuchsanstalt in Borler

so genanntes „Institut“, heute Bürgerhaus

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Borler
Kreis(e): Vulkaneifel
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Das Institutsgebäude der Landwirtschaftlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Borler bei Kelberg, heutiges Bürgerhaus von Borler (2009).

    Das Institutsgebäude der Landwirtschaftlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Borler bei Kelberg, heutiges Bürgerhaus von Borler (2009).

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    Peter Burggraaff
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  • Schautafel der Geschichtsstraße Kelberg zur Landwirtschaftlichen Lehr- und Versuchsanstalt Borler (Station 25)

    Schautafel der Geschichtsstraße Kelberg zur Landwirtschaftlichen Lehr- und Versuchsanstalt Borler (Station 25)

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  • Historische Aufnahme (undatiert): Das Institutsgebäude der Landwirtschaftlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Borler bei Kelberg in der letzten Bauphase.

    Historische Aufnahme (undatiert): Das Institutsgebäude der Landwirtschaftlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Borler bei Kelberg in der letzten Bauphase.

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  • Gerätescheune der Landwirtschaftlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Borler bei Kelberg (2007).

    Gerätescheune der Landwirtschaftlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Borler bei Kelberg (2007).

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  • Gerätescheune der Landwirtschaftlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Borler (2007).

    Gerätescheune der Landwirtschaftlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Borler (2007).

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Mit der Landwirtschaftlichen Lehr- und Versuchsanstalt, von der einheimischen Bevölkerung als „Institut“ bezeichnet, hat sich das Eifeldorf Borler international einen Namen gemacht. Borler galt schon Ende der 1920er Jahre als ein geeigneter Ort für landwirtschaftliche Versuchsreihen. Nach 1945 entstand dort eines von fünf in ganz Deutschland geplanten Grünlandinstituten. Finanziert wurde die Anstalt zu 60 % aus Mitteln des amerikanischen Marshallplans. Die Ortsgemeinde Borler, die Landwirtschaftskammer und das Land Rheinland-Pfalz trugen die übrigen Kosten. Zu der Anstalt gehörte ebenfalls eine Feldscheune.

Noch vor der Einweihung 1951 begannen die ersten Lehrgänge: im Sommer für landwirtschaftliche Berater und im Winter für Landwirte. Hauptaufgabe des „Instituts“ war die Optimierung der Grünlandwirtschaft. Dabei lag der Schwerpunkt zunächst auf Heuwerbung, auf Versuchen zur Vorverlegung der Schnittzeit, Düngung und Unterteilung von Weideflächen. Getestet wurden Unterdachtrocknungsanlagen und die ersten elektrischen Weidezäune. In den 1960er Jahren kamen neue Lade- und Fördertechniken hinzu. Später testete man großflächig neue Verfahren der Weidewirtschaft und entwickelte Versuche zur Prüfung von EG-Saatgut.
Durch die zunehmenden Kenntnisse der Landwirte über die Grünlandwirtschaft verlor das Institut an Bedeutung und wurde 1998 geschlossen. Das Gebäude wurde Gemeindeeigentum und dient als Dorfgemeinschaftshaus (Bürgerhaus). Im Obergeschoss sind die zwei Dienstwohnungen nach der Renovierung vermietet worden.

So war Borler mit der fast 50 jährigen Institutsgeschichte ein beliebter Standort zur Erprobung neuer Ansaat, Heugewinnungs- und Sillagemethoden (Geschichtsstraße Kelberg, Abschnitt II, Station 22).

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2013)

Literatur

Bettscheider, Brigitte (1999)
„Was hier wächst, gedeiht auch anderswo“. Landwirtschaftliche Lehr- und Versuchsanstalt Borler. In: Landkreis Daun Vulkaneifel, Heimatjahrbuch 2000, S. 87-88. S. 87-88, Daun.
Burggraaff, Peter (2009)
Die Geschichtsstraße Kelberg als vermittelndes interkommunales Projekt. In: Vermittlung von Kulturlandschaften. Initiative zur Förderung des Kulturlandschaftsbewusstseins (hrsg. vom Bund Heimat und Umwelt in Deutschland), S. 73-83. Bonn.
Burggraaff, Peter / Kleefeld, Klaus-Dieter / Bundesamt für Naturschutz und Bund Heimat und Umwelt (Hrsg.) (2010)
Landschaft erzählen – die Geschichtsstraße in Kelberg (Eifel) als Fallbeispiel für die Erläuterung von Natur- und Kulturerbe. In: Wege zu Natur und Kulturlandschaft (hrsg. vom Bund Heimat und Umwelt in Deutschland), S. 56-71. Bonn.
Reuter, Hubert / Ortsgemeinde Borler (Hrsg.) (2009)
Borler im Wandel der Zeit. S. 15, Daun.

Landwirtschaftliche Lehr- und Versuchsanstalt in Borler

Schlagwörter
Ort
Borler
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung
Historischer Zeitraum
Beginn 1945, Ende nach 1998
Koordinate WGS84
50° 18′ 41,28″ N, 6° 49′ 34,65″ O / 50.31147°, 6.82629°
Koordinate UTM
32U 345232.21 5575521.49
Koordinate Gauss/Krüger
2558901.62 5575380.12

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„Landwirtschaftliche Lehr- und Versuchsanstalt in Borler”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-61622-20130301-2 (Abgerufen: 27. Mai 2018)
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