Fördergerüst und Schachthalle der Zeche Sterkrade I

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Oberhausen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Oberhausen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Fördergerüst und Schachthalle der Zeche Sterkrade I in Oberhausen (2012)

    Fördergerüst und Schachthalle der Zeche Sterkrade I in Oberhausen (2012)

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    Gelhar, Martina
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Die Zeche Sterkrade gehörte zur Gutehoffnungshütte, die den Oberhausener Norden geformt und überprägt hat.

Historie
1897 begann die Gutehoffnungshütte mit dem Abteufen von Schacht I der Zeche Sterkrade. Ab 1903 wurde 30 Jahre lang Kohle gefördert. 1907 wurden eine Kokerei und eine Kohlenwertstoffgewinnungsanlage eingeweiht, 1908 Schacht 2 in Betrieb genommen. Der Durchschlag mit dem Bergwerk Hugo Haniel erfolgte 1909. Die Schachthalle stammt aus dem Jahr 1913 Das Jahr 1929 war dasjenige mit der höchsten Fördermenge (663.000 Tonnen) und Belegschaftszahl (2.325 Beschäftigte). Die Fördereinstellung 1933 ging mit der Übernahme des Grubenbetriebs durch die Zeche Osterfeld einher (Hermann/Hermann 2003, S. 288).

Das Gelände wurde nach Einstellung des Betriebs infolge der Bildung des Verbundbergwerks Lohberg-Osterfeld 1991 bis auf die genannten Elemente abgeräumt und 1997 durch die Stiftung Industriedenkmalpflege übernommen.

Aktuelle Nutzung
Eine Neunutzung steht noch aus, geplant ist eine Mischbebauung aus Wohnen und Gewerbe. Fördergerüst und Schachtgebäude wurden 2012/13 saniert. Es finden öffentliche Führungen durch die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur statt. Die Betriebsfläche wurde bereits weitestgehend zu einem Landschaftspark umgestaltet und vom Radweg „Grüner Pfad“, der auf ehemaligen industriebahntrassen verläuft, gequert. Der nordwestliche Teil des ehemaligen Betriebsgeländes besteht aus einer großen ungenutzten Brachfläche.

Kulturhistorische Bedeutung
Die kulturhistorische Bedeutung ist hoch. Das Fördergerüst von 1903 ist eines der wenigen im Ruhrgebiet erhaltenen dreibeinigen Strebengerüste, die Schachthalle (1913) eine der letzten erhaltenen Schachthallen des Rheinlandes in Massivbauweise. Neben dem Seltenheitswert ist die Anlage als regionaltypisch einzustufen. Das Fördergerüst ist durch die Lage in der Freifläche visuell landschaftsprägend. Der Eingangsbereich (Von-Trotha-Straße) ist mit einem Teil der Zechenmauer und der geschwungenen, auf das Fördergerüst zuführenden Kastanienallee als solcher erkennbar und wurde ebenfalls saniert. Randlich befindet sich ein ehemaliges Lehrlingsheim.

Hinweis
Das Objekt „Zeche Sterkrade“ ist wertgebendes Merkmal des historischen Kulturlandschaftsbereichs Zeche Sterkrade / Siedlung Dunkelschlag (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 087).

(Martina Gelhar, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V., 2013/LVR_Abteilung Kulturlandschaftspflege 2018)

Internet
www.route-industriekultur.de: Route der Industriekultur, Zeche Sterkrade (abgerufen 05.02.2013)
Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur

Literatur

Hermann, Gertrude / Hermann, Wilhelm (2003)
Die alten Zechen an der Ruhr (5. völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage). Königstein im Taunus.

Fördergerüst und Schachthalle der Zeche Sterkrade I

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Auswertung historischer Karten, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1903 bis 1913
Koordinate WGS84
51° 31′ 10,72″ N, 6° 50′ 12,48″ O / 51.51965°, 6.8368°
Koordinate UTM
32U 349919.01 5709832.32
Koordinate Gauss/Krüger
2558125.49 5709790.56

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„Fördergerüst und Schachthalle der Zeche Sterkrade I”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-60366-20130205-2 (Abgerufen: 16. November 2018)
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