Altenhofer Mühle

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Much
Kreis(e): Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Der Gebäudekomplex der Altenhofer Mühle. Im rechten Gebäudeflügel befand sich früher die Ölmühle im mittleren Trakt die Getreidemühle (2013)

    Der Gebäudekomplex der Altenhofer Mühle. Im rechten Gebäudeflügel befand sich früher die Ölmühle im mittleren Trakt die Getreidemühle (2013)

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  • Der Neuaufbau der Altenhofer Mühle zu Beginn der 1950er Jahre

    Der Neuaufbau der Altenhofer Mühle zu Beginn der 1950er Jahre

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  • Das oberschlächtige Wasserrad mit hölzerner Welle um 1912

    Das oberschlächtige Wasserrad mit hölzerner Welle um 1912

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  • Eine Zeichnung des Kollergangs der ehemaligen Ölmühle

    Eine Zeichnung des Kollergangs der ehemaligen Ölmühle

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  • Das restaurierte Getriebe der Getreidemühle (2013)

    Das restaurierte Getriebe der Getreidemühle (2013)

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  • Bodenstein eines Mahlganges mit dem Mühleneisen von unten (2013)

    Bodenstein eines Mahlganges mit dem Mühleneisen von unten (2013)

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  • Kollersteine der ehemaligen Ölmühle zieren Hof und Garten (2013)

    Kollersteine der ehemaligen Ölmühle zieren Hof und Garten (2013)

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  • Der untere Stauteich mit dem Stauschütz des Mühlengerinnes (2013)

    Der untere Stauteich mit dem Stauschütz des Mühlengerinnes (2013)

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  • Das oberschlächtige Wasserrad mit durchgerosteten Schaufeln (2013)

    Das oberschlächtige Wasserrad mit durchgerosteten Schaufeln (2013)

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  • Die älteste Abbildung des Stauweihers, ca. 1912

    Die älteste Abbildung des Stauweihers, ca. 1912

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Das Alter der Altenhofer Mühle ist unbekannt. Ein Holzbalken trägt die Jahreszahl 1805. Das jetzige mehrflügelige mehrfach umgebaute Fachwerkgebäude wurde um 1900 errichtet. Die Mahleinrichtung ist heute in den Wohnbereich integriert. Das Wasserrad ist von außen nicht einsehbar.

Lage
Die Ortschaft Altenhof wurde vor 1700 gegründet und liegt an der B 56 Richtung Drabenderhöhe. Heute leben 25 Einwohner in dem Ort (Unser Much von A-Z, 2005).

Geschichte
1825 ist die Altenhofer Mühle Oberwahn auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande (von Müffling’sche Karte) verzeichnet. Das heute noch vorhandene aber mehrfach umgebaute Gebäude wurde um 1900 errichtet (Denkmälerarchiv).

Auf dem Gelände befindet sich ein Holzbalken mit der Inschrift 'PH 1805 PH'.
Die vom Wasser des Wahnbachs angetriebene Mühle war ehedem Ölmühle und Knochenmühle; ob zugleich auch Getreidemühle ist unbekannt. Nach dem teilweisen Neuaufbau der Mühle zu Beginn der 1950er Jahre war sie bis zur Stilllegung nur noch Getreidemühle mit zwei Mahlgängen.
1912 erwarb Martin Ludwig, der seit 1909 schon die Reichensteiner Mühle besaß, auch die Altenhofer Mühle. Er hatte 8 Töchter. Seine Tochter Therese (später Therese Kauert-Ludwig) erhielt die Altenhofer Mühle. Ihre Schwester führte als staatlich anerkannte Müllermeisterin (die dritte in Deutschland und die erste in der Rheinprovinz) die Reichensteiner Mühle in Much.
Das Gebäude ist ein dreiachsiger Fachwerkbau mit ziegelgedeckten Pultdächern Das Erdgeschoss ist aus Bruchsteinen aufgemauert. Das oberschlächtige eiserne Wasserrad (sanierungsbedürftig) mit einem Durchmesser von 3,00 m befindet sich heute in einer Radkammer unter dem mittleren Gebäudeteil an der Trennmauer zum südlichen Gebäudeflügel. Im mittleren Gebäudeteil befindet sich heute ebenerdig im Foyer das restaurierte Winkelgetriebe (eiserne Kegel- und Tellerräder mit Weißbuchenkämmen) zum Betrieb der darüber befindlichen zwei Mahlgänge. Die Mahlsteine (ohne Bütten und Rumpfzeug) sind heute in den Wohnbareich im ersten Obergeschoss integriert. Das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz. Es wurde in den 1990er Jahren grundsaniert. Im Anschluss wurde die daneben befindliche, freistehende, im Stil passende Garage mit Wochenendwohnung im Obergeschoss errichtet.
Die ehemalige Öl- und Knochenmühle befand sich im südlichen Gebäudetrakt, wo sich seit dem Umbau der 1950er Jahre eine Garage befindet.

Die Mühle ist Privatbesitz und öffentlich nicht zugänglich. Von der Straße aus sieht man die im Hof- und Gartenbereich aufgestellten Kollersteine des ehemaligen Ölgangs und die zwei hintereinander angelegten Stauteiche. Der obere Teich ist an einen Angelsportverein verpachtet (Besichtigung 2013).
Adresse: Altenhof, 53804 Much

(Ralf Kreiner, 2013)

Quellen
  • Unser Much von A-Z (Much bergisch schön, 14.01.2005, Nr. 2), S. 11. Volltext online unter: epflicht.ulb.uni-bonn.de (Abgerufen: 19.04.2013).
  • Besichtigung der Mühle mit der Eigentümerin Frau Elisabeth Diederichs, 02.02.2013.
  • Kartenaufnahme der Rheinlande 1:25.000; Tranchot/v. Müffling (1801–1828), Blatt 16/26r Much / Winterscheid
  • Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 23, Rhein-Sieg-Kreis, Much, Gemeinde.

Literatur

Nicke, Herbert (1998)
Bergische Mühlen. Auf den Spuren der Wasserkraftnutzung im Land der tausend Mühlen zwischen Wupper und Sieg. Wiehl.

Altenhofer Mühle

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1825
Koordinate WGS84
50° 55′ 0,67″ N, 7° 25′ 56,63″ O / 50.91685°, 7.4324°
Koordinate UTM
32U 389808.34 5641748.75
Koordinate Gauss/Krüger
2600771.86 5643374.48

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„Altenhofer Mühle”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-59293-20130118-3 (Abgerufen: 20. August 2018)
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