Neulouisendorf

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Bedburg-Hau, Kalkar, Uedem
Kreis(e): Kleve (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
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Nach dem Vorschlag des Klever Landrats Christian Friedrich von der Mosel wurde am 2.3.1828, recht schnell nach der Entstehung von Louisendorf, die Parzellierung und Kultivierung des Frischelott, des Tusschen- und des Buchenwaldes von der preußischen Regierung angeordnet. Am 4.6.1832 wurden die insgesamt 634 Hektar umfassenden Waldgebiete an 65 Erbpächter aus Pfalzdorf, Altkalkar, Keppeln und Louisendorf verlost. Im Zuge der Kultivierung, die ebenfalls nach dem Prinzip des Einzelbaus mit Landbindung erfolgte, entstand Neulouisendorf mit einer ähnlichen Struktur wie Louisendorf. Allerdings waren die Kolonate mit mehr als 8 Hektar großzügiger angelegt. In beiden Kolonien war der somit genau datierbare und flächenmäßig bestimmbare Ackerbau die Hauptnutzungsart.

Die evangelische Kirche wurde 1861 errichtet und ist ein Baudenkmal. 1969 wurde Neulouisendorf zur Kalkar eingemeindet.

Wie in Louisendorf ist auch in Neulouisendorf die ursprüngliche Siedlungsstruktur sehr gut erhalten und nachvollziehbar, obwohl die Gehöfte sich substanziell verdichtet haben und die Neusiedlung relativ bescheiden ist.

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2012)

Literatur

Burggraaff, Peter / Bub, Gerrit (2006)
Das Modellgebiet Unterer Niederrhein im DFG Projekt Rhein-LUCIFS. In: Siedlungsforschung 23, S. 343-415. Bonn.
Mott, Barbara (1989)
Pfälzer am Niederrhein. Die Geschichte der Pfälzersiedlungen Pfalzdorf, Louisendorf und Neulouisendorf im Rahmen der preußischen Binnenkolonisation des 18. und 19. Jahrhunderts. Goch / Kalkar.
Zbroschzyk, Markus (2014)
Die preußische Peuplierungspolitik in den rheinischen Territorien Kleve, Geldern, und Moers im Spannungsfeld von Theorie und räumlicher Umsetzung im 17.-18. Jahrhundert. Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde. Bonn.

Neulouisendorf

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos
Historischer Zeitraum
Beginn 1828 bis 1832
Koordinate WGS84
51° 42′ 40,19″ N, 6° 17′ 25,7″ O / 51.71116°, 6.29047°
Koordinate UTM
32U 312810.8 5732389.03
Koordinate Gauss/Krüger
2520120.25 5730806.18

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„Neulouisendorf”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-57793-20121126-3 (Abgerufen: 23. Mai 2018)
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