Eifgenburg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie
Gemeinde(n): Burscheid
Kreis(e): Rheinisch-Bergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Eifgenburg (2016).

    Eifgenburg (2016).

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    Stephanie Scheffler / Landschaftsverband Rheinland
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Auf einem länglichen, steilen Sporn in beherrschender Stellung über dem Tal des Eifgenbaches liegt der Ringwall. Er wird flankiert von zwei tief eingeschnittenen Tälern und ist nur von Nordwesten bequem zugänglich.

Der nach Südwesten abfallende Hang am Ende des Spornes wird von einer länglich-ovalen Wall-Graben-Anlage von etwa 130 Metern mal 65 Metern umzogen. Im Nordwesten trennt ein mächtiger Schildwall mit vorgelagerten Graben die Anlage von den weiter nach Nordwesten ansteigenden Rücken des Spornes. Hier misst die Wallbreite 15 Meter, die Grabenbreite 12 Meter, die Wallkrone liegt 6,5 Meter über Grabensohle.

Wie Ausgrabungen 1939-1940 zeigten, steckt im Schildwall eine Mauer von 1,3 Metern Dicke und einer erhaltener Höhe von einem bis 1,8 Metern. Die Frontseite war durch Grauwackesandsteine in Mörtel gesetzt. Die dahinter liegende Holz-Erde Konstruktion sicherte die gesamte Befestigungsanlage.
An der Nordecke dieser Mauer fand man Reste eines nahezu quadratischen Turmes mit 6,75 Metern Kantenlänge und 1,8 Metern Mauerstärke.

An der Nordflanke wurden weiterhin die Reste einer Toranlage festgestellt. Die beiden Torwangen besaßen einen Abstand von 5,1 Metern, die Länge der Nordwest nach Südost gerichteten Torgasse betrug ehemals etwa fünf Meter. Ein bogenförmig geführtes Mauerstück schließt sich nach Süden an.
An den übrigen Stellen in Gelände erscheint der Bering aus Wall und Graben als mehr oder weniger stark ausgeprägte Geländestufe, in der sich wohl ebenfalls Reste einer Mauer befinden dürften. In diesen Abschnitten beträgt die Wallhöhe vier Meter bei einer Grabentiefe von vier Metern.

Im Innern der Eifgenburg konnte 10 Meter hinter dem inneren Fuß des Schildwalles der Keller eines rechteckigen Gebäudes freigelegt werden; Größe etwa 12 Meter mal 4,5 Meter, Südwest nach Nordost ausgerichtet. Vor der südöstlichen Längswand lag ein kleiner Anbau. Weitere Bebauungsspuren in Innern der Anlage konnten bisher nicht aufgedeckt werden.

Nach Ausweis der innerhalb der Eifgenburg bei den Grabungen gefundenen Scherben lässt sich eine Benutzungszeit der Anlage im 11. oder 12. Jh. erschließen. Die Eifgenburg dürfte demnach im 10./11. Jh. erbaut werden sein.

Der Ringwall Eifgenburg ist eingetragenes Bodendenkmal (Burscheid BodD lfd. Nr. 1, LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, GL 29).

(LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege, 2017)

Literatur

Herrnbrodt, Adolf (1969)
Übersichtskarte der archäologischen Denkmäler im Rheinland. Nr. 54, Bonn.
Landschaftsverband Rheinland; Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft (Hrsg.) (2014)
Jakobswege. Wege der Jakobspilger im Rheinland, Band 1: In 8 Etappen von Wuppertal über Köln nach Aachen/Belgien (5. Auflage). Köln.
Marschall, Arthur; Narr, Karl J.; Uslar, Rafael von (1954)
Die vor- und frühgeschichtliche Besiedlung des Bergischen Landes. (Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins 73.) S. 74, Neustadt an der Aisch.
Müller-Wille, Michael (1969)
Wehranlagen im nördlichen Rheinland. In: Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern 15, S. 56 Nr. 18, Mainz.

Eifgenburg

Schlagwörter
Ort
Burscheid
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Bodendenkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archäologische Grabung
Historischer Zeitraum
Beginn 900 bis 1000
Koordinate WGS84
51° 04′ 27,99″ N, 7° 08′ 36,61″ O / 51.07444°, 7.1435°
Koordinate UTM
32U 369943.6 5659742.47
Koordinate Gauss/Krüger
2580184.86 5660550.44

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Empfohlene Zitierweise
„Eifgenburg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-56513-20121106-2 (Abgerufen: 17. November 2018)
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