Steinbachtalsperre bei Kirchheim

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Euskirchen
Kreis(e): Euskirchen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Euskirchen-Kirchheim, Badeanstalt Steinbachtalsperre

    Euskirchen-Kirchheim, Badeanstalt Steinbachtalsperre

    Copyright-Hinweis:
    LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Jürgen Gregori
    Fotograf/Urheber:
    Gregori, Jürgen
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Euskirchen-Kirchheim, Badeanstalt Steinbachtalsperre

    Euskirchen-Kirchheim, Badeanstalt Steinbachtalsperre

    Copyright-Hinweis:
    LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Jürgen Gregori
    Fotograf/Urheber:
    Gregori, Jürgen
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Euskirchen-Kirchheim, Badeanstalt Steinbachtalsperre

    Euskirchen-Kirchheim, Badeanstalt Steinbachtalsperre

    Copyright-Hinweis:
    LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Jürgen Gregori
    Fotograf/Urheber:
    Gregori, Jürgen
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Die Steinbachtalsperre liegt bei Bad Münstereifel, befindet sich aber noch auf Euskirchener Stadtgebiet. Sie staut am Nordhang des Münstereifeler Waldes den Steinbach und den Treuenbach mit einer 18,4 Meter hohen und 240 Meter langen Staumauer, die in den Jahren 1934 bis 1936 errichtet wurde. Mit einem Gesamtstauraum von 1,2 Millionen Kubikmetern gehört sie zu den kleineren Talsperren in Nordrhein-Westfalen.

Veranlasst wurde ihre Errichtung durch die Tuchindustrie in Euskirchen und Kuchenheim. Seit dem Ende der zwanziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts konnten die Tuchfabriken ihren Wasserbedarf aus den nördlicher gelegenen Bachläufen nicht mehr decken. Einerseits war die Wasserqualität durch Einleitungen aus dem Bleibergbau bei Mechernich gesunken, andererseits überstieg inzwischen der Wasserbedarf der in der Tuchindustrie eingesetzten Turbinen die zur Verfügung stehende Wassermenge. 1933 wurde ein Zweckverband zum Bau der Talsperre gegründet; im Februar des darauffolgenden Jahres begannen die Bauarbeiten, 1935 konnte das erste Wasser entnommen werden und 1936 war die Talsperre fertiggestellt. Eine gusseiserne Rohrleitung, deren Gesamtlänge einschließlich ihrer Verzweigungen 16 Kilometer beträgt, brachte das Wasser zu den Tuchfabriken. Mit dem Niedergang der Euskirchener Tuchindustrie infolge von Billigimporten sank nach dem Zweiten Weltkrieg die wirtschaftliche Bedeutung der Talsperre.

Seit ihrer Eröffnung der Talsperre dient der Stausee auch als Naherholungsgebiet. Ein Waldfreibad mit Sportpätzen und Spielgeräten wurde in unmittelbarer Nachbarschaft eröffnet. Zu den Freizeiteinrichtungen gehört auch die Waldgaststätte Steinbach mit einer hauseigenen Brauerei. Gegen Überlegungen der Stadt Euskirchen, das Waldfreibad aus wirtschaftlichen Erwägungen zu schließen und der Universität Bochum zu Forschungszwecken zur Verfügung zu stellen, gründeten die Bürger Euskirchens einen Förderverein. Das Denkmalamt des Landschaftsverbandes Rheinland bemüht sich, das Waldfreibad unter Denkmalschutz zu stellen.

(Christoph Kühn, im Auftrag des LVR-Fachbereichs Umwelt, 2012)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2007)
Jakobswege. Wege der Jakobspilger im Rheinland, Band 2: In 13 Etappen von Köln und Bonn über Trier nach Perl/Schengen am Dreiländereck von Deutschland, Luxemburg und Frankreich (3. Auflage). Köln.

Steinbachtalsperre bei Kirchheim

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1934 bis 1936
Koordinate WGS84
50° 35′ 25,93″ N, 6° 50′ 9,17″ O / 50.59054°, 6.83588°
Koordinate UTM
32U 346819.01 5606528.33
Koordinate Gauss/Krüger
2559235.3 5606430.21

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Steinbachtalsperre bei Kirchheim”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-55827-20121023-3 (Abgerufen: 14. August 2018)
Wir verwenden Cookies, um die Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie weitere Informationen auf unserer Internetseite.
Seitenanfang