Obermühle am Glaadtbach

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Dahlem (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Euskirchen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Obermühle am Glaadtbach (2012)

    Obermühle am Glaadtbach (2012)

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  • Infoblatt Archäologietour 2012: Obermühle am Glaadtbach (PDF)

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  • Obermühle am Glaadtbach (um 1900)

    Obermühle am Glaadtbach (um 1900)

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Die Obermühle in Dahlem geht auf das Jahr 1857 zurück und wird nach ihrem Erbauer, der Familie Ströder, auch „Struedeschmöll“ genannt. Der 400 Meter oberhalb der Mühle vom Glaadtbach abgezweigte Mühlenbach treibt ein oberschlächtiges eisernes Mühlrad an. Im Inneren hat sich der Mühlstuhl mit der Transmissionstechnik über die Antriebswelle vollständig erhalten. Die Mühleneinrichtung dieser für die Region typischen Getreidemühle ist mit Wasserrad und Mühlengraben als technisches Denkmal in die Denkmälerliste der Gemeinde Dahlem eingetragen.

Geschichte der Mühle
Die Mühle diente zunächst als Ölmühle; sie stand an der Stelle der Scheune neben dem heutigen Mühlengebäude. Die Erbauerfamilie Ströder wohnte damals in der Nähe der Dahlemer Kirche. Die Zufahrt zu der Ölmühle aus Richtung Dahlem lag ursprünglich nördlich des heutigen Mühlengrabens und wurde beim Bahnbau 1869–1875 zugeschüttet. Eine neue Zufahrt führt seither vom Bahnübergang zur Mühle.

Von Familie Ströder gelangte die Mühle in den Besitz von Matthias Hilgers und darauf in den des Obersteigers Tillmann. Er ließ in der Mühle eine Wohnung ausbauen und verpachtete den Mühlenbetrieb.

1905 erwarben Josef und Margarethe Klinkhammer das Anwesen. Sie richteten in dem damals noch einstöckigen kleinen Anbau eine Backstube ein, die bis zum Ersten Weltkrieg betrieben wurde. 1921 bauten sie die alte Ölmühle zu einem Wirtschaftsgebäude um und richteten die heutige Mühle ein. Im Jahre 1929 wurde eine Sägemühle mit Horizontalgatter- und Langholzkreissäge angebaut und ebenfalls mit Wasserkraft betrieben.

1933 übernahm Bruno Klinkhammer die Mühle, anschließend seine älteste Tochter Brunhilde, die 1958 Albert Schmitz aus Dahlem heiratete. Sie betrieben die Mühle bis zum Jahre 1967. Heute wird das Anwesen von der Familie ihres jüngsten Sohns Lothar Schmitz weitergeführt.

Technik der Mühle
Bis auf die Filteranlage des Plansichters ist die Mühlentechnik im Inneren komplett vorhanden. Die Drehmechanik und die Kraftübertragung mittels Lederriemen-Transmission sind funktionstüchtig.

Das erste Wasserrad von 1857 hatte eine hölzerne Achse mit Eisenspindel. Das zweite Wasserrad wurde im Sommer 1928 vom Mühlenbauer J. Ditsche aus Üxheim gebaut. Es erhielt eine ausgemusterte Schiffswelle als Achse. Passend dazu wurde von der damaligen Jünkerather Gewerkschaft eine sechskantige Rosette für das Antriebskammrad gegossen. Anschließend erneuerte man auch die innere Einrichtung einschließlich der Tragebalken. Das noch vorhandene dritte Wasserrad aus Eisen wurde nach langem Suchen von Bruno Klinkhammer 1959 aus einer stillgelegten Mühle bei Kordel an der Kyll erstanden.

Das Wasser fällt von oben auf das Rad (oberschlächtiger Betrieb). Die Mühle verfügt über zwei Mahlgänge und einen Schälgang zum Schälen von Hafer (Haferflocken), Gerste (Graupen), Buchweizen und Spelz. Der Mühlstein (Läufer) dreht sich gegen den Uhrzeigersinn über den fest sitzenden Stein (Lieger). Läufer und Lieger bestanden aus unterschiedlich harten Gesteinsarten, z. B. französischem Basalt und Gritstein. Das Schärfen der Mühlsteine erfolgte einmal jährlich in der betriebsruhigen Zeit durch Abschlagen bzw. Nachmeißeln der Mahl- oder Zerreißfugen. Nachdem das Mahlgut den Mahlstein verlassen hatte, rutschte es in einen sechskantigen Zylinder und schied das Mehl aus. Das übrige Mahlgut wurde solange erneut gemahlen bis schließlich nur noch Kleie übrig blieb. Das Mahlgut jedes Eigentümers wurde individuell gemahlen und jeder Sack, um Verwechslungen zu vermeiden, mit der Hausnummer des Eigentümers gekennzeichnet. Jeden Dienstag und Freitag wurde Getreide und Mahlgut angeliefert und abgefahren.

Die Mühle am Glaadtbach war Station der Archäologietour Nordeifel 2012 (nähere Informationen hierzu im Führungsblatt in der Medienleiste).

(LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, 2012)

Internet
www.isimuehle.de: Islandpferde vom Mühlental (Abgerufen: 14.8.2012)

Obermühle am Glaadtbach

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1857
Koordinate WGS84
50° 22′ 44,09″ N, 6° 32′ 54,56″ O / 50.37891°, 6.54849°
Koordinate UTM
32U 325701.92 5583634.56
Koordinate Gauss/Krüger
2539058.37 5582699.93

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„Obermühle am Glaadtbach”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-52834-20120814-2 (Abgerufen: 16. August 2018)
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