Synagoge Drove

Gedenksäule und Gedenktafel in der Drovestraße

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Kreuzau
Kreis(e): Düren
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Ehemaliger Standort der Synagoge in Drove, Gemeinde Kreuzau (2009)

    Ehemaliger Standort der Synagoge in Drove, Gemeinde Kreuzau (2009)

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    Fruehauf, Otmar / Alemannia Judaica
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    Fruehauf; Otmar (Alemannia Judaica)
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  • Ehemaliger Standort der Synagoge in Drove, Gemeinde Kreuzau (2009)

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  • Ehemaliger Standort der Synagoge in Drove, Gemeinde Kreuzau (2009)

    Ehemaliger Standort der Synagoge in Drove, Gemeinde Kreuzau (2009)

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Die jüdische Gemeinde seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Die ersten Juden ließen sich im 17. Jahrhundert in Drove nieder. Der Ort war der jüdische Siedlungsschwerpunkt in der Umgebung. Im 19. Jahrhundert wurde die Filialgemeinde Drove im Synagogenbezirk Düren konstituiert, zu der auch die Juden in Kreuzau und Nideggen gehörten. 1932 angeschlossen an Düren.
Gemeindegröße um 1815: 34 (1806), um 1880: 54 (1885), 1932: 31 (1933), 2006: –.
Bethaus / Synagoge: 1865 konnte der Neubau einer Synagoge auf dem Grundstück, auf dem sich schon vorher das Bethaus befunden hatte, eingeweiht werden. 1938 wurde das Gebäude völlig zerstört; zwischen 1941 und 1943 wurde die Ruine abgetragen (vorstehende Angaben alle nach Reuter 2007).

„Die in der Pogromnacht um den 9. November 1938 niedergebrannte Synagoge wurde nach dem Kriege nicht wieder aufgebaut. An diese Dinge erinnert ein Gedenkstein am Platz der alten Synagoge. Heinrich Böll, der im 4 km entfernten Langenbroich eine Zeitlang wohnte, hat ein Essay über diese Ereignisse geschrieben.“ (de.wikipedia.org)

Inmitten des Ortes, an der Ecke Drovestraße / Abzweigung der Wewordenstraße, befindet sich eine kleine gepflegte Grünanlage mit einer Gedenksäule und einer Gedenktafel am ehemaligen Standort der in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstörten Synagoge von Drove. Der Text der Tafel bezieht sich auf das Gebäude und die dem NS-Staat zum Opfer gefallenen Menschen: „Keiner kehrte zurück“ (Begehung 20.07.2009).

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2018 / Otmar Fruehauf, Alemannia Judacia, 2009)

Internet
de.wikipedia.org: Drove (abgerufen 08.05.2011)
www.kreuzau.de: „Die jüdische Gemeinde in Drove und die Reichspogromnacht“ (Volltext-PDF, abgerufen 06.08.2018)
de.wikipedia.org: Synagoge Drove (abgerufen 06.08.2018)

Literatur

Böll, Heinrich (1984)
Die Juden von Drove. (Edition Toni Pongratz 18.) Hauzenberg.
Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 103-106, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 35, Bonn.

Synagoge Drove

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Drovestraße / Wewordenstraße
Ort
52372 Kreuzau - Drove
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1865, Ende 1938 bis 1943
Koordinate WGS84
50° 43′ 45,66″ N, 6° 30′ 57,17″ O / 50.72935°, 6.51588°
Koordinate UTM
32U 324689.08 5622671.38
Koordinate Gauss/Krüger
2536467.71 5621665.17

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Synagoge Drove”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-48006-20120508-2 (Abgerufen: 16. November 2018)
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