Ehemaliges Kreuzherrenkloster Sankt Maria Magdalena in Beyenburg

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Wuppertal
Kreis(e): Wuppertal
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Kirchengebäude des ehemaligen Kreuzherrenklosters Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

    Kirchengebäude des ehemaligen Kreuzherrenklosters Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

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  • Der Ostflügel - heute Sitz des Pfarramts - des ehemaligen Kreuzherrenklosters Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

    Der Ostflügel - heute Sitz des Pfarramts - des ehemaligen Kreuzherrenklosters Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

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  • Informationstafel zu Unterbeyenburg mit Blick auf den Ort am ehemaligen Kreuzherrenkloster Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

    Informationstafel zu Unterbeyenburg mit Blick auf den Ort am ehemaligen Kreuzherrenkloster Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

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  • Der Ostflügel - heute Sitz des Pfarramts - des ehemaligen Kreuzherrenklosters Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

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  • Die südliche Fassade der Klosterkirche des ehemaligen Kreuzherrenklosters Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

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  • Der Ostflügel - heute Sitz des Pfarramts - des ehemaligen Kreuzherrenklosters Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

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  • Westfassade der Klosterkirche des ehemaligen Kreuzherrenklosters Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

    Westfassade der Klosterkirche des ehemaligen Kreuzherrenklosters Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

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  • Informationstafel am Eingang zur Klosterkirche des ehemaligen Kreuzherrenklosters Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

    Informationstafel am Eingang zur Klosterkirche des ehemaligen Kreuzherrenklosters Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

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  • Informationstafel zur Geschichte des ehemaligen Kreuzherrenklosters Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

    Informationstafel zur Geschichte des ehemaligen Kreuzherrenklosters Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

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  • Marienstatue mit Bezug auf die Bibelstelle Johannes 20,17 im Hof des ehemaligen Kreuzherrenklosters Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

    Marienstatue mit Bezug auf die Bibelstelle Johannes 20,17 im Hof des ehemaligen Kreuzherrenklosters Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

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  • Das Beyenburger Wappen am ehemaligen Kreuzherrenkloster Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

    Das Beyenburger Wappen am ehemaligen Kreuzherrenkloster Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

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  • Die Nordseite der Klosterkirche des ehemaligen Kreuzherrenklosters Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

    Die Nordseite der Klosterkirche des ehemaligen Kreuzherrenklosters Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

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  • Westfassade und Eingangsportal der Klosterkirche des ehemaligen Kreuzherrenklosters Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

    Westfassade und Eingangsportal der Klosterkirche des ehemaligen Kreuzherrenklosters Sankt Maria Magdalena in Wuppertal-Beyenburg (2014).

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  • Der Ort Alt-Beyenburg (2004). Im Vordergrund befindet sich ein Stausee, in dem sich die Gebäude des Ortes spiegeln.

    Der Ort Alt-Beyenburg (2004). Im Vordergrund befindet sich ein Stausee, in dem sich die Gebäude des Ortes spiegeln.

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Von dem ehemaligen Kloster der Kreuzherren in Beyenburg haben sich die große einschiffige, 1497 begonnene Kirche sowie der Ostflügel der Klosteranlage in markanter Lage über der Wupper erhalten.

Baugeschichte
Am Ende des 13. Jahrhunderts sicherten die Grafen von Berg an der Handelsstraße, die von Lübeck über Hamburg, Bremen, Osnabrück, Münster und Dortmund nach Köln führte, eine Burg, die ihnen als Grenzfestung diente. Zuvor war bereits seit 1182 der befestigte Hof Steinhaus in ihrem Besitz belegt, der offenbar ebenfalls der Grenzsicherung gedient hatte und mit der Errichtung der neuen Burg diese Funktion nunmehr verlor. Die Grafen überließen den Hof im Jahre 1298 dem Orden vom heiligen Kreuz, dessen Angehörige sich zunächst Kreuzbrüder und seit der Mitte des 15. Jahrhunderts Kreuzherren nannten. 1302 ergänzten sie diese Schenkung durch die Überlassung eines Bergrückens, der sich östlich der neuen Burg erstreckte. Offenbar diente der Hof mitsamt einer ihm zugehörenden Kapelle den Kreuzbrüdern als Ort ihres monastischen Lebens, denn erst ab 1485 ist die Errichtung einer Klosteranlage auf dem Bergrücken im Osten der Burg bezeugt. 1497, offenbar nach der Fertigstellung der Wohn- und Wirtschaftsgebäude, wurde auch die Klosterkirche in Angriff genommen, deren Errichtung sich bis in das frühe 16. Jahrhundert hinzog. Sie wurde auf das Patrozinium der heiligen Maria Magdalena geweiht. Um 1700 wurden die Wohngebäude teilweise erneuert. Nach der Aufhebung des Klosters infolge der Säkularisation 1803 erfolgte ein Teilabbruch, den die Kirche, der Ostflügel der Klosteranlage und sechs Joche des südlichen Kreuzgangflügels überdauerten.

Baubeschreibung
Die Klosterkirche Sankt Maria Magdalena ist ein einschiffiger Bau aus Sandsteinquadern mit einem Chorabschluss, der aus fünf Seiten eines Achtecks gebildet wird, und einem Kreuzgratgewölbe. An der Westseite ragt die steile Giebelfront der Kirchenfassade auf, in die ein Doppelportal und ein Maßwerkfenster eingefügt sind. Das Innere wird zudem von weiteren schlanken Maßwerkfenstern in der Südwand des Kirchenschiffes sowie im Chor belichtet. Die Nordwand wurde nachträglich zum dort angrenzenden Kreuzgang geöffnet, dessen Südflügel nun als Nebenkapelle des Kirchenraumes dient.

Ausstattung
Die Ausstattung der Kirche ist von einer bemerkenswerten Einheitlichkeit, sie stammt weitgehend aus den Jahren 1693 bis 1715 und wirkt durch die Marmorierung sämtlicher Holzflächen wie durch die Verwendung von Blattgold an Kassettenrahmungen, Ornamentfriesen und Gliederungselementen äußerst prachtvoll. Zunächst erhielt die Kirche im Jahre 1693 eine neue Orgel, deren Prospekt erhalten blieb, während das Spielwerk im Jahre 1970 erneuert wurde. Die mit reichen Schnitzereinen ausgestaltete Brüstung der Orgelempore entstand im darauffolgenden Jahr.

Das Hochaltarretabel stammt von 1698 und enthält ein Altarblatt mit einer Kreuzigungsszene, die Anklänge an Gemälde von Peter Paul Rubens aufweist. Flankiert wird die Darstellung von zwei Skulpturen des heiligen Augustinus und der heiligen Helena. Es handelt sich um zwei für den Orden bedeutsame Heilige: Auf Texte von Augustinus geht maßgeblich die Ordensregel der Kreuzherren zurück, während Helena durch die legendarisch überlieferte Auffindung des Kreuzes Christi als Begründerin einer Verehrung dieser Reliquie im Abendland gilt. Jene Auffindung ist denn auch in einem Gemälde im Antependium, das 1715 hinzugefügt wurde, dargestellt. Bezug auf das Passionsgeschehen nimmt auch das Vesperbild im Aufsatz des Retabels, als Bekrönung findet sich das Ordenskreuz. Das ikonographische Programm des Hochaltares fand seine Ergänzung in zwei Nebenaltären, welche 1965 abgebaut wurden; lediglich die Antependien verblieben in der Kirche.

Die Kommunionbank, die Kanzel und das Chorgestühl entstanden nahezu zeitgleich mit dem Hochaltarretabel um 1700. Der Kanzelkorb zeigt die vier Evangelisten, während Johannes Nepomuk an der Rückseite dargestellt ist und der Erzengel Michael den Schalldeckel bekrönt. Im Chorgestühl mit seinem reichen Skulpturenprogramm, in dem sich wiederum der heilige Augustinus findet, wurden jedoch Teile eines älteren Gestühls aus spätgotischer Zeit wiederverwendet. Es ist jedoch fraglich, ob es sich dabei um das frühere Chorgestühl der Klosterkirche handelt, denn die niederrheinische Arbeit entstand bereits um 1490, während mit dem Bau der Klosterkirche erst einige Jahre später begonnen wurde.

Pilgerspuren
In der Kreuzkapelle, die aus den südlichen Jochen des Kreuzgangs gebildet wird, befindet sich der Reliquienschrein der heiligen Odilia, eine der Gefährtinnen der heiligen Ursula. Ein Angehöriger des Kreuzherrenordens, Johannes von Eppa, hatte die Reliquien 1287 in Köln aufgefunden. Der Fund war dermaßen spektakulär, dass Odilia neben Augustinus und Helena unter die Schutzpatrone des Ordens aufgenommen wurde. Fünf Jahre nach der Auffindung wurde ein Reliquienschrein für die Gebeine angefertigt, den die Mönche einige Jahre später mitnahmen, als sie sich in Beyenburg niederließen. Womöglich war die Förderung der Ansiedlung durch die Grafen von Berg eine gezielte Maßnahme, um an der wichtigen Handels- und Pilgerstraße ein Kultzentrum zu etablieren.

(Christoph Kühn, im Auftrag des LVR-Fachbereichs Umwelt, 2012)

Literatur

Euskirchen, Claudia; Gisbertz, Olaf; Schäfer, Ulrich (2005)
Georg Dehio - Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Nordrhein-Westfalen I, Rheinland. (Neubearbeitung durch die Dehio-Vereinigung). 1196-1197, München.
Landschaftsverband Rheinland; Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft (Hrsg.) (2014)
Jakobswege. Wege der Jakobspilger im Rheinland, Band 1: In 8 Etappen von Wuppertal über Köln nach Aachen/Belgien (5. Auflage). Köln.

Ehemaliges Kreuzherrenkloster Sankt Maria Magdalena in Beyenburg

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1485 bis 1510
Koordinate WGS84
51° 15′ 0,72″ N, 7° 18′ 3,97″ O / 51.2502°, 7.3011°
Koordinate UTM
32U 381435.04 5679019.76
Koordinate Gauss/Krüger
2590883.67 5680286.21

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„Ehemaliges Kreuzherrenkloster Sankt Maria Magdalena in Beyenburg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-47714-20120504-2 (Abgerufen: 26. Mai 2018)
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