Historisches Querbauwerk Escher Mühle bei Thorr

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Bergheim (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Rhein-Erft-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Luftbild der Escher Mühle an der Großen Erft, Bergheim (2009)

    Luftbild der Escher Mühle an der Großen Erft, Bergheim (2009)

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Das Querbauwerk der an der Großen Erft liegenden Escher Mühle (Gut Eschermühle) ist ein aus Mauerwerk errichtetes Mühlenwehr. Die Absturzhöhe des Wassers beträgt 1,20 m, die Überfallbreite 3,20 m.
Die Escher Mühle gilt mit ihrer Ersterwähnung für die Abtei Altenberg im Jahr 1166 als älteste linksrheinische Mühle des Zisterzienserordens und ist gleichzeitig eine der frühest überlieferten Lohmühlen des Rheinlandes (1459).
Der heutige Baukörper wurde nach 1860 errichtet und nach 1950 stillgelegt. Wasserrechtlich hat die in Privatbesitz befindliche und verpachtete Mühle heute nur noch Wasserentnahmerecht, aber kein Staurecht mehr. Der Denkmalschutz ist beantragt.

(Rheinisches Mühlen-Dokumentationszentrum des Mühlenverbands Rhein-Erft-Rur e.V., 2009)

Bewertung des RMDZ
Laufende Nr: ERF1200/01
QBW-ID: 526
Bezeichnung im Querbauwerkeinformationssystem QUIS: Standort WKA-2 Escher Mühle
Bau / Einrichtung: Wasser fließt über die Freiarche im 90°-Winkel zur geschlossenen Mühlenarche ab, beide Schützen fehlen dort. Ziegelmauerwerk der Wasserbauten desaströs. Das Radhaus ist noch komplett vorhanden. Kein Rad, kein Mahlwerk.
Bemerkung: Der Erftverband plant hier die streckenweise Verlegung der Großen Erft. Ob die bisherige Große Erft im Bereich der Escher Mühle weiterhin Wasserdurchfluss behält, ist in der Diskussion.
Beurteilung RMDZ: Aufgrund der Bedeutung des Standorts als älteste linksrheinische Mühle des Zisterzienserordens (1166) und eine der frühestüberlieferten Lohmühlen des Rheinlandes (1459), sowie der typologischen Bedeutung des Radhauses für den rheinischen Mühlenbau des 19. Jahrhunderts ist zu fordern, dass Radhaus und Stauanlage saniert und erhalten werden. Dazu ist erforderlich, dass der Mühlgraben (= die bisherige Große Erft) im Zuge der anstehenden wasserbaulichen Maßnahmen weiterhin mit einer Mindestwassermenge beschickt wird.

(Dr. Ralf Kreiner, Befahrung am 01.07.2008)

Literatur

Kreiner, Ralf (Bearb.) / Mühlenverband Rhein-Erft-Rur e.V. (Hrsg.) (2009)
Historische Querbauwerke der Gewässersysteme Nordrhein-Westfalens, Teil 1: Teileinzugsgebiet Rhein-Erft NRW. (Studien zur Geschichte an Rhein und Erft, hrsg. vom Kreisarchiv des Rhein-Erft-Kreises Bergheim, Band 4 / "Blaue Reihe" des MVRER, Bestandsaufnahmen 4/2009.) S. 69, Bergheim.

Historisches Querbauwerk Escher Mühle bei Thorr

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1860
Koordinate WGS84
50° 56′ 1,43″ N, 6° 39′ 1,49″ O / 50.93373°, 6.65042°
Koordinate UTM
32U 334905.3 5645084.42
Koordinate Gauss/Krüger
2545766.08 5644475.81

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„Historisches Querbauwerk Escher Mühle bei Thorr”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-3359-20101223-2 (Abgerufen: 17. August 2017)
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