Tiergartentunnel

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Archäologie
Gemeinde(n): Blankenheim (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Euskirchen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Blankenheim. Tiergartentunnel (2011)

    Blankenheim. Tiergartentunnel (2011)

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  • Archäologietour2011 Nordeifel-Tiergartentunnel

    Archäologietour2011 Nordeifel-Tiergartentunnel

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Graf Dietrich III. von Manderscheid ließ 1468/69 eine technisch aufwändige Wasserleitung von der einen Kilometer entfernten „Alten Quelle“ zur Burg bauen. Dieses Technikbauwerk macht Burg Blankenheim einzigartig in der Burgenlandschaft.

Da der Höhenunterschied zwischen Quelle und Burg relativ gering war, musste für die Wasserleitung eine möglichst kurze Trasse ausgebaut werden. Dies erforderte einen technisch komplexen Leitungsbau. Eine Druckleitung transportierte das Wasser von der „Alten Quelle“ durch ein 13 Meter tief eingeschnittenes Tal. Dieser Leitungsabschnitt funktionierte nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren. An die Druckleitung schloss ein rund 80 Meter langer Zulaufgraben an, der in den so genannten Tiergartentunnel mündete. Dieser führte auf einer Strecke von rund 150 Metern durch den Bergsporn, der Quelle und Burg voneinander trennt. Zulaufgraben und Tunnel hatten ein durchschnittliches Gefälle von 1,56 Prozent.

Tiergartentunnel
Der Bau dieses Tunnels erfolgte in sechs Abschnitten von den beiden Tunnelmundlöchern und fünf zwischen ihnen liegenden Bauschächten aus (so genannte Qanatbauweise). Die Schächte IV und V mit Tiefen von 15 Metern und 7 Metern wurden nach der archäologischen Untersuchung wieder aufgemauert. Das Wasser lief einst durch eine Holzrohrleitung auf der Sohle des Tunnels. Das südliche Tunnelmundloch wurde rekonstruiert und dient heute als Zugang zum Tunnel.

Wasserbehälter
Im Anschluss an die Tunnelstrecke mündete die Wasserleitung in einem geräumigen Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 80 Kubikmetern. Er stammt vermutlich aus der Barockzeit und diente als Wasserzwischenspeicher, um neben der Versorgung der Burg mit Trinkwasser auch den Betrieb einer Fontaine in der ehemaligen Gartenanlage der Burg zu ermöglichen. Zwischen diesem so genannten Wasserhäuschen und einem Wasserbehälter im Burghof verlief vermutlich eine ebenfalls aus Holzrohren bestehende Leitung.

Der Tiergartentunnel ist eingetragenes Bodendenkmal (LVR-ABR EU 215).

Der Tiergartentunnel in Blankenheim war Station der Archäologietour Nordeifel 2011 (nähere Informationen hierzu im Führungsblatt in der Medienleiste) und damit auch KuLaDig-Objekt des Monats im Oktober 2011. Die Wasserleitung der Burg Blankenheim wird durch den Tiergartentunnel-Wanderweg erschlossen. Sie ist Bodendenkmal der ArchaeoRegion Nordeifel (Nr. 27).

(LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, 2013)

Internet
www.tiergartentunnel.de/ (Abgerufen: 8.4.2013)
de.wikipedia.org: Tiergartentunnel (Blankenheim) (Abgerufen: 8.4.2013)

Tiergartentunnel

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Archäologie
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archäologische Prospektion
Historischer Zeitraum
Beginn 1468 bis 1469
Koordinate WGS84
50° 26′ 33,64″ N, 6° 38′ 59,67″ O / 50.44268°, 6.64991°
Koordinate UTM
32U 333136.11 5590490.69
Koordinate Gauss/Krüger
2546210.25 5589850.87

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Tiergartentunnel”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-14237-20110805-7 (Abgerufen: 19. Oktober 2017)
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