Wasserturm in Rösberg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Bornheim (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 45′ 55″ N: 6° 54′ 45,9″ O / 50,76528°N: 6,91275°O
Koordinate UTM 32.352.807,18 m: 5.625.800,49 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.564.438,72 m: 5.625.932,30 m
  • Wasserturm in Rösberg (2014)

    Wasserturm in Rösberg (2014)

    Copyright-Hinweis:
    Nicole Schmitz / Landschaftsverband Rheinland
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Geschichte
Der Rösberger Wasserturm wurde am höchsten Punkt Rösbergs auf der Hauptterrasse der Ville 1919 von den Briten errichtet und versorgte bis in die 1970er Jahre die Rösberger Bevölkerung mit Frischwasser (General Anzeiger 2013, Welt am Sonntag 2006).
Anfang der 1990er Jahre gelangte der Wasserturm in Privatbesitz, wurde saniert und zu Wohnzwecken umgebaut.

Heutiger Zustand und kulturhistorische Bedeutung
Der Schaft des Wasserturmes wurde aus Feldbrandziegeln auf einem runden Sockel errichtet und ist kegelförmig. Der Schaft ist umschlossen von Wandvorlagen, die sich nach oben verbreitern und arkadenförmig sind. Sie stützen die Last des auflagernden Wasserbehälters, der nach dem Intzeprinzip konstruiert und von einem achteckigen und teilweise verschieferten Gebäudeteil umschlossen ist. Das verschieferte Zeltdach ziert eine Wetterfahne.

Heute sind in dem markanten Gebäude zwei Wohnungen untergebracht. Die obere Wohnung ist über eine außenliegende Wendeltreppe mit 100 Stufen erschlossen, die dreißig Höhenmeter überwinden (Welt am Sonntag 2006). Eine weitere Besonderheit der oberen Wohnung ist, dass der 100.000 Liter fassende ehemalige Wassertank aufgrund des seit 1986 bestehenden Denkmalschutzes in das Wohnkonzept integriert werden musste (Naturpark Rheinland).

Die Unterschutzstellung als Industriedenkmal sowie seine kulturhistorische Bedeutung sind begründet mit seiner einmaligen Bauweise in Deutschland und seiner Technik (Intze-Behälter) (Naturpark Rheinland). Zudem entfaltet der Wasserturm aufgrund seines Standortes am Westrand Rösbergs mit angrenzender freier Feldflur eine Wirkung als Landmarke, die sicherlich auch identitätsstiftend für die Ortsbevölkerung ist.

Hinweise
Das Objekt „Wasserturm in Rösberg“ ist ein eingetragenes Baudenkmal (Denkmalliste der Stadt Bornheim, laufende Nummer 17, de.wikipedia.org, Liste der Baudenkmäler in Bornheim) und wertgebendes Merkmal des historischen Kulturlandschaftsbereiches Wasserturm in Rösberg (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 206).

(Nicole Schmitz, LVR-Abteilung Landschaftliche Kulturpflege, 2015)

Internet
www.naturpark-rheinland.de: Rösberger Wasserturm (abgerufen 30.10.2015)
www.welt.de: Eine runde Sache zum Wohnen (Welt am Sonntag vom 30.04.2006, abgerufen 30.10.2015)
www.general-anzeiger-bonn.de: Unterwegs in Rösberg, „Wir wohnen einfach herrlich hier“ (Bonner General Anzeiger vom 03.05.2013, abgerufen 30.10.2015)
de.wikipedia.org: Liste der Baudenkmäler in Bornheim (abgerufen 09.11.2015)

Wasserturm in Rösberg

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Theisenkreuzweg 3
Ort
53332 Bornheim - Rösberg
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1919

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Wasserturm in Rösberg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-136471-20150818-17 (Abgerufen: 25. Januar 2022)
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