Villa Pauli mit Park in Königsdorf

so genanntes „Schlösschen“ , Sankt Elisabeth-Heim

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Frechen
Kreis(e): Rhein-Erft-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 56′ 20,09″ N: 6° 45′ 32,74″ O 50,93891°N: 6,75909°O
Koordinate UTM 32.342.558,35 m: 5.645.423,13 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.553.399,82 m: 5.645.125,44 m
  • Villa Pauli mit altem Baumbestand (2014)

    Villa Pauli mit altem Baumbestand (2014)

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  • Nördlicher Parkbereich mit Villa Pauli (2014)

    Nördlicher Parkbereich mit Villa Pauli (2014)

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  • Parktor der Villa Pauli an der Sebastianusstraße in Königsdorf (2014)

    Parktor der Villa Pauli an der Sebastianusstraße in Königsdorf (2014)

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Nach zweijähriger Bauzeit konnten die Gebrüder Fritz und Carl Pauli 1875 ihre auf dem Villerücken, zwischen Klein- und Groß-Königsdorf errichtete Villa beziehen. Da der Waldbestand des umgebenden Parkes anfangs noch niedrig war, entfaltete das im Volksmund genannte „Schlösschen“ eine Fernwirkung, die auch noch in Köln wahrgenommen wurde.

Die Posthalterfamilie Pauli
Geschichte der Villa Pauli
Beschreibung der Villa und des späteren Seniorenstiftes St. Elisabeth
Der Park und seine Kleinode
Kulturhistorische Bedeutung
Hinweise, Quellen und Internet

Die Posthalterfamilie Pauli
Die in Köln geborenen Brüder Johann Baptist Franz Carl (1830-1905) und Friedrich Wilhelm (Fritz) Pauli (1832-1898) gehörten der Posthalterfamilie Pauli an, die im Köln-Bonner-Raum seit 1729 in Diensten der Fürsten von Thurn und Taxis das Postwesen innehatten und den Titel „Postmeister“ führten (Weingarten 2011, S. 516). „Es heißt, dass die Paulis, verteilt auf die verschiedenen Poststationen, bis zu 800 Pferde besaßen.“ (Weingarten 2011, S. 516). Ab 1867 übernahm der preußische Staat die Postrechte von Thurn und Taxis; die Brüder Pauli hatten keine Bezüge zum Posthaltergeschäft mehr (Stelkens 2025, S. 42).
Zum Großbürgertum gehörend, arbeitete Fritz Pauli als Jurist und Politiker, während Carl Zentrumsabgeordneter im Preußischen Landtag war (Stelkens 2025, S. 44).

Fritz und Carl Pauli waren wohltätige Menschen, die sich in der Armenfürsorge (tägliche Armenspeisung) engagierten und beispielsweise auch die Quellen des Klingelpützes im Königsdorfer WaldKönigsdorfer Wald fassen ließen, „um den Frauen des Dorfes eine Möglichkeit um Wäschewaschen zu geben“ (Stelkens 2025, S. 57). Zudem förderten sie auch den Bau der neuen Magdalena-Kapelle 1892 sowie den Bau der Sebastianus-Kirche in Königsdorf (1877-1879) (Weingarten 2011, S. 516).
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Geschichte der Villa Pauli
Die Brüder wurden entweder Eigentümer oder Pächter des ehemaligen Benediktinerinnenklosters Königsdorf und ließen zwischen 1783 und 1785 in einem Teil des nördlich angrenzenden Klosterwaldes eine Villa mit einem Park im Stil eines englischen Landschaftsgartens errichten (Stelkens 2025, S. 45ff). Auf dem Gelände wurden Pferde gehalten, um die sich Jakob Pannes, ein Freund der Brüder kümmerte: „(…) es ging wohl weniger um eine Pferdezucht, als dass ‚wilde' Pferde aus Ungarn eingeführt, eingeritten oder eingefahren wurden. Sie wurden verkauft und dienten daher wohl mehr als nur dem feudalen Zeitvertreib als Pferdesport“ (Stelkens 2025, S. 50). Es wurden aber auch „Feste und Jagdgesellschaften (…) für den benachbarten Landadel und die Königsdorfer Gesellschaft gefeiert“ (Stelkens 2025, S. 49).
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Das Anwesen blieb bis zum 13.11.1919 im Besitz der Familie Pauli (Stelkens 2025, S. 64). Mangels Erben wurde der Landsitz an die Armen-Schwestern vom heiligen Franziskus ('Schervier-Schwestern') verkauft. Diese richteten hier das Sankt-Elisabeth-Heim zur Pflege Armer und Kranker des Ortes ein, welches am 30.04.1920 eingeweiht wurde (Weingarten 2011, S. 519 und Stelkens 2025, S. 2). „Der Kauf erfolgte auf Drängen des Kölner Kardinals Karl Joseph Schulte (…). Er verlangte von dem Orden ein Erholungsheim für die Schwestern, deren durchschnittliche Lebenserwartung aufgrund des selbstausbeutenden Einsatzes in Lazaretten und Krankenhäusern nur um die 35 Jahre betrugt (…)“ (Stelkens 2025, S. 2). Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden hier zahlreiche Flüchtlinge, vorwiegend ältere Menschen aus Pommern, Schlesien und Ostpreußen eine Unterkunft; eine Entwicklung, die den Betrieb der Villa Pauli in Richtung Altenheim lenkte (St. Elisabeth Seniorenzentrum).
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Beschreibung der Villa und des späteren Seniorenstiftes St. Elisabeth
Die Villa ist von einem Landschaftspark und einer Einfriedungsmauer umgeben und wurde bewusst auf einem Geländevorsprung des Villerückens angelegt (Stelkens 2025, S. 78). Sie steht im nördlichen Bereich des Anwesens, nach Süden hin öffnete sich der englische Landschaftsgarten.
Die Hauptfront des dreigeschossigen, verputzten und ein flaches Walmdach tragenden Villengebäudes zeigt nach Süden hin. Im Erdgeschoss befinden sich drei rundbogige Eingänge, die beidseits durch einen Risalit betont werden.
Ursprünglich gehörte auch ein Turm zum Gebäude, daher rührte auch die Königsdorfer Bezeichnung „Schlösschen“. Aufgrund von Kriegszerstörung mussten das Mezzaningeschoss (Mansarddach) im zweiten Obergeschoss sowie der Turm abgebrochen werden; es wurde durch ein drittes Geschoss mit veränderter Dachform ersetzt (Stelkens 2025, S. 52).
Laut einem Grundriss von 1871 gehörten zur ursprünglichen Villa eine Waschküche, eine Kutscherwohnung, eine Remise und Pferdeställe, sowie ein Vogelhaus (Stelkens 2025, S. 50f). Das Gebäude verfügt bis heute über eine repräsentative Innenausstattung, insbesondere in Form von Deckenschmuck im Erdgeschoss und Treppenhaus (Stelkens 2025, S. 6).
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Die originalen Abschnitte der Einfriedungsmauer wurden wie die Villa und das Westportal aus selbstgefertigten Ziegeln errichtet“ (Stelkens 2025, S. 14), die neben ihrer Entnahmestelle gegenüber des Westportals in einem Ziegelofen gebrannt wurden (Stelkens 2025, S. 60 in Berufung auf Niemann). Stelkens nimmt an, dass die „Kolonnen der Arbeitsanstalt Brauweiler“ nicht nur im Park gearbeitet haben, sondern „auch beim Bau der Villa und der Einfriedungsmauer um den Park eingesetzt worden sind“ (Stelkens 2025, S. 60).

Nach 1919 erfolgten am Gebäude Umbauten und Veränderungen durch die Schervier-Schwestern:

  • 1926 Errichtung eines Anbaus an der Ostseite der Villa auf Anraten des Kardinal Schule anstelle einer bereits vorhandenen Veranda (Stelkens 2025, S. 54);
  • 1927/1928 Errichtung einer Klosterkapelle anstelle der Waschküche und Kutscherwohnung als eigenständiger dreigeschossiger Bau, der durch einen Zwischentrakt mit der Villa verbunden wurde (Stelkens 2025, S. 52), mehrfache Umgestaltung der Kapelle (Stelkens 2025, S. 28);
  • 1952 Errichtung eines Noviziats und Verlegung der Provinzialleitung des Ordens von Köln nach Königsdorf (Stelkens 2025, S. 54);
  • 1962/63 Errichtung eines Alten- und Pflegeheims für 110 Menschen (Weingarten 2011, S. 522);
  • 1975-1980 Errichtung Rehabilitationszentrum, Cafeteria und Wohnheim (Weingarten 2011, S. 519, Stelkens 2025, S. 55). Weitere Modernisierungen und Erweiterungen folgten 2003 und 2005 (Weingarten 2011, S. 522).
Heutige Eigentümerin ist die Franziska Schervier Altenhilfe gGmbH.
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Der Park und seine Kleinode
Das gesamte Anwesen Pauli wurde in den ursprünglichen Klosterwald des Benediktinerinnenklosters „hineingeplant“. Es ist davon auszugehen, dass der 18 Hektar umfassende Landschaftspark unter Nutzung von Teilen des historischen Waldbestandes mit bereits hochgewachsenen Gehölzen angelegt wurde. Fritz Pauli plante ihn selbst, vielleicht angeregt durch andere Landschaftsgärten im Umfeld als Vorbild (Stelkens 2025, S. 77).

Ursprünglich verlief durch das umgestaltete Waldstück eine alte Wegeverbindung vom Kloster über Kleinkönigsdorf nach Brauweiler: Es handelte sich um den Schaffott-Weg zum Galgen beziehungsweise den Pilgerweg zur Kreuzigungsgruppe an der Immunitätsmauer des Klosters (Stelkens 2025, S. 46). Daher war der Bau der Villa mit der Auflage verbunden, eine neue Wegeverbindung herzustellen: die heutige Sebastianusstraße (Stelkens 2025, S. 47). Von dieser aus erfolgte zunächst auch der Hauptzugang zum Anwesen durch ein repräsentativ gestaltetes Westportal (Waldtor). Seine Eckpfeiler zieren Kartuschen mit den Initialen der Erbauer (links „C+F“) sowie rechts dem Emblem der Armen Schwestern vom heiligen Franziskus (Stelkens 2025, S. 28).
Von Osten wird der Park durch die Dechant-Hansen-Allee erschlossen, einst ein baumbestandener Privatweg der Paulis. Er löste den Westzugang als Hauptzuwegung spätestens zu Zeiten Joseph Paulis ab und erhielt ein Pförtnerhaus (Stelkens 2025, S. 84f). Gleichzeitig markieren laut Stelkens dieses Westportal zusammen mit der Dechant-Hansen-Allee den Trassenverlauf der Via Belgica, die den Park quert (2014, S. 1). Im Norden führte das sogenannte Kapellentor zur Kapelle Sankt Magdalena und zur Familiengrabstätte (Stelkens 2025, S. 84f). Insgesamt ist die Einfriedungsmauer erhalten, wenn auch an einigen eingestürzten Stellen durch Gitter ersetzt und enthält neben den Hauptzufahrten noch weitere Öffnungen, wie beispielsweise eine „Jagdtür“ oder als Teil des Westportals eine sogenannte Schlupfforte (Stelkens 2025, S. 9, 11, 96). Auch das den Park erschließende Wegesystem ist in seiner ursprünglichen Form bis heue nachvollziehbar (Stelkens 2025, S. 20).
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Der eher naturnahe, sehr wahrscheinlich auf den alten Klosterwaldbestand zurückgehende südliche Parkteil besteht überwiegend aus einem Buchen-Altwald, teilweise Perlgras-Buchenwald mit für die Avifauna wichtigen Höhlenbäumen. Dagegen befinden sich im gestalteten zentralen Parkbereich überwiegend exotische Altbaumexemplare (Schutzwürdige Biotope NRW).
Die anderen ehemaligen Klosterwaldflächen wurden in Freiflächen, Nutzgärten für Obst und Gemüse sowie Aussichtsplattformen umgewandelt. Stelkens vermutet eine ehemalige Reitbahn südwestlich der Villa (Stelkens 2025, s. 82); vielleicht gab es auch einen Teich mit Insel (Stelkens 2025, S. 82).

Das Parkgelände, das in den letzten Jahrzehnten zunehmend verwilderte, machten die Schervier-Schwestern für die Öffentlichkeit zugänglich (Stelkens 2025, S. 11).
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Folgende Kleinode können hier entdeckt werden:
Kardinal-Schulte-Pavillon
Bei dem Kardinal-Schulte-Pavillon südwestlich der Villa handelt es sich um einen hölzernen Gartenpavillon auf polygonalem Grundriss, den Kardinal Karl Joseph Schulte (1871-1941) im Jahr 1924 als Geschenk erhalten hatte (Weingarten 2011, S. 522) und 1925 im Park der Villa Pauli aufstellen ließ, nahe der Kreuzwegstation 5. Er suchte den Pavillon einmal im Monat auf. Nach seinem Tod 1941 schenkte seine Nichte den Pavillon dem Kloster als Andenken; die Schwestern ließen ihn an seinen heutigen Standort versetzen (Stelkens 2025, S. 108). Da der Gartenpavillon „zu den wenigen noch erhaltenen Gartenhäusern aus dem Rheinland“ zählt, steht er unter Denkmalschutz (Weingarten 2011, S. 522).
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Pankratiusstein
Neben dem Gartenpavillon steht der Pankratiusstein, der an Pankraz Track aus Glessen erinnern soll. Pankratius Track wurde während seiner Arbeit „auf der gefährlichen Baustelle des Eisenbahntunnels zwischen Königsdorf und Horrem zwischen 1837 und 1841“ (Stelkens 2025, S. 58) zum Invaliden und erbettelte sich von da an 36 Jahre lang, auf besagtem Stein vor dem Kloster Königsdorf sitzend, seinen Lebensunterhalt. Die Gebrüder Pauli, die zu dieser Zeit noch den Klosterhof bewohnten, spendeten ihm jeden Tag ein Essen (Heeg 2011, S. 130f). Auf dem Stein formte sich vom Sitzen über all die Jahre eine Mulde. Später wurde der Stein in den Park übernommen (siehe Stelkens 2025, S. 58f).
Der Pankratiusstein trägt auf der Muldenseite das Konterfei des Verstorbenen, auf der anderen Seite ist seine Lebensgeschichte eingemeißelt (Heeg 2011, S. 130f). Den Stein ließen die Schervier-Schwestern nach dem Zweiten Weltkrieg restaurieren (Stelkens 2025, S. 59).
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Schwesternfriedhöfe und Friedhofskapelle
In den Jahren 1934 und 1975 wurden zwei Gemüsegärten für die Anlage von eigenen Schwesternfriedhöfen auf dem Gelände anstelle des kommunalen Friedhofes umgenutzt. Der Tod der Ordensschwester Gudelia im Jahr 1933, die zunächst auf dem kommunalen Friedhof beerdigt wurde, war Anlass für die Anlage des „Alten Schwesternfriedhofes“ an der Umfassungsmauer südlich der Ostzufahrt. Schwester Gudelia konnte umgebettet werden. Die Anlage war von einem Zaun mit Kruzifix umgeben. 1976 erhielt der Friedhof eine von Ludwig Kübler gestaltete Rückwand aus Beton zur Einfriedungsmauer hin, an der der Zaun, das Kruzifix sowie Gedenktafeln mit den Namen der verstorbenen Schwestern angebracht sind. Anstelle der Grabanlagen ist hier heute eine Wiesenfläche. Am Alten Schwesternfriedhof befindet sich der Grabstein eines am 03.05.1945 im Park umgekommenen Wehrmachtssoldaten (Stelkens 2025, S. 87ff).
Anfang der 1970er Jahre zeichnete sich ab, dass der Alte Schwesternfriedhof bald vollständig belegt sein würde. Daher wurde 1975 der Neue Schwesternfriedhof mit einer Friedhofskapelle (Betonkonstruktion auf Glassockel; Architekt Ludwig Kübler, Köln) auf einer ursprünglich als Gemüsebeet und später als Kartoffelacker genutzten Fläche angelegt (Stelkens 2025, S. 92ff).
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Kreuzweg
Im südlichen Teil des Parkes befindet sich ein Kreuzweg mit 14 Stationen aus Grauwacke, dessen genaue Entstehungszeit und Urheber bisher unbekannt sind. Stelkens vermutet eine Anlage in der Zeit bis 1925, da Kardinal Schulte als ursprünglichen Standort für seinen Pavillon einen in der Nähe von Station 5 ausgesucht hatte. Eine 15. Station kam im Jahr 2000 hinzu (Stelkens 2025, S. 103).
Auf dem Parkareal befinden sich noch weitere Bildstöcke.

Grabstein des Fritz Pauli
2016 wurde der Grabstein des 1898 verstorbenen Fritz Pauli im Park wiedergefunden. Er war Bestandteil einer kleinen gestalteten Anlage und ursprünglich bekrönt von einer Madonna mit Jesuskind. Ursprünglich stand er auf der ersten Grabstätte des Fritz Pauli auf dem Kleinkönigsdorfer Friedhof. 1901 wurde eine neue Grabanlage für die Familie Pauli geschaffen, in die Fritz Pauli umgebettet wurde. Der nun nicht mehr gebrauchte erste Grabstein wurde in den Park der Villa Pauli verbracht (Stelkens 2025, S. 111ff).
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Kulturhistorische Bedeutung
Die großbürgerliche Villa Pauli hat für die Königsdorfer Bevölkerung aufgrund ihrer Geschichte und ihrer Bewohner:innen einen sehr hohen Identifikationswert. Ihre Erbauer prägten auch durch die finanzielle Unterstützung wesentlicher Königsdorfer Bauten (Magdalena-Kapelle und Sebastianus-Kirche) den Ort und im Sinne der damals praktizierten Fürsorge für die Bevölkerung wird innerhalb des Gebäudes bis heute durch Franziskanerinnen kontinuierlich der Fürsorgegedanke ausgeübt. Somit kommt der Villa Pauli vor allem als Erinnerungsort, Ort der Erholung und Identitätsstiftung eine hohe kulturhistorische Bedeutung zu. Die Villa ist samt Einfriedungsmauer mit Westportal, Parkanlage und Pankratiusstein als Denkmal geschützt.
Hohes bürgerschaftliches Engagement führte in den Jahren 2014 und 2019 zur Unterschutzstellung des Westportals und der Parkanlage als Denkmal. Die „Bürgerinitiative Park Villa Pauli“ setzte sich aktiv für den Erhalt und die Pflege des Parkes ein, in dem das historische Anlagekonzept noch ablesbar ist, und erreichte durch Spenden die dringend nötige Sanierung des Westportals (Kölner Stadtanzeiger vom 29.05.2024 und Stelkens 2025). Umfassende Dokumentationen zur Geschichte der Villa mit Parkanlage samt Fotos und Anlagen können im Frechener Stadtarchiv eingesehen werden (Stelkens 2025).
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Hinweise, Quellen und Internet

Hinweis
Das Objekt „Villa Pauli“ ist samt Einfriedungsmauer mit Westportal, Parkanlage und Pankratiusstein ein eingetragenes Baudenkmal (Denkmalliste der Stadt Frechen, laufende Nummer A 144), ebenso der Gartenpavillon „Villa Pauli“ (Denkmalliste der Stadt Frechen, laufende Nummer A 157) (de.wikipedia.org, List der Baudenkmäler in Frechen).

(Nicole Schmitz, LVR-Abteilung Landschaftliche Kulturpflege, 2015, umfassende Ergänzungen 2026)

Quelle
Eingang sieht wieder einladend aus. Historische Einfahrt in den englischen Park in Frechen wurde saniert - Helfer brauchen dringend Unterstützung (Text Wolfgang Mrziglod, Kölner Stadtanzeiger vom 29.05.2024).

Internet
www.schervier-altenhilfe.de: St. Elisabeth Seniorenzentrum, Geschichte (abgerufen am 17.09.2015, Inhalt nicht mehr verfügbar 17.07.2025) de.wikipedia.org: Liste der Baudenkmäler in Frechen (abgerufen am 17.09.2015) https://bk.naturschutzinformationen.nrw.de/bk/de/karten/bk: Schutzwürdige Biotope NRW, Park von Kloster Villa Pauli (Biotopkataster BK-5006-029) (abgerufen am 07.12.2015, Inhalt nicht mehr verfügbar 17.07.2025, Link aktualisiert am 11.09.2011)
de.wikipedia.org: Liste der Baudenkmäler in Frechen (abgerufen am 11.09.2026)
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Literatur

Heeg, Egon (2011)
Der Pankratiusstein. In: Heeg, Egon; Kurth, Axel u. Schreiner, Peter (Hrsg.): Königsdorf im Rheinland. Beiträge zu seiner Geschichte, S. 130-131. Pulheim.
Stelkens, Paul (2014)
Das Westportal zur Pauli-Villa - ein Kleinod des 19. Jahrhunderts. In: Königsdörfchen. Informationsblatt der Dorfgemeinschaft St. Magdalena 1948 Kleinkönigsdorf e.V. Ausgabe 37, April 2014, S. 1-2. Königsdorf.
Stelkens, Paul / Stadtarchiv Frechen (Hrsg.) (2025)
Die Königsdorfer Großbürger Carl und Fritz Pauli. Ihr Schlösschen. Ihr Park. Und die Armen-Schwestern vom heiligen Franziskus. Eine denkmalrechtliche und zeitgeschichtliche Betrachtung. Band I. In: Ausgabe für das Stadtarchiv Frechen, Frechen. Online verfügbar: Download über die Webseite des Stadtarchivs Frechen
Weingarten, Helmut (2011)
Die Villa Pauli - Das St. Elisabeth-Heim. In: Heeg, Egon; Kurth, Axel u. Schreiner, Peter (Hrsg.): Königsdorf im Rheinland. Beiträge zu seiner Geschichte, S. 516-522. Pulheim.

Villa Pauli mit Park in Königsdorf

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Dechant-Hansen-Allee
Ort
50226 Frechen - Königsdorf
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1873 bis 1875

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Nicole Schmitz (2015): „Villa Pauli mit Park in Königsdorf”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-135809-20150817-2 (Abgerufen: 14. September 2026)
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