Limeswachtturmstelle Wp 3/8 bei Hohenstein-Steckenroth

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Archäologie, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Hohenstein (Hessen)
Kreis(e): Rheingau-Taunus-Kreis
Bundesland: Hessen
  • Messbild der Geomagnetik im Bereich der Limes-Wachtturmstelle 3/8 bei Hohenstein-Steckenroth im Rheingau-Taunus-Kreis (2003)

    Messbild der Geomagnetik im Bereich der Limes-Wachtturmstelle 3/8 bei Hohenstein-Steckenroth im Rheingau-Taunus-Kreis (2003)

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Am Limesrundweg Georgenthal liegt der im Jahr 2003 bei geophysikalischen Messungen lokalisierte Wachtposten Wp 3/8. Die Reichs-Limeskommission vermutete hier je einen Holz- und Steinturm. Die mit Hilfe moderner Technik durchgeführte Erkundung ergab ein anderes Bild: Die Turmstelle bestand aus zwei Holztürmen, deren Überreste sich als flache Hügel abzeichnen. Der jüngere Steinturm ist dagegen nicht sichtbar. Die Existenz von drei Türmen an dieser Stelle zeigt, dass hier ältere und jüngere Limeslinie wieder zusammentrafen.

Die Wachturmstelle 3/8
Auf dem nördlichen Hügel führte bereits die Reichs-Limeskommission Untersuchungen durch, ohne konkret die Lage des Holzturms selbst oder einen umlaufenden Graben nachweisen zu können. Die geophysikalische Prospektion 2003 ergab Hinweise auf einen weiteren Holzturm und die Lage des Steinturms, ohne dass daraus Maße der Türme oder anderen Angaben ablesbar waren.

Anfahrt
Die Zufahrt zur mitten im Wald gelegenen Turmstelle ist nicht möglich. Man stellt das Auto am günstigsten an der Kreuzung der beiden Landesstraßen L 3032 (Taunusstein-Wingsbach nach Hohenstein-Strinz Margarethä bzw. zum Hofgut Georgenthal) und L 3373 (von Hohenstein-Breithardt bzw. -Steckenroth) auf dem dortigen Parkplatz ab und läuft entlang der historischen Eisenstraße Richtung Westen etwa 1,20 Kilometer auf dem Limeswanderweg bis zur Turmstelle. Die Turmstelle ist Teil des Limesrundweges Georgenthal, der vom Hofgut Georgenthal aus startet.

(Thomas Becker, hessenARCHÄOLOGIE, 2015)

Internet
limes-in-hohenstein.de: Informationen über den Limes-Rundweg Georgenthal (abgerufen 19.08.2015)

Literatur

Fabricius, Ernst (1936)
Die Limesanlagen im Taunus von der Aar bis zum Köpperner Tal bei der Saalburg. In: Der obergermanisch-raetische Limes des Römerreiches, Abt. A, Bd. II, S. 56-57 mit Taf. 3.5, Berlin/Leipzig.
Schallmayer, Egon (2008)
Geophysikalische Prospektion am Limes in Hessen. In: Neue Forschungen am Limes. Beiträge zum Welterbe Limes 3, S. 64-66 mit Abb. 10-14, Bad Homburg.

Limeswachtturmstelle Wp 3/8 bei Hohenstein-Steckenroth

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kulturdenkmal gem. § 9 DSchG Hessen
Fachsicht(en)
Archäologie, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
Keine Angabe
Erfassungsmethode
Archäologische Grabung, Archäologische Prospektion
Historischer Zeitraum
Beginn 100, Ende 260
Koordinate WGS84
50° 10′ 45,98″ N, 8° 08′ 28,4″ O / 50.17944°, 8.14122°
Koordinate UTM
32U 438683.64 5558934.73
Koordinate Gauss/Krüger
3438734.07 5560718.92

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„Limeswachtturmstelle Wp 3/8 bei Hohenstein-Steckenroth”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-135184-20150813-21 (Abgerufen: 23. Februar 2018)
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