Wegerelikte auf den Gerresheimer Höhen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Düsseldorf, Erkrath
Kreis(e): Düsseldorf, Mettmann
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Hohlweg auf den Gerresheimer Höhen (2015)

    Hohlweg auf den Gerresheimer Höhen (2015)

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  • Gerresheim auf der Karte von Tranchot

    Gerresheim auf der Karte von Tranchot

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  • Fundbericht zu den Wegerelikten auf den Gerresheimer Höhen (PDF-Datei, 5,6 MB, 2015).

    Fundbericht zu den Wegerelikten auf den Gerresheimer Höhen (PDF-Datei, 5,6 MB, 2015).

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  • Heute noch genutzter Hohlweg auf den Gerresheimer Höhen (2015)

    Heute noch genutzter Hohlweg auf den Gerresheimer Höhen (2015)

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  • Wegerelikt/Hohlweg auf den Gerresheimer Höhen (2015)

    Wegerelikt/Hohlweg auf den Gerresheimer Höhen (2015)

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Die Gerresheimer Höhen liegen östlich von Gerresheim. Hier befindet sich der Übergang von der Mittel- zur Hochterrasse der Niederrheinischen Bucht. Der historische Ortskern von Gerresheim liegt auf circa 64 Metern über Normalnull. Die östlich folgenden „Gerresheimer Höhen“ auf 114 Metern über Normalnull. Dieser Höhenrücken wird im Osten durch das Rotthäuser Bachtal eingeschnitten, und fällt im Süden zu den Düsselauen der nördlichen Düssel auf eine Höhe von 50 Metern über Normalnull ab.
Der Mauspfad soll über die Gerresheimer Höhen führen: Banniza (1990) beschreibt ausführlich den Wegeverlaufes dieses historischen Fernweges, der von Siegburg nach Düsseldorf verlief. Typisch für historische Fernwege ist, dass sie feuchte Niederterrassen und Auen meiden. Die Wegetrassen verlaufen, soweit es die Topographie zulässt, auf Höhenrücken, oder zumindest auf der Mittelterrasse.
Hier durchquert der Mauspfad bei Haus Morp die Düsselaue und steigt dann auf direktem Weg zu den Gerresheimer Höhen auf. Das Hohlwegebündel südlich des Gerresheimer Friedhofes stellt also einen Teilabschnitt dieses historischen Fernweges dar. Alle anderen aufgefunden Hohlwegrelikte führen auf diesen Höhenweg, den heutigen „Rotthäuser Weg“, was auch auf seine überregionale Bedeutung schließen lässt.
Es wurden Hohlwegrelikte vom Mauspfad zu den Höfen Schäpershof, Hof Großreutersberg und nach Gerresheim aufgefunden.
Die Höfe Schäpershof und Großreutersberg werden schon Ende des 15. Jahrhunderts schriftlich erwähnt (vgl. Buschmann-Höltgen, S.145ff). Ihre Lage stimmt mit der Siedellage früher fränkischer Rodungen überein: die Ökotopengrenzlage. Es wurde am halben Hang gesiedelt. Nicht direkt im feuchten Fluß- oder Bachtal, nicht direkt auf den fruchtbaren Höhenrücken mit den Lößböden, sondern am Hang zwischen diesen Ökotopen, meist in der Nähe einer Quelle.
Dieses Indiz und die frühe Entstehung von Gerresheim, erste schriftliche Zeugnisse gibt es aus dem 9. Jahrhundert (vgl. Buschmann-Höltgen, S.7ff), lassen auf eine Siedlungserschließung der Gerresheimer Höhen um das 6./7. Jahrhundert herum vermuten (vgl. Dittmaier 1956).

Weitere Informationen finden sich in der PDF-Datei in der Mediengalerie.

(Silke Junick, Biologische Station Haus Bürgel, Juli 2015)

Literatur

Banniza, Hermann (1990)
Der Mauspfad mit seinen alten Siedlungsplätzen. In: Journal 10, Jahrbuch des Kreises Mettmann, S. 76-79. Mettmann.
Buschmann-Höltgen, Ingrid (1985)
Höfe und Familien im Kirchspiel Gerresheim vor 1805. Ratingen.
Dittmaier, Heinrich (1956)
Siedlungsnamen und Siedlungsgeschichte des Bergischen Landes. In: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins 74, Neustadt a. d. Aisch.
Eggerath, Hanna; Boller, Thomas; Schulenberg, Gaby und Peter (2007)
Der “Gallberg“ in Düsseldorf- Ludenberg als Richtplatz von Gerresheim. (Düsseldorfer Jahrbuch: Beiträge zur Geschichte des Niederrheins, 77. Band.) S. S.283-290. Düsseldorf.
Stadt-Sparkasse (Hrsg.) (1986)
Gerresheim und seine Basilika. Festschrift zum 750jährigen Bestehen der Gerresheimer Stiftskirche. Düsseldorf.
Weidenhaupt, Hugo (1971)
Gerresheim 870-1970. In: Beiträge zur Orts-und Kunstgeschichte, o. O.

Wegerelikte auf den Gerresheimer Höhen

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
Keine Angabe
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Geländebegehung/-kartierung
Koordinate WGS84
51° 14′ 24,01″ N, 6° 52′ 18,17″ O / 51.24°, 6.87171°
Koordinate UTM
32U 351438.21 5678666.66
Koordinate Gauss/Krüger
2560918.92 5678708.08

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„Wegerelikte auf den Gerresheimer Höhen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-134260-20150806-3 (Abgerufen: 18. November 2018)
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