Hohlwegbündel des Hölenderweges zwischen Ratingen und Eggerscheidt

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Ratingen
Kreis(e): Mettmann
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Ehemalige Fahrrinne des Hohlwegbündels am Hölenderberg in Ratingen-Eggerscheidt (2015). Die steilen Hänge sind gut zu erkennen.

    Ehemalige Fahrrinne des Hohlwegbündels am Hölenderberg in Ratingen-Eggerscheidt (2015). Die steilen Hänge sind gut zu erkennen.

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  • Karte des Hohlwegbündel am Hölenderberg in Ratingen-Eggerscheidt (2015). Gut zu erkennen sind die verschiedenen Fahrrinnen, die sich im Laufe der Zeit ausgeprägt haben.

    Karte des Hohlwegbündel am Hölenderberg in Ratingen-Eggerscheidt (2015). Gut zu erkennen sind die verschiedenen Fahrrinnen, die sich im Laufe der Zeit ausgeprägt haben.

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  • Fundbericht zu den Hohlwegbündeln am Hölenderweg in Ratingen-Eggerscheid (2015).

    Fundbericht zu den Hohlwegbündeln am Hölenderweg in Ratingen-Eggerscheid (2015).

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  • Ausschnitt des Hohlwegbündels am Hölenderberg in Ratingen / Eggerscheidt (2015).

    Ausschnitt des Hohlwegbündels am Hölenderberg in Ratingen / Eggerscheidt (2015).

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  • Hohlwegbündel am Hölenderberg in Ratingen-Eggerscheidt. Die alte Fahrrinne ist bereits teilweise zugewachsen (2015).

    Hohlwegbündel am Hölenderberg in Ratingen-Eggerscheidt. Die alte Fahrrinne ist bereits teilweise zugewachsen (2015).

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Der Hölenderweg von Ratingen nach Eggerscheidt ist ein Abschnitt des sogenannten Hilinciweg, bzw. Heiligenweg. Nach Banniza (1990) verläuft diese historische Fernstraße von Kaiserwerth über Hösel, Ratingen, Heiligenhaus bis Hattingen zum Hellweg.
In Ratingen kreuzt der Hilinciweg den Mauspfad. Diese Kreuzung war für Ratingen siedlungsbildend. Der Ort wurde schon im 9. Jahrhundert schriftlich erwähnt. Die Namensendung „-ingen“ weist nach Dittmaier (1954) auf die frühfränkische Siedlungsperoide des 7. Jahrhunderts hin. Egger„scheidt“ lässt sich nach Dittmaiers These in die Rodungsphase des „großen inneren Ausbaus“ vom 9.-13. Jahrhundert datieren.

Die starke Ausprägung des Hohlwegbündels weist auch auf eine zumindest mittelalterliche Existenz der Straße hin. Stellenweise sind Hohlwege mit bis zu vier Meter hohen Wänden vorhanden: Wege werden genutzt, das Aufkommen von Vegetation dadurch verhindert, das Oberflächenwasser nutzt diese Pfade und spült den Oberboden weg. Die Wege werden auf natürliche Weise eingetieft. Bei Unpassierbarkeit des Weges durch Schlamm oder umgestürzte Bäume suchen sich die Passanten den nächstmöglichen Pfad: Die erste „Umgehungsstraße“ entsteht.

In Abschnitten sind die Hohlwege durch den Einsatz von Forstmaschinen stark zerstört worden.

Weitergehende Informationen finden sich in der PDF-Datei.

(Silke Junick, Biologische Station Haus Bürgel, 2015)

Literatur

Auler, Jost (1995)
Archäologie zwischen Schwarzbach und Kittelbach. Gebietsaufnahme der Honschaft Rath im Norden von Düsseldorf. (Düsseldorfer Jahrbuch 66, Beiträge zur Geschichte des Niederrheins.) Düsseldorf.
Banniza, Hermann (1990)
Der Mauspfad mit seinen alten Siedlungsplätzen. In: Journal 10, Jahrbuch des Kreises Mettmann, S. 76-79. Mettmann.
Dittmaier, Heinrich (1956)
Siedlungsnamen und Siedlungsgeschichte des Bergischen Landes. In: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins 74, Neustadt a. d. Aisch.

Hohlwegbündel des Hölenderweges zwischen Ratingen und Eggerscheidt

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten
Koordinate WGS84
51° 18′ 34,73″ N, 6° 52′ 32,76″ O / 51.30965°, 6.87577°
Koordinate UTM
32U 351945.16 5686402.51
Koordinate Gauss/Krüger
2561109.46 5686459.49

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„Hohlwegbündel des Hölenderweges zwischen Ratingen und Eggerscheidt”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-134259-20150806-2 (Abgerufen: 18. August 2018)
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