Jüdischer Friedhof Uerdingen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Krefeld
Kreis(e): Krefeld
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 51° 22′ 4,03″ N: 6° 39′ 4,19″ O 51,36779°N: 6,65116°O
Koordinate UTM 32.336.499,62 m: 5.693.343,99 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.545.390,97 m: 5.692.764,41 m
  • In einem Katasterplan 1998 in rot eingezeichnete Lage des Jüdischen Friedhofs Uerdingen auf dem späteren Werksgelände der Bayer AG, zur NS-Zeit Teil der früheren I. G. Farben. Aus einer Akte, in der die damalige Überbauung der Fläche als Friedhofschändung behandelt wird.

    In einem Katasterplan 1998 in rot eingezeichnete Lage des Jüdischen Friedhofs Uerdingen auf dem späteren Werksgelände der Bayer AG, zur NS-Zeit Teil der früheren I. G. Farben. Aus einer Akte, in der die damalige Überbauung der Fläche als Friedhofschändung behandelt wird.

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    Knöchel, Franz-Josef / CC-BY-NC-SA 3.0
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    Franz-Josef Knöchel
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  • Bayer-Kreuz auf dem Dach des Chemiewerkes in Krefeld-Uerdingen (heute Currenta-Chempark, Tor 1), Ansicht von der "Alten Friedhofstraße" aus (2014).

    Bayer-Kreuz auf dem Dach des Chemiewerkes in Krefeld-Uerdingen (heute Currenta-Chempark, Tor 1), Ansicht von der "Alten Friedhofstraße" aus (2014).

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  • Das zum Teil mit Bahnanlagen überbaute Gelände an der "Alten Friedhofstraße", in dessen Nähe sich einst der jüdische Friedhof in Uerdingen befand (2014).

    Das zum Teil mit Bahnanlagen überbaute Gelände an der "Alten Friedhofstraße", in dessen Nähe sich einst der jüdische Friedhof in Uerdingen befand (2014).

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  • Das Gelände an der "Alten Friedhofstraße", in dessen Nähe sich einst der jüdische Friedhof Uerdingen befand (2014).

    Das Gelände an der "Alten Friedhofstraße", in dessen Nähe sich einst der jüdische Friedhof Uerdingen befand (2014).

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Die jüdische Gemeinde in Uerdingen seit dem frühen 19. Jahrhundert: Uerdingen war ab 1858 Filialgemeinde von Krefeld und wurde 1932 angeschlossen an Krefeld.
Gemeindegröße um 1815: 54 (1806) / 71 (1831), um 1880: 82 (1885), 1932: 32 (1933), 2006: –.
Bethaus / Synagoge: 1841 konnte ein neues Bethaus eingeweiht werden, das 1938 zerstört wurde.
Friedhof: Der Friedhof bestand schon 1844. 1942 wurde er von der IG Farben erworben und im folgenden abgeräumt und überbaut. (vorstehende Angaben nach Reuter 2007)

Im Jahr 1942 wurde die ehemals im Dreieck zwischen Duisburger Straße und alter Friedhofsstraße gelegene Friedhofsfäche von der Interessengemeinschaft Farbenindustrie AG (die wegen ihrer Verstrickungen in Kriegsverbrechen der NS-Zeit berüchtigte I.G. Farben, der auch Bayer angehörte) erworben und nachfolgend abgeräumt und überbaut. Das vollständig verschwundene Areal des einstigen Begräbnisplatzes befindet sich heute auf dem Chempark-Gelände der Bayer AG (bzw. der heutigen Currenta). Grabsteine o.ä. sind keine erhalten und vor Ort findet sich auch kein Hinweis auf den früheren Judenfriedhof.
In der Nähe des früheren jüdischen Friedhofareals – südlich der „Alten Friedhofstraße“, unmittelbar vor der Betriebspforte Chempark Tor 1 – finden sich vereinzelte Reste von Grabmalen, die aber erkennbar aus christlichem Kontext stammen (Begehung am 22.10.2014).

In den Karten der Preußischen Neuaufnahme (1891-1912) erkennt man das ursprüngliche, rund 2.800 Quadratmeter Fläche einnehmende Ausmaß des jüdischen Begräbnisplatzes, der dort mit „Bgr. Pl.“ eingetragen ist. Dieses Areal entspricht der in einem Katasterplan von 1998 eingezeichneten früheren Lage (vgl. Kartenansicht und Abb.).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2022)

Internet
www.chempark.de: CHEMPARK Krefeld-Uerdingen (abgerufen 20.05.2022)
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 05.07.2011, Inhalt nicht mehr verfügbar 20.07.2021)

Literatur

Pracht-Jörns, Elfi (2000)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.2.) S. 164-166, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) Bonn.
Rotthoff, Guido (1976)
Uerdingen. (Rheinischer Städteatlas, Lieferung III, Nr. 19.) S. 5, Köln.

Jüdischer Friedhof Uerdingen

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Duisburger Straße
Ort
47829 Krefeld - Uerdingen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Auswertung historischer Karten, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1843 bis 1844, Ende nach 1942

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Jüdischer Friedhof Uerdingen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12957-20110705-2 (Abgerufen: 2. Oktober 2022)
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