Jüdischer Friedhof Uerdingen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Krefeld
Kreis(e): Krefeld
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Das Gelände an der "Alten Friedhofstraße", auf dem sich vermutlich einmal der jüdische Friedhof an der Duisburger Straße in Krefeld-Uerdingen befand (2014).

    Das Gelände an der "Alten Friedhofstraße", auf dem sich vermutlich einmal der jüdische Friedhof an der Duisburger Straße in Krefeld-Uerdingen befand (2014).

    Copyright-Hinweis:
    Knöchel, Franz-Josef / CC-BY-NC-SA 3.0
    Fotograf/Urheber:
    Franz-Josef Knöchel
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  • Das Gelände an der "Alten Friedhofstraße", auf dem sich vermutlich einmal der jüdische Friedhof an der Duisburger Straße in Krefeld-Uerdingen befand. Es wurde zum Teil mit Bahnanlagen überbaut (2014).

    Das Gelände an der "Alten Friedhofstraße", auf dem sich vermutlich einmal der jüdische Friedhof an der Duisburger Straße in Krefeld-Uerdingen befand. Es wurde zum Teil mit Bahnanlagen überbaut (2014).

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    Knöchel, Franz-Josef / CC-BY-NC-SA 3.0
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Die jüdische Gemeinde in Uerdingen seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Uerdingen war ab 1858 Filialgemeinde von Krefeld und wurde 1932 angeschlossen an Krefeld.
Gemeindegröße um 1815: 54 (1806) / 71 (1831), um 1880: 82 (1885), 1932: 32 (1933), 2006: –.
Bethaus / Synagoge: 1841 konnte ein neues Bethaus eingeweiht werden, das 1938 zerstört wurde (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Friedhof: Der ehemals im Dreieck zwischen Duisburger Straße und alter Friedhofsstraße gelegene Friedhof bestand schon vor 1843/1844 und wurde seitdem bis 1942 belegt.
Im Jahr 1942 wurde die Fläche von der IG Farben (Bayer AG) erworben und im folgenden abgeräumt und überbaut. Heute ist der Begräbnisplatz auf dem Areal der Bayer AG verschwunden, Grabsteine sind keine erhalten und vor Ort findet sich auch kein Hinweis auf den früheren Begräbnisplatz. In der Preußischen Neuaufnahme (1891-1912) erkennt man das ursprüngliche Ausmaß des Friedhofs, der dort als „Bgr. Pl.“ (Begräbnisplatz) eingetragen ist (vgl. die Ansicht im Layer der historischen Karte unter Kartenansicht).

In der Nähe des früheren jüdischen Friedhofareals – südlich der „Alten Friedhofstraße“, unmittelbar vor der Betriebspforte der Bayer AG – finden sich vereinzelte Reste von Grabmalen, die aber erkennbar aus christlichem Kontext stammen (Begehung am 22.10.2014).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2016)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 05.07.2011)

Literatur

Pracht-Jörns, Elfi (2000)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.2.) S. 164-166, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) Bonn.
Rotthoff, Guido (1976)
Uerdingen. (Rheinischer Städteatlas, Lieferung III, Nr. 19.) S. 5, Köln.

Jüdischer Friedhof Uerdingen

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Duisburger Straße
Ort
47829 Krefeld - Uerdingen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Auswertung historischer Karten
Historischer Zeitraum
Beginn 1843 bis 1844, Ende nach 1942
Koordinate WGS84
51° 22′ 3,92″ N, 6° 39′ 3,92″ O / 51.36776°, 6.65109°
Koordinate UTM
32U 336494.35 5693340.82
Koordinate Gauss/Krüger
2545385.84 5692761.03

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„Jüdischer Friedhof Uerdingen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12957-20110705-2 (Abgerufen: 13. Dezember 2017)
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