Jüdischer Friedhof am Nettesheimer Weg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Rommerskirchen
Kreis(e): Rhein-Kreis Neuss
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Jüdischer Friedhof Nettesheimer Weg in Rommerskirchen (2012).

    Jüdischer Friedhof Nettesheimer Weg in Rommerskirchen (2012).

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  • Jüdischer Friedhof Nettesheimer Weg in Rommerskirchen, Blick von Norden über die Mauer (2012).

    Jüdischer Friedhof Nettesheimer Weg in Rommerskirchen, Blick von Norden über die Mauer (2012).

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  • Gedenktafel am jüdischen Friedhof Nettesheimer Weg in Rommerskirchen (2012).

    Gedenktafel am jüdischen Friedhof Nettesheimer Weg in Rommerskirchen (2012).

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  • Friedhofsmauer des jüdischen Friedhofs Nettesheimer Weg in Rommerskirchen (2012).

    Friedhofsmauer des jüdischen Friedhofs Nettesheimer Weg in Rommerskirchen (2012).

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  • Jüdischer Friedhof Nettesheimer Weg in Rommerskirchen (2012).

    Jüdischer Friedhof Nettesheimer Weg in Rommerskirchen (2012).

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  • Jüdischer Friedhof Nettesheimer Weg (2012).

    Jüdischer Friedhof Nettesheimer Weg (2012).

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Die jüdische Gemeinde Rommerskirchen seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Erstmals ließen sich Juden um 1740 in Rommerskirchen nieder. Seit 1853 gehörten sie, ebenso wie die jüdischen Bewohner von Ekkum, Eggershoven, Dötzdorf und Vanikum, zur Filialgemeinde Zons-Dormagen. 1932 angeschlossen an Neuss.
Gemeindegröße um 1815: 37 (1806) / 40 (1816), um 1880: 43 (1885), 1932: 33 (1933), 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Die Synagoge, die vor 1843 errichtet wurde, wurde 1938 völlig zerstört.

Friedhof: Der jüdische Friedhof am Nettesheimer Weg wurde vermutlich bereits seit dem 18. Jahrhundert bis 1934 belegt. Er wurde 1938 stark verwüstet. Neun Grabsteine sind hier erhalten (vorstehende Angaben alle nach Reuter 2007). Ein Gedenkstein wurde 1969 errichtet. 10 Inschriften aus den Jahren 1854 bis 1928 sind in der epigraphischen Datenbank epidat des Essener Steinheim-Instituts dokumentiert.

„Der Friedhof wurde während der NS-Zeit fast völlig zerstört und 1942 an Privatleute verkauft. Laut Schulte befand sich auf dem Begräbnisplatz im Zweiten Weltkrieg eine militärische Anlage. Pracht-Jörns berichtet, dass die ehemals auf dem Friedhof befindlichen Grabsteine 1958 der Kölner Rabbiner Zvi Asaria auf einem Gelände an der Kirchstrasse in der Nähe von Gut Vanikum entdeckte. Recherchen ergaben, dass die Grabsteine 1938 vom Friedhof entfernt und verkauft worden waren.“ (Jüdische Friedhöfe in Deutschland)

„(…) Während der NS-Zeit wurde er völlig zerstört, die Grabsteine zerschlagen und entwendet, das Gelände als Schuttablageplatz missbraucht und 1942 verkauft. 1950 wurde es zurückerstattet, 1958 wurden neun Grabsteine aus den Jahren 1854 bis 1928, die in der Nähe gefunden worden waren, wieder aufgestellt. (…)“ (steinheim-institut.de)

Der 516 Quadratmeter große Begräbnisplatz ist ummauert und nicht öffentlich zugänglich, er ist einzig über ein benachbartes Privatgrundstück zu erreichen. Die mit Bäumen und Hecken bestandene Anlage wirkt sehr gepflegt.
An der umgebenden Backsteinmauer befindet sich zum Nettesheimer Weg hin eine 1982 angebrachte Gedenktafel mit der Inschrift: „In ehrender Erinnerung an unsere jüdischen Mitbürger, die in den Jahren 1933-1945 Opfer der NS-Gewaltherrschaft wurden.“ (Begehung 23. April 2012)

Der Jüdische Friedhof am Nettesheimer Weg ist ein eingetragenes Baudenkmal (Liste der Baudenkmäler in Rommerskirchen, November 2009, A 67).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2012)

Internet
www.uni-heidelberg.de , Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 29.06.2011)
www.steinheim-institut.de: epidat, Rommerskirchen (abgerufen 11.03.2014)

Literatur

Jehle, Manfred (1998)
Die Juden und die jüdischen Gemeinden Preußens in amtlichen Enquêten des Vormärz, 4 Teile. (Einzelveröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin 82.) S. 1353-1355, München.
Pracht-Jörns, Elfi (2000)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.2.) S. 491-493, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) Bonn.

Jüdischer Friedhof am Nettesheimer Weg

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1701 bis 1800
Koordinate WGS84
51° 02′ 6,06″ N, 6° 41′ 4,14″ O / 51.03502°, 6.68448°
Koordinate UTM
32U 337652.72 5656270.16
Koordinate Gauss/Krüger
2548056.33 5655765.1

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„Jüdischer Friedhof am Nettesheimer Weg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12647-20110629-6 (Abgerufen: 21. Oktober 2017)
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