Jüdischer Friedhof Weseler Straße

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Rees
Kreis(e): Kleve (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die jüdische Gemeinde Rees seit dem frühen 19. Jahrhundert:
1812 waren zwölf jüdische Familien in Rees ansässig, um 1840 130 jüdische Personen. Seit 1854 gehörten zum Synagogenbezirk Rees die Filialgemeinde Emmerich sowie Haldern, Isselburg, Hasselt und Elten. Nach der Verselbständigung von Emmerich umfasste die Synagogengemeinde Rees um 1900 noch die Orte Rees, Haldern, Millingen, Hurl-Empel und Isselburg. 1932 waren Haldern (10 Personen), Isselburg (11) und Millingen (4) angeschlossen.
Gemeindegröße um 1815: 12 Familien (1812), um 1880: 79 (1885), 1932: 41 / 55 (1933), 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Ein erstes Bethaus ist vor 1680 belegt. Um 1840 wurde ein Betraum mit Schule, Lehrerwohnung und Mikwe eingerichtet. Das Gebäude wurde 1938 demoliert und 1945 durch Bomben zerstört (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Jüdische Friedhöfe in Rees: Im 17. oder 18. Jahrhundert wurde bereits ein älterer Judenfriedhof am Weißen Turm auf der Stadtmauer in Rees eingerichtet. Ab 1872 wurde ein neuer Friedhof genutzt.
Der jüngere jüdische Friedhof in der Weseler Straße wurde seit 1872 bis 1979 belegt. 69 Grabsteine sind hier erhalten.

„Der Jüdische Friedhof wurde 1870 als Nachfolger des belegten ersten Jüdischen Friedhofs Am weißen Turm angelegt. Die symmetrische Anlage auf rechteckigem Grundriß wird über ein modernes Tor von der Weseler Straße aus mit einem breit angelegten Mittelgang erschlossen. Die in 8 Reihen stehenden Stelen sind zu diesem hin orientiert. Die Gräber sind überwiegend gut erhalten, zum Teil mit steinerner Einfassung. Die ältesten Grabsteine stehen im linken Teil des Friedhofs mit größtenteils hebräischen Schriften, teilweise bis zur Unkenntlichkeit verwittert. Der älteste Grabstein von 1870, dem Gründungsjahr. Unter mehreren modernen Grabsteinen in konventionellen Formen der jüngste Grabstein in 1979.“ (www.rees-erleben.de)

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 28.06.2011)
www.rees-erleben.de: Jüdische Friedhöfe (abgerufen 28.06.2011)

Literatur

Pracht-Jörns, Elfi (2000)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.2.) S. 355-360, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) Bonn.

Jüdischer Friedhof Weseler Straße

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1872
Koordinate WGS84
51° 45′ 45″ N, 6° 24′ 8,58″ O / 51.7625°, 6.40238°
Koordinate UTM
32U 320744.39 5737815.86
Koordinate Gauss/Krüger
2527823.88 5736554.58

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„Jüdischer Friedhof Weseler Straße”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12645-20110628-5 (Abgerufen: 24. September 2017)
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