Jüdischer Friedhof am Sandberg in Randerath

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Heinsberg
Kreis(e): Heinsberg
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die jüdische Gemeinde Randerath seit dem frühen 19. Jahrhundert:
In der Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte die kleine jüdische Gemeinde in Randerath ihre Blütezeit. Nach 1870 wanderten viele jüdische Bewohner nach Heinsberg und Umgebung ab.
Gemeindegröße um 1815: 31 (1806), um 1880: 28 (1885), 1932: –, 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Ein Bethaus bestand seit Ende des 18. Jahrhunderts. Es wurde um 1900 aufgegeben, das Gebäude existiert noch (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Friedhöfe: Ein früherer jüdischer Friedhof, am Ortsausgang Richtung Dremmen gelegen, fiel schon 1855 dem Straßenbau zum Opfer. Die Bestattungen wurden auf den neuen Friedhof am Sandberg umgebettet.
Der Jüdische Friedhof am Sandberg wurde 1853 eingerichtet und bis 1930 belegt. Während der NS-Zeit wurde der Friedhof eingeebnet und als Garten genutzt, nur spärliche Reste sind hier erhalten (sieben Grabsteine).

„Von den Inschriften sind nur noch wenige lesbar und von manchen Grabsteinen sind nur noch die Sockel vorhanden. Der Friedhof wurde am 28. Mai 2008 unter der Nummer 122 in die Denkmalliste der Stadt Heinsberg eingetragen.
Der sehr versteckt liegende Friedhof in der Straße “Sandberg„ ist erreichbar in etwa 100 m Entfernung über eine Treppe und einen schmalen Grasweg. Am unverschlossenen Eingang wird durch ein Schild auf die Begräbnisstätte hingewiesen.“
(de.wikipedia.org)

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 28.06.2011)
de.wikipedia.org: Jüdischer Friedhof Randerath (abgerufen 28.06.2011)

Literatur

Nießen, Johannes Maximilian (2016)
Die Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof in Randerath. In: Heimatkalender des Kreises Heinsberg 2017, S. 81-95. o. O.
Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 442-443, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) Bonn.

Jüdischer Friedhof am Sandberg in Randerath

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Sandberg
Ort
52525 Heinsberg - Randerath
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1853
Koordinate WGS84
51° 01′ 0,49″ N, 6° 10′ 21,65″ O / 51.0168°, 6.17268°
Koordinate UTM
32U 301696.52 5655498.18
Koordinate Gauss/Krüger
2512161.28 5653529.88

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„Jüdischer Friedhof am Sandberg in Randerath”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12642-20110628-2 (Abgerufen: 23. September 2017)
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