Jüdischer Friedhof Hoterheide in Osterath

Judenfriedhof Schiefelberg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Meerbusch
Kreis(e): Rhein-Kreis Neuss
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Hoterheide in Meerbusch-Osterath, Nahe des früheren Standorts des jüdischen Friedhofs Hoterheide (2014)

    Hoterheide in Meerbusch-Osterath, Nahe des früheren Standorts des jüdischen Friedhofs Hoterheide (2014)

    Copyright-Hinweis:
    Knöchel, Franz-Josef / CC-BY-NC-SA 3.0
    Fotograf/Urheber:
    Franz-Josef Knöchel
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  • Das Gebiet Hoterheide in Meerbusch-Osterath, früherer Standort des jüdischen Friedhofs Hoterheide (2014).

    Das Gebiet Hoterheide in Meerbusch-Osterath, früherer Standort des jüdischen Friedhofs Hoterheide (2014).

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Die jüdische Gemeinde seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Ab 1858 war Osterath-Fischeln eine Filialgemeinde von Krefeld. 1932 angeschlossen an Krefeld.
Gemeindegröße um 1815: 1 (1806), um 1880: 38 (1885), 1932: 36 (1925), 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Zunächst besuchten die Juden von Osterath die Synagoge in Schiefbahn; seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist ein Bethaus in Osterath belegt. 1910 konnten keine Gottesdienste mehr abgehalten werden, die Osterather Juden gingen fortan in die Krefelder Synagoge (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Friedhof: Zunächst wurden die Juden von Osterath in Linn beerdigt, 1867 wurde ein Friedhof in Osterath auf der Hoterheide angelegt (etwa 1,5 Kilometer nordöstlich des Ortszentrums), der bis 1935 belegt wurde.
In diesem Jahr mussten die Gräber wegen eines Bauprojekts – das Grundstück wurde mit Siedlungshäusern überbaut – auf den Krefelder Judenfriedhof Alte Gladbacher Straße umgebettet werden (Reuter 2007 und uni-heidelberg.de).
Vor Ort sind daher in Osterath weder der Friedhof noch Grabsteine erhalten. Die historische Karte der preußischen Neuaufnahme von 1891-1912 zeigt auf Höhe der heutigen Straße „Schiefelberg“ eine Parzelle, die mit „Bgr. Pl.“ (für „Begräbnisplatz“) eingezeichnet ist. Die Lage des untergegangen Friedhofs darf demnach hinreichend sicher dort angenommen werden.

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2014)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland – Osterrath (abgerufen: 27.10.2014)

Literatur

Pracht-Jörns, Elfi (2000)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.2.) S. 480-483, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 73, Bonn.

Jüdischer Friedhof Hoterheide in Osterath

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1867, Ende 1935
Koordinate WGS84
51° 16′ 38,44″ N, 6° 37′ 30,33″ O / 51.27734°, 6.62509°
Koordinate UTM
32U 334359.41 5683346.24
Koordinate Gauss/Krüger
2543661.12 5682686.68

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„Jüdischer Friedhof Hoterheide in Osterath”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12639-20110627-11 (Abgerufen: 20. Oktober 2017)
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