Jüdischer Friedhof Uerdinger Straße in Lank-Latum

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Meerbusch
Kreis(e): Rhein-Kreis Neuss
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Eingangstor zum jüdischen Friedhof an der Uerdinger Straße in Meerbusch-Lank-Latum (2014).

    Eingangstor zum jüdischen Friedhof an der Uerdinger Straße in Meerbusch-Lank-Latum (2014).

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  • Gräber und Grabmale auf dem jüdischen Friedhof an der Uerdinger Straße in Meerbusch-Lank-Latum (2014).

    Gräber und Grabmale auf dem jüdischen Friedhof an der Uerdinger Straße in Meerbusch-Lank-Latum (2014).

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  • Gedenkstein auf dem jüdischen Friedhof an der Uerdinger Straße in Meerbusch-Lank-Latum (2014).

    Gedenkstein auf dem jüdischen Friedhof an der Uerdinger Straße in Meerbusch-Lank-Latum (2014).

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  • Grabmale auf dem jüdischen Friedhof an der Uerdinger Straße in Meerbusch-Lank-Latum (2014).

    Grabmale auf dem jüdischen Friedhof an der Uerdinger Straße in Meerbusch-Lank-Latum (2014).

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  • Hinweisschild am jüdischen Friedhof an der Uerdinger Straße in Meerbusch-Lank-Latum (2014).

    Hinweisschild am jüdischen Friedhof an der Uerdinger Straße in Meerbusch-Lank-Latum (2014).

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Die jüdische Gemeinde Lank-Latum seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Lank-Latum war ab 1858 Filialgemeinde von Krefeld; 1932 angeschlossen an Krefeld.
Gemeindegröße um 1815: –, um 1880: 21 (1885: Lank) und 4 (1885: Latum), 1932: 12 (1925), 2006: –.
Bethaus / Synagoge: 1843 besuchten die Juden von Lank-Latum die Synagoge in Kaiserswerth. Von etwa 1875 bis zum Ersten Weltkrieg nutzten sie einen Betsaal in Lank. 1988 wurde das Gebäude abgerissen (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Friedhof: Vor Einrichtung eines eigenen Friedhofs nutzten die Juden von Lank-Latum die Begräbnisstätten in Kaiserswerth und Linn. Der Friedhof in der Uerdinger Straße (Flurstück Meerbusch, Latum, Flur 4, Nr. 63) wurde 1877/1878 angelegt und von 1878 bis 1937 belegt. Er besteht noch, auf ihm wurde ein Gedenkstein errichtet.
14 Grabsteine sind erhalten und 15 Inschriften aus den Jahren 1878 bis 1937 sind in der epigraphischen Datenbank epidat des Essener Steinheim-Instituts dokumentiert.
„(…) 1944 sollte der Friedhof verkauft werden, 1965 wurde er geschändet. 1981 wurde der Friedhof in die Denkmalliste der Stadt Meerbusch eingetragen.“ (steinheim-institut.de)

Der unmittelbar an der Uerdinger Straße liegende Begräbnisplatz ist von Hecken umstanden, auf ihm stehen acht junge Eichen. Der Friedhof ist über eine offene Pforte zugänglich, vor der sich eine Informationstafel der Stadt Meerbusch befindet (vgl. Abbildung in der Mediengalerie). Insgesamt 12 Grabmale sind sichtbar, zwei weitere sind in Fragmenten erhalten. Die Inschrift des Gedenksteines lautet „Zum Gedenken für die in der nationalsozialistischen Zeit umgekommenen jüdischen Mitbürger unserer Gemeinde“.
Die gesamte Parzelle befindet sich einem erkennbar sehr guten Pflegezustand (Begehung 22.10.2014).

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2014)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 23.06.2011)
www.steinheim-institut.de: epidat, Meerbusch-Lank-Latum (abgerufen 12.03.2014)
www.meerbusch.de: Stadt Meerbusch, Jüdischer Friedhof (abgerufen 27.10.2014)

Literatur

Pracht-Jörns, Elfi (2000)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.2.) S. 480-483, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) Bonn.

Jüdischer Friedhof Uerdinger Straße in Lank-Latum

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1877 bis 1878
Koordinate WGS84
51° 18′ 7,33″ N, 6° 40′ 10,57″ O / 51.30204°, 6.6696°
Koordinate UTM
32U 337550.56 5685992.23
Koordinate Gauss/Krüger
2546741.76 5685461.1

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„Jüdischer Friedhof Uerdinger Straße in Lank-Latum”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12463-20110623-16 (Abgerufen: 23. September 2017)
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