Jüdischer Friedhof am Kalkardeich

Judenfriedhof im Pappelkamp

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Kalkar
Kreis(e): Kleve (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die jüdische Gemeinde Kalkar seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Seit dem 17. Jahrhundert sind (wieder) Juden in Kalkar belegt. Im 19. Jahrhundert war Kalkar eine Filialgemeinde im Synagogenbezirk Kleve, 1932 selbständige Gemeinde.
Gemeindegröße um 1815: 61 (1808) / 73 (1818), um 1880: 100 (1885), 1932: 65, 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Seit Ende des 18. Jahrhunderts ist ein Bethaus belegt. 1819 wurde die ehemalige lutherische Kirche erworben und nach Umbau ab 1826 als Synagoge genutzt. 1938 wurde das Gebäude in der Hanselaerstraße durch Brandstiftung zerstört (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Friedhof: Der Friedhof wurde vermutlich Ende des 17. Jahrhunderts (uni-heidelberg.de) nach anderen Angaben Ende des 18. Jahrhunderts (Reuter 2007) angelegt. Er wurde bis 1938 belegt, dann nochmals 1969. Der Begräbnisplatz besteht mit 59 Grabsteinen noch heute und wurde wiederholt geschändet.
57 Inschriften aus den Jahren 1868 bis 1969 sind in der epigraphischen Datenbank epidat des Essener Steinheim-Instituts dokumentiert.

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2014)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland, Kalkar (abgerufen 22.06.2011 und 13.03.2014)
www.steinheim-institut.de: epidat, Kalkar (abgerufen 13.03.2014)

Literatur

Pracht-Jörns, Elfi (2000)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.2.) S. 341-345, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 53-54, Bonn.
Wensky, Margret (2001)
Kalkar. (Rheinischer Städteatlas, Lieferung XIV, Nr. 76.) S. 30ff., Köln.

Jüdischer Friedhof am Kalkardeich

Schlagwörter
Ort
Kalkar
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1601 bis 1800
Koordinate WGS84
51° 44′ 26,37″ N, 6° 17′ 43,43″ O / 51.74066°, 6.2954°
Koordinate UTM
32U 313272.66 5735655.92
Koordinate Gauss/Krüger
2520447.4 5734089.18

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„Jüdischer Friedhof am Kalkardeich”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12370-20110622-2 (Abgerufen: 22. September 2017)
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