Jüdischer Friedhof Haaren

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Aachen
Kreis(e): Städteregion Aachen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Jüdischer Friedhof Kreuzstraße in Aachen-Haaren: Die aus vier Grabsteinen und etwa 70 Bruchstücken zusammengefügte Gedenkwand auf dem 1938 zerstörten Friedhof (2011).

    Jüdischer Friedhof Kreuzstraße in Aachen-Haaren: Die aus vier Grabsteinen und etwa 70 Bruchstücken zusammengefügte Gedenkwand auf dem 1938 zerstörten Friedhof (2011).

    Copyright-Hinweis:
    Tritthart, Peter / CC BY 3.0
    Fotograf/Urheber:
    Peter Tritthart
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Die jüdische Gemeinde Haaren seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Die ersten jüdischen Bewohner ließen sich um 1820 in Haaren nieder. Sie gehörten stets zur Aachener Gemeinde, zur Einrichtung eines Bethauses kam es nie. 1932 an Aachen angeschlossen.
Gemeindegröße um 1815: –, um 1880: 64 (1885) zu Aachen, 1932: 40 / 51 (1933) zu Aachen, 2006: – (Reuter 2007)

Friedhof:
Vor 1838 bestatteten die Juden aus Haaren in Aachen (siehe Jüdischer Friedhof Lütticher Straße) und Broichweiden. 1838/39 wurde ein eigener Friedhof in der Kreuzstraße eingerichtet, der bis 1938 belegt wurde. Dieser wurde 1938 völlig zerstört, nur ein Grabstein blieb erhalten.

„Einige Tage nach dem Novemberpogrom 1938 wurde der Friedhof völlig zerstört. Die Grabsteine sollen 1939 zu Beginn des Zweiten Weltkrieges als Baumaterial Verwendung gefunden haben. Man geht von einem Verlust von etwa 40 Steinen aus. 1997 wurden mehrere Steine auf einem Privatgrundstück wieder entdeckt (…). Ein Jahr später sind 4 Grabsteine und etwa 70 Bruchstücke auf den Friedhof zurückgebracht und zu einer Gedenkwand zusammengefügt worden (…).“ (Jüdische Friedhöfe in Deutschland)

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 21.06.2011)

Literatur

Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 33-34, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 46, Bonn.

Jüdischer Friedhof Haaren

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Kreuzstraße
Ort
52080 Aachen - Haaren
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1838 bis 1839, Ende nach 1938
Koordinate WGS84
50° 48′ 3,32″ N, 6° 08′ 12,46″ O / 50.80092°, 6.13679°
Koordinate UTM
32U 298248.23 5631595.11
Koordinate Gauss/Krüger
2509687.64 5629508.82

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Jüdischer Friedhof Haaren”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12349-20110621-7 (Abgerufen: 20. Oktober 2017)
Seitenanfang