Jüdischer Friedhof Frimmersdorf

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Grevenbroich
Kreis(e): Rhein-Kreis Neuss
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Der Bereich "Am Pielsbusch" zwischen Gustorf-Gindorf und Frimmersdorf bei Grevenbroich, wo sich ehemals ein jüdischer Friedhof befunden hatte (2014).

    Der Bereich "Am Pielsbusch" zwischen Gustorf-Gindorf und Frimmersdorf bei Grevenbroich, wo sich ehemals ein jüdischer Friedhof befunden hatte (2014).

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    Knöchel, Franz-Josef
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Die jüdische Gemeinde seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Die Juden von Frimmersdorf und Neurath bildeten im 19. Jahrhundert eine Gemeinde. Sie gehörten zum Synagogenbezirk Grevenbroich. 1932 angeschlossen an Grevenbroich.
Gemeindegröße um 1815: 47 (1822) / 37 (1806), um 1880: 39 (1885), 1932: 7 / 11 (1932), 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Zunächst besuchten die Frimmersdorfer Juden das Bethaus in Neurath. Zu einem unbekannten Zeitpunkt (nach 1843) wurde ein Bethaus in Frimmersdorf eingerichtet. 1923 wurde es an die Zivilgemeinde verkauft und später umgebaut, 1978 abgerissen (vorstehende Angaben alle nach Reuter 2007).

Friedhof: Der Friedhof in Frimmersdorf (Auf dem Pielsbusch, „Am toten Juden“ / Flur S, Nr. 514) wurde nach 1875 angelegt und bis 1933 belegt. Aufgrund des Braunkohlentagebaus wurde er auf den neuen Friedhof in Willich-Schiefbahn verlegt.

Die Lage der Geometrie ist hier symbolisch nach der Karte der Preußischen Neuaufnahme (1877-1915) eingezeichnet, die an dieser Stelle einen „Bgr. Pl.“ (Begräbnisplatz) zeigt. Unsicher ist allerdings ob dieser den Friedhof am Pielsbusch in Gustorf bzw. Gindorf oder den hier angesprochenen Friedhof Frimmersdorf anzeigt.

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2014)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland, Alter Friedhof Frimmersdorf (abgerufen 20.06.2011)

Literatur

Jehle, Manfred (1998)
Die Juden und die jüdischen Gemeinden Preußens in amtlichen Enquêten des Vormärz, 4 Teile. (Einzelveröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin 82.) S. 1353, München.
Pracht-Jörns, Elfi (2000)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.2.) S. 440-442, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 41, Bonn.

Jüdischer Friedhof Frimmersdorf

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Am Pielsbusch
Ort
41517 Grevenbroich - Frimmersdorf
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1875
Koordinate WGS84
51° 03′ 0,75″ N, 6° 33′ 28,38″ O / 51.05021°, 6.55788°
Koordinate UTM
32U 328833.4 5658245.99
Koordinate Gauss/Krüger
2539163.21 5657380.31

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„Jüdischer Friedhof Frimmersdorf”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12295-20110620-2 (Abgerufen: 12. Dezember 2017)
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