Jüdischer Friedhof Schwanenberg in Lentholt

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Erkelenz
Kreis(e): Heinsberg
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die jüdische Gemeinde seit dem frühen 19. Jahrhundert:
In Schwanenberg existierte wohl schon seit dem 16. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde. 1861 wurde sie als Filialgemeinde der neugegründeten Synagogengemeinde Geilenkirchen-Heinsberg-Erkelenz konstituiert. 1932 angeschlossen an Geilenkirchen
Gemeindegröße um 1815: 40 (1812: mit Lentholt, Genhof, Grambusch), um 1880: 54 (1885), 1932: 13, 2006: –.
Bethaus / Synagoge: 1843 wird eine „Judenschule“ im Ortsteil Lentholt erwähnt, die auch die Juden von Golkerath, Matzerath, Gerderhahn, Genhof, Geneiken und Schwanenberg besuchten. 1868 wurde eine neu errichtete Synagoge in Schwanenberg eingeweiht. Aufgrund des Mitgliederschwunds war sie um 1933 nicht mehr funktionsfähig. 1938 wurde die Synagoge vollständig zerstört (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Friedhof: Der vom 17. bis 19. Jahrhundert belegte Friedhof im Ortsteil Lentholt wurde in der NS-Zeit verwüstet. Hier beerdigten die Schwanenberger sowie bis 1865 die Erkelenzer Juden ihre Toten bis diese einen eigenen Friedhof erwarben (siehe Jüdischer Friedhof Neusser Strasse).
Grabsteine sind in Schwanenberg / Lentholt keine erhalten. Nach schweren Verwüstungen in der NS-Zeit weist ein Gedenkstein auf den ehemaligen Begräbnisplatz hin.

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland, Schwanenberg (abgerufen 15.06.2011)

Literatur

Jehle, Manfred (1998)
Die Juden und die jüdischen Gemeinden Preußens in amtlichen Enquêten des Vormärz, 4 Teile. (Einzelveröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin 82.) S. 1316, München.
Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 422-428, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 80, Bonn.

Jüdischer Friedhof Schwanenberg in Lentholt

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1601 bis 1700
Koordinate WGS84
51° 05′ 45,67″ N, 6° 16′ 8,24″ O / 51.09602°, 6.26896°
Koordinate UTM
32U 308774.78 5664050.65
Koordinate Gauss/Krüger
2518884.82 5662362.95

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„Jüdischer Friedhof Schwanenberg in Lentholt”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12271-20110615-23 (Abgerufen: 21. Oktober 2017)
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