Jüdischer Friedhof Dormagen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Dormagen
Kreis(e): Rhein-Kreis Neuss
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Die Friedhofsmauer des Jüdischen Friedhofs an der Krefelder Straße in Dormagen.

    Die Friedhofsmauer des Jüdischen Friedhofs an der Krefelder Straße in Dormagen.

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    Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte
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  • Grabsteine auf dem Jüdischen Friedhof an der Krefelder Straße in Dormagen

    Grabsteine auf dem Jüdischen Friedhof an der Krefelder Straße in Dormagen

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Die jüdische Gemeinde Dormagen seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Dormagen bildete im 19. Jahrhundert gemeinsam mit Zons eine Synagogengemeinde; seit 1858 Spezialgemeinde Zons-Dormagen im Synagogenbezirk Neuss; 1932 Synagogengemeinde Dormagen.
Gemeindegröße um 1815: 24 (1835) / 24 (1806), um 1880: 47 (1885), 1932: 42, 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Zunächst besuchte man die Synagoge in Zons. Seit 1912 existierte ein Betraum in einem Privathaus, das im Frühjahr 1938 von seinen jüdischen Eigentümern verkauft werden musste. Das Gebäude existiert noch (vorstehende Angaben alle nach Reuter 2007).

Friedhof: Der noch bestehende Friedhof wurde wohl in der Mitte des 19. Jahrhunderts eingerichtet. Er wurde wahrscheinlich von vor 1869 bis 1968 belegt. Erhalten sind hier 29 Grabsteine, die in drei langen Reihen stehen, mit der Front jeweils nach Nordosten ausgerichtet. 29 Inschriften aus den Jahren 1869 bis 1968 sind in der epigraphischen Datenbank epidat des Essener Steinheim-Instituts dokumentiert.

„Der jüdische Friedhof in Dormagen wird erstmals erwähnt, als sich 1862 die Dormagener Juden beim Gemeinderat wegen Zerstörungen um eine Einfriedung des Geländes bemühten, doch wurde vermutlich erst in den 1880er Jahren eine Mauer um den Friedhof errichtet. Der älteste erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahr 1869. Die letzte Beisetzung fand im Jahr 2000 statt, als hier die aus der Deportation zurückgekehrte Irene Dahl ihre letzte Ruhe neben ihrem 1968 gestorbenen Mann, dem Dormagener Metzgermeister Jakob Dahl fand. 1984 wurde der Friedhof in die Denkmalliste der Stadt eingetragen.“ (steinheim-institut.de)

(LVR-Redaktion KulaDig, 2011/2014)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland, Dormagen (abgerufen 15.06.2011)
www.steinheim-institut.de: epidat, Dormagen (abgerufen 06.04.2014)
de.wikipedia.org: Jüdischer Friedhof Dormagen (abgerufen 16.11.2012)

Literatur

Pracht-Jörns, Elfi (2000)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.2.) S. 427-431, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) Bonn.

Jüdischer Friedhof Dormagen

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Krefelder Straße
Ort
41539 Dormagen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1840 bis 1869
Koordinate WGS84
51° 06′ 2,52″ N, 6° 50′ 2,76″ O / 51.1007°, 6.8341°
Koordinate UTM
32U 348356.41 5663254.3
Koordinate Gauss/Krüger
2558467.98 5663180.34

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„Jüdischer Friedhof Dormagen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12247-20110615-3 (Abgerufen: 19. Oktober 2017)
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