Alter Jüdischer Friedhof am Platz d'Agen

Judenfriedhof „auf dem Doelen“, „am Doel“

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Dinslaken
Kreis(e): Wesel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Historischer Plan der Stadt Dinslaken aus dem Jahre 1910 mit der Situation "am Doel" / "am Doelen". Die frühere Fläche des Judenfriedhofs befindet sich rechts zwischen Goethe- und Schillerstraße.

    Historischer Plan der Stadt Dinslaken aus dem Jahre 1910 mit der Situation "am Doel" / "am Doelen". Die frühere Fläche des Judenfriedhofs befindet sich rechts zwischen Goethe- und Schillerstraße.

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  • Das vom Dinslakener Künstler Alfred Grimm (*1943) geschaffene Mahnmal an die Opfer des Dinslakener jüdischen Waisenhauses von 1938 auf der in den heutigen Stadtpark integrierten früheren Fläche des Judenfriedhofs "am Doelen" in Dinslaken (2006)

    Das vom Dinslakener Künstler Alfred Grimm (*1943) geschaffene Mahnmal an die Opfer des Dinslakener jüdischen Waisenhauses von 1938 auf der in den heutigen Stadtpark integrierten früheren Fläche des Judenfriedhofs "am Doelen" in Dinslaken (2006)

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  • Die Lage der Synagoge und des alten Jüdischen Friedhofs auf dem Grundriß Dinslaken nach der Urkarte von 1825 (hier aus der Umzeichnung im Rheinischen Städteatlas).

    Die Lage der Synagoge und des alten Jüdischen Friedhofs auf dem Grundriß Dinslaken nach der Urkarte von 1825 (hier aus der Umzeichnung im Rheinischen Städteatlas).

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  • Ein Grabstein vom ehemaligen Dinslakener Judenfriedhof "auf dem Doelen", der sich heute auf dem Jüdischen Friedhof auf dem Parkfriedhof, Willy-Brandt-Straße, befindet (2011)

    Ein Grabstein vom ehemaligen Dinslakener Judenfriedhof "auf dem Doelen", der sich heute auf dem Jüdischen Friedhof auf dem Parkfriedhof, Willy-Brandt-Straße, befindet (2011)

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  • Grabsteine vom ehemaligen Dinslakener Judenfriedhof "auf dem Doelen", die sich heute auf dem Jüdischen Friedhof auf dem Parkfriedhof, Willy-Brandt-Straße, befinden (2011)

    Grabsteine vom ehemaligen Dinslakener Judenfriedhof "auf dem Doelen", die sich heute auf dem Jüdischen Friedhof auf dem Parkfriedhof, Willy-Brandt-Straße, befinden (2011)

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  • Verkehrskreisel am Platz d'Agen, nahe des früheren Standorts des Alten Jüdischen Friedhof "auf dem Doelen" in Dinslaken (2011)

    Verkehrskreisel am Platz d'Agen, nahe des früheren Standorts des Alten Jüdischen Friedhof "auf dem Doelen" in Dinslaken (2011)

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  • Straßenschild am heutigen Platz d'Agen am Alten Jüdischen Friedhof "auf dem Doelen" in Dinslaken (2011).

    Straßenschild am heutigen Platz d'Agen am Alten Jüdischen Friedhof "auf dem Doelen" in Dinslaken (2011).

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Jüdische Friedhöfe in Dinslaken: Der alte jüdische Friedhof wurde nach 1722 angelegt und bis Anfang des 20. Jahrhunderts belegt. Um 1906/07 entstand der neuere jüdische Friedhof auf dem heutigen kommunalen Parkfriedhof.

Infolge von Straßenerweiterungsarbeiten ab 1912 bis in die 1920er Jahre verschwand der alte jüdische Friedhof „auf dem Doelen“ bzw. „am Doel“ (gesprochen: „Duhl“), die Begräbnisse und Grabsteine wurden 1927 auf den neuen Friedhof auf dem Parkfriedhof verbracht, wo 60 von hier stammende Grabsteine in einer langen Reihe im rückwärtigen Teil des Gräberfelds aufgestellt sind (vgl. Abbildungen).

„1857 vergrößert, 1926 aufgelassen, 1927 Abtragung. (...) die Stelle des alten Judenfriedhofs wird heute vom Rundverkehr am Platz d'Agen markiert.“ (Wensky 2007); zur angeblichen Lage am nur wenige Meter südöstlichen Kreisverkehr ebenso die Wikipedia (April 2014): „(…) heute als kreisrunde Verkehrsinsel östlich des zum Stadtpark führenden Platz d’Agen.“

Entgegen den vorstehenden Angaben ist die frühere Lage des jüdischen Begräbnisplatzes präziser westlich des am Stadtpark gelegenen und nach der aquitanischen Partnerstadt Dinslakens benannten Platz d’Agen auszumachen.
Der Friedhof reichte in seiner 1857 erweiterten Fläche bis an die heutige Bebauung an der Schillerstraße (vgl. auch die Abbildung des historischen Plans in der Mediengalerie). Im Frühjahr 1933 wurde er an die Stadt übergeben mit der Auflage, das Gelände nie zu überbauen. Die Fläche wurde in den heutigen Stadtpark integriert. Auf ihr befindet sich das 1993 vom Dinslakener Künstler Alfred Grimm (*1943) geschaffene Mahnmal an die Opfer des Dinslakener jüdischen Waisenhauses von 1938.

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011 / freundliche Hinweise von Herrn Sepp Aschenbach, Dinslaken, 2014)

Internet
de.wikipedia.org: Jüdischer Friedhof auf dem Doelen (Dinslaken) (abgerufen 28.04.2014)

Literatur

Aschenbach, Sepp (2006)
Steine der Erinnerung – der jüdische Friedhof in Dinslaken. (Dinslakener Beiträge zur Geschichte und Volkskunde 26.) Voerde.
Pracht-Jörns, Elfi (2000)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.2.) S. 589-595, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 34, Bonn.
Wensky, Margret (2007)
Dinslaken. (Rheinischer Städteatlas, Lieferung XVI, Nr. 85.) S. 3, Köln.

Alter Jüdischer Friedhof am Platz d'Agen

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1722, Ende 1912 bis 1929
Koordinate WGS84
51° 33′ 49,47″ N, 6° 44′ 0,08″ O / 51.56374°, 6.73336°
Koordinate UTM
32U 342894.81 5714952.74
Koordinate Gauss/Krüger
2550896.22 5714619.33

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„Alter Jüdischer Friedhof am Platz d'Agen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12243-20110614-14 (Abgerufen: 15. Dezember 2017)
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