Gut Gedau

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Stolberg (Rhld.)
Kreis(e): Städteregion Aachen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Gut Gedau in Stolberg-Büsbach (2014)

    Gut Gedau in Stolberg-Büsbach (2014)

    Copyright-Hinweis:
    Tonhauser, Fine / Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V.
    Fotograf/Urheber:
    Fine Tonhauser
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  • Zufahrt zu Gut Gedau in Stolberg-Büsbach (2014)

    Zufahrt zu Gut Gedau in Stolberg-Büsbach (2014)

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Eine erstmalige Erwähnung eines Kupfermeisters auf der Gedau findet sich für das Jahr 1644, ein erster Kartennachweis in der Karte des Münsterländchens von 1646 (Schreiber / Schreiber 2008, S. 19, S.32).

1801 wurde der Kupferhammer der Gedau zu einer Tuchfabrik mit Spinnerei und Weberei durch die Familie Nellessen umgebaut. Zu dem Besitz der Tuchfabrik gehörte auch die nur wenig oberhalb gelegene Plätschmühle, die als Tuchspülmühle für die auf der Gedau gefärbten Stoffe genutzt wurde. Der Mühlgraben der Gedau schloss sich direkt an den Mühlgraben der Plätschmühl an, zusätzliches Wasser wurde dem Mühlengraben der Gedau noch aus dem Münsterbach zugeführt. Diese zusätzliche Wasserzufuhr gewährleistete einen schnelleren Aufstau des Mühlteichs. In den Wiesen von Gut Gedau sind heute noch die Mauern zu erkennen, die den rechteckigen Mühlenteich umrandeten. Ab 1862 ersetzte dann eine Dampfmaschine die Wasserkraft (Schreiber / Schreiber 2008, S. 34f.).

Ab 1936 übernahm die Tuch- und Reißwollfabrik Bartholomey den Standort und produzierte hier bis 1958. Seit 1981 wird die Gedau privat als Wohnanlage genutzt (Schreiber / Schreiber 2008, S. 37f.).

(Fine Tonhauser, Rheinischer Verein für Denkmapflege und Landschaftsschutz e. V. / LVR-Fachbereich Umwelt, 2014)

Literatur

Schreiber, Helmut / Schreiber, Katharina A. / Stolberger Heimat- und Geschichtsverein e. V. (Hrsg.) (2008)
Im Schatten des Langen Hein. Teil 1: Vom Werden eines Stolberger Stadtteils zur Zeit der Industrialisierung bis in die 1960er Jahre. (Beiträge zur Stolberger Geschichte.) Stolberg.

Gut Gedau

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Auswertung historischer Schriften
Historischer Zeitraum
Beginn 1646, Ende 1958
Koordinate WGS84
50° 45′ 33,93″ N, 6° 12′ 15,68″ O / 50.75942°, 6.20436°
Koordinate UTM
32U 302833.66 5626799.33
Koordinate Gauss/Krüger
2514463.4 5624903.45

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„Gut Gedau”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-110093-20141215-4 (Abgerufen: 19. November 2018)
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