Evangelische Kirche Götterswickerhamm

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Voerde (Niederrhein)
Kreis(e): Wesel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Evangelische Kirche an der Dammstraße in Götterswickerhamm (2014).

    Evangelische Kirche an der Dammstraße in Götterswickerhamm (2014).

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    Biologische Station im Kreis Wesel e.V.
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    Siewers, Johanna
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  • Ein Steinkreuz neben der Evangelischen Kirche an der Dammstraße in Götterswickerhamm. Es trägt die Inschrift "Habt Frieden untereinander" Markus 9,50 (2014).

    Ein Steinkreuz neben der Evangelischen Kirche an der Dammstraße in Götterswickerhamm. Es trägt die Inschrift "Habt Frieden untereinander" Markus 9,50 (2014).

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  • Kirchenturm der Evangelischen Kirche an der Dammstraße in Götterswickerhamm (2014).

    Kirchenturm der Evangelischen Kirche an der Dammstraße in Götterswickerhamm (2014).

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  • Evangelische Kirche an der Dammstraße in Götterswickerhamm. Hinter dem Gebäude beginnt der Friedhof (2014).

    Evangelische Kirche an der Dammstraße in Götterswickerhamm. Hinter dem Gebäude beginnt der Friedhof (2014).

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Direkt an der Dammstraße, die südliche entlang der Ortschaft Götterswickerhamm verläuft, steht das Wahrzeichen des Rheindorfes, die Evangelische Kirche mit angrenzendem Friedhof.

Die Gründung der Kirche erfolgte vermutlich im 10. Jahrhundert, nachdem der Kölner Erzbischof um 1003 die Ländereien in Goterswick (heute Götterswickerhamm) an die Abtei Deutz schenkte. Daraufhin wurde hier eine Kapelle errichtet. Es folgten zahlreiche Schäden, Brände, Zerstörung und Zerfall, doch immer wieder wurde die Kirche wieder aufgebaut, erweitert und verschönert.

Folgende Ereignisse sind bekannt:
  • 1100: Einschiffiger romanischer, flacher Saalbau mit Turm aus Tuffstein
  • 1350: Turm wird um ein drittes Geschoss erhöht
  • 1447: Zerstörung
  • 1450: Wiederaufbau als dreischiffige Halle mit mehreren Altären, gotischen Fenstern und Schmuck
  • 1602: Zerstörung durch niederländische Kriegsvölker
  • 1664: Wiederaufbau
  • 1820: Einsturz nach Beschädigung durch napoleonische Truppen
  • 1834: Wiederaufbau in der heutigen Form
  • 1945: Schäden durch Artilleriebeschuss
  • 1953: Abschluss des Wiederaufbaus
Die nah gelegene Wasserburg „Haus Götterswick“ hinter dem Friedhof wurde einst von den Edelherren von Götterswick bewohnt (13. Jahrhundert). Diese nutzen die Kirche als Eigenkirche. Ihr Wappen ist noch im Eingangsbereich der Kirche zu finden.

Aufgrund der vielen Zerstörungen in der langen Geschichte der Kirche hat sich das Erscheinungsbild mit den Bestandteilen der Kirche durch die unterschiedlichen Stilrichtungen der einzelnen Epochen oft gewandelt und stellt nun ein Zusammenspiel aus Romanik, Gotik und Klassizismus dar. Eine Besonderheit ist der Taufstein aus Bentheimer Sandstein aus dem 12. Jahrhundert. Das Innere der Kirche wiederum schmücken gotische Grabsteine aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Die älteste und größte Glocke im Kirchenturm wurde 1642 gegossen. Die romanische Orgel wurde 1933 von der Firma Faust erbaut und kann nach Restaurierungsarbeiten von 1993 bis 1995 auch wieder bespielt werden.

Der berühmte preußische Oberlandesbaudirektor und Baumeister Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) war an der Gestaltung der Kirche in ihrer heutigen Form beteiligt.

Durch Unterstützung des 1993 gegründeten „Förderverein Baudenkmal Kirche Götterswickerhamm“ erfolgten bereits einige Sanierungsarbeiten an Mauerwerk, Dachstuhl und Fenstern. Weitere Arbeiten werden noch folgen, um die Kirche vor dem Zerfall zu schützen.

(Biologische Station im Kreis Wesel e.V., 2014. Erstellt im Zuge des Projektes „Kulturlandschaft am Niederrhein“. Ein Projekt im Rahmen des LVR Netzwerks Umwelt)

Internet:
www.voerde.de: Evangelische Kirche Götterswickerhamm (Abgerufen am 10.11.2014)
www.ev.kirchengemeinde.goetterswickerhamm.de: Förderverein der Kirche Götterswickerhamm (Abgerufen am 10.11.2014)

Evangelische Kirche Götterswickerhamm

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1000 bis 1200
Koordinate WGS84
51° 34′ 50,29″ N, 6° 39′ 41,58″ O / 51.58064°, 6.66155°
Koordinate UTM
32U 337978.55 5716988.17
Koordinate Gauss/Krüger
2545900.05 5716451.57

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„Evangelische Kirche Götterswickerhamm”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-107460-20141110-2 (Abgerufen: 17. August 2018)
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