Turmwindmühle Nordbrock

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Hamminkeln
Kreis(e): Wesel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Der Turm der Nordbrocker Windmühle aus Backstein auf ihrem mit Gras bewachsenen angeschütteten Hügel von Westen aus (2014). Oben ist die Halterung für die Windmühlenflügel zu erkennen, die Flügel selbst jedoch fehlen.

    Der Turm der Nordbrocker Windmühle aus Backstein auf ihrem mit Gras bewachsenen angeschütteten Hügel von Westen aus (2014). Oben ist die Halterung für die Windmühlenflügel zu erkennen, die Flügel selbst jedoch fehlen.

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  • Der Mühlenturm von schräg unten im winterlichen Nebel (2013), links daneben steht eine noch teilweise belaubte Esche.

    Der Mühlenturm von schräg unten im winterlichen Nebel (2013), links daneben steht eine noch teilweise belaubte Esche.

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  • Mit Gras bewachsenes Grundstück, auf dem sich der Mühlturm hinter einer Gruppe Birken erhebt (2014).

    Mit Gras bewachsenes Grundstück, auf dem sich der Mühlturm hinter einer Gruppe Birken erhebt (2014).

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  • Blick vom Mühlberg über das Grundstück (2014); ein Stückchen Grasland, das mit hellen ausgeblühten Halmen überzogen ist, zwischen dem sattgrünen Mühlberg im Vorder- und einem Maisacker im Hintergrund.

    Blick vom Mühlberg über das Grundstück (2014); ein Stückchen Grasland, das mit hellen ausgeblühten Halmen überzogen ist, zwischen dem sattgrünen Mühlberg im Vorder- und einem Maisacker im Hintergrund.

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  • Zwei fünfzipfelige Blüten der Rundblättrigen Glockenblume zwischen verblühten Gräsern und anderen krautartigen Pflanzen an der Nordbrocker Mühle (2014).

    Zwei fünfzipfelige Blüten der Rundblättrigen Glockenblume zwischen verblühten Gräsern und anderen krautartigen Pflanzen an der Nordbrocker Mühle (2014).

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  • Zwei Eschen, die den Windmühlenturm an der Turmwindmühle umgeben (2014). Die hintere ist tief verzweigt, gedrungen und voll belaubt, die vordere höher gewachsen, lichter und teilweise kahl.

    Zwei Eschen, die den Windmühlenturm an der Turmwindmühle umgeben (2014). Die hintere ist tief verzweigt, gedrungen und voll belaubt, die vordere höher gewachsen, lichter und teilweise kahl.

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Die Turmwindmühle in Dingden-Nordbrock, einem Ortsteil der Großgemeinde Hamminkeln, wurde um 1844 erbaut. Sie fand ihren Platz am östlichen Rand der Bauerschaft Nordbrock unter Ausnutzung der natürlichen Geländehöhe. Von Westen her beginnt hier, nach einem leichten Anstieg, eine relative „Hochfläche“ auf den Niederrheinischen Sandplatten in 52 Meter über NN.

Um der natürlichen Geländehöhe möglichst viele Meter hinzuzufügen, wurde der Fuß der Mühle durch einen klassischen „Berg“ aus Erde verstärkt, der in seinem Inneren den Mühlentunnel für die Ein- und Ausfahrten von Korn und Mehl birgt. So kam die Mühle selber auf insgesamt 18,80 Meter Höhe. Die Mühlenflügel, in den 2000er Jahren aus Sicherheitsgründen abgebaut, messen 12,50 Meter.

Das Mühlgrundstück
Das kleine Mühlgrundstück regt zu einer Betrachtung seiner Pflanzenwelt an. In der stark durch Ackerwirtschaft mit Maisanbau geprägten Gegend wirkt es wie eine Insel stehen gebliebener Zeit. Auf dem unteren, flachen Teil des Geländes haben sich Pflanzenarten des Magergrünlandes eingestellt, wie rundblättrige Glockenblume, Rotes Straußgras und Kleiner Pippau. Hier zeigt sich ein Stückchen Grasland ohne starken Düngeeinfluss.
Am und auf dem Berg der Mühle hingegen wächst fetteres Gras, durchsetzt mit Brennesseln. Dies ist ein Zeichen dafür, dass der Boden hier ein üppigeres Pflanzenwachstum ermöglicht. Es liegt nah, dass man zur Stabilisierung des Mühlenfußes schweren, lehmig-tonigen Boden statt Sand verwendet hat.

Drei Eschen mit unterschiedlicher Gestalt stehen auf dem mit einem Zaun umfriedeten Bereich. Zwei davon zeigen Spuren früher Beweidung, sie sind tief am Stamm schon verzweigt, haben weit ausladende zu den Seiten ausgerichtete Äste und wirken gedrungen. Eine dritte, vom Besucherparkplatz her zuerst wahrgenommene Esche ist ein wenig höher aufgeschossen. Neben den Eschen finden sich auch noch einige ältere Birken auf dem Grundstück. Die Laubbäume runden auf der relativ kargen Weide das Bild der Landnutzung der vergangenen Jahrhunderte ab.

Ansprechpartner für mehr Information und Besichtigungen der Mühle ist der Heimatverein Dingden e.V.

(Heimatverein Dingden, 2014. Erstellt in Kooperation mit der Biologischen Station im Kreis Wesel e.V. im Zuge des Projektes „Kulturlandschaft am Niederrhein“. Ein Projekt im Rahmen des LVR Netzwerks Umwelt)

Turmwindmühle Nordbrock

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1844
Koordinate WGS84
51° 45′ 37,23″ N, 6° 43′ 14,82″ O / 51.76034°, 6.72078°
Koordinate UTM
32U 342706.1 5736840.98
Koordinate Gauss/Krüger
2549808.49 5736483.92

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„Turmwindmühle Nordbrock”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-105204-20141008-2 (Abgerufen: 26. Mai 2018)
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