Katholische Pfarrkirche Sankt Laurentius in Moselweiß

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Koblenz
Kreis(e): Koblenz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 50° 21′ 2,8″ N: 7° 33′ 33,05″ O 50,35078°N: 7,55918°O
Koordinate UTM 32.397.495,91 m: 5.578.625,51 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.397.530,03 m: 5.580.417,25 m
Die katholische Pfarrkirche Sankt Laurentius ist zu Beginn des 12. Jahrhunderts entstanden, als im Jahr 1201 Moselweiß von der Koblenzer Liebfrauenpfarrei abgetrennt wurde. Der Unterbau des Turmes dürfte noch aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammen. Das Obergeschoss des Turmes wurde im 13. Jahrhundert gebaut. 1865 wurde die Kirche durch den Anbau eines Querschiffflügels im Westen erweitert. Die Sakristei ist aus dem Jahre 1882.

Sankt Laurentius ist eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika mit drei Doppeljochen und quadratischem Chor: dem Querschiffvorbau im Westen, dem südlichen Seitenschiff mit Apsis sowie dem nördlichen Seitenschiff, dessen Ostende an den Turm stößt. Östlich des Turmes befindet sich ein barocker unterkellerter Sakristeibau. Die Sakristei von 1882 befindet sich an der Südseite des Chores. Als Baumaterial wurde Bruchstein verwendet, welches in den Hochwänden der Kirche mit Tuff durchsetzt ist. Außen und innen ist die Kirche einheitlich verputzt, derweil der eingebaute Turm unverputzt ist. Die Außenwände sind durch Lisenen mit Rundbogenfriesen gegliedert. Die Pfarrkirche hat eine Gesamtlänge von 26 m und ist 13,8 m breit.

Das Innere der Kirche hat in allen Jochen Kreuzgradgewölbe. Die hängenden Schlusssteine weisen Blattverzierungen auf. Durch kräftige Wulstgurte sind die Gewölbejoche voneinander geschieden. Der Chorraum ist um fünf Stufen gegenüber dem Mittelschiff erhöht. Nach Feststellungen des Malers Velte wurde die Pfarrkirche im Mittelalter drei Mal ausgemalt. Die 1932 zu Tage getretenen figürlichen Malereien stammen noch aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, wie beispielsweise der Oberkörper des heiligen Paulus. Bei der Visitation im Jahr 1680 befanden sich in der Kirche der Hochaltar, der Kreuzaltar, der Nikolausaltar sowie der Laurentiusaltar. Die romanische Steinstipes des alten Hochaltars ist unter der heutigen Holzverschalung erhalten geblieben. Weiterhin befinden sich in der Kirche ein romanischer Taufstein aus der Zeit um 1201 sowie die Steinkanzel des Koblenzer Meisters Hermann Sanders von 1467 aus der Koblenzer Liebfrauenkirche.

Kulturdenkmal
Die Sankt Laurentius Kirche ist ein geschütztes Kulturdenkmal und ist in dem Verzeichnis der Kulturdenkmäler der Stadt Koblenz eingetragen.

(Simon Künzel und Miriam Lux, Universität Koblenz-Landau, 2014)

Literatur

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2013)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreisfreie Stadt Koblenz. Denkmalverzeichnis kreisfreie Stadt Koblenz, 3. Dezember 2013. Mainz. Online verfügbar: http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Koblenz.pdf, abgerufen am 10.09.2021
Michel, Fritz (1937)
Die kirchlichen Denkmäler der Stadt Koblenz. Düsseldorf.

Katholische Pfarrkirche Sankt Laurentius in Moselweiß

Schlagwörter
Ort
Koblenz - Moselweiß
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Geschütztes Kulturdenkmal gem. § 8 DSchG Rheinland-Pfalz
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1201

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„Katholische Pfarrkirche Sankt Laurentius in Moselweiß”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-100995-20140824-4 (Abgerufen: 5. Oktober 2022)
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