„Queich-Ursprung“ ist ein Ritterstein aus der Kategorie „Orientierungspunkte“. Er markiert den Ursprung eines der Hauptgewässer des Pfälzerwaldes und verweist zugleich auf die Ostseite der Wasserscheide Rhein-Mosel.
Spezifische Einordnung
Die Queich entspringt südlich von Hauenstein im Stephanstal zwischen Hohem Kopf und Mittel-Schachen. Ihr Ursprung liegt in einem waldreichen Talraum, in dem das Wasser aus dem Buntsandstein austritt und zunächst unscheinbar seinen Lauf beginnt. Von hier fließt die Queich durch Hauenstein, Wilgartswiesen, Rinnthal, Annweiler, Albersweiler, Landau und Germersheim, bevor sie nach rund 50 Kilometern in den Rhein mündet. Damit verbindet dieser kleine Quellpunkt den inneren Pfälzerwald mit der Rheinebene.
Die Quelle wurde mit rotem Pfälzer Sandstein gefasst. In der Nähe befinden sich eine Kneipp-Wassertretanlage, ein Holzpavillon und Rastplätze, sodass der Ort heute nicht nur hydrologischer Ursprung, sondern auch ein erlebbarer Aufenthalts- und Wanderpunkt ist. Historisch spielte die Queich für Mühlen, die Holztrift und später auch für den Albersweilerer Kanal eine Rolle. Der Ritterstein trägt die schlichte Inschrift „Queich-Ursprung“ und macht sichtbar, dass hier nicht nur ein Bach beginnt, sondern ein Gewässer, das Landschaft, Arbeit, Verkehr und Siedlungen über viele Kilometer hinweg geprägt hat.
(Thomas Mann, Weidenthal, 2026)