Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Ritterstein Schwörstein
Copyright-Hinweis:
Thomas Mann
Fotograf/Urheber:
Thomas Mann
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Der Ritterstein Nr. 72 "Schwörstein" befindet sich auf dem Sattel zwischen Harzofenberg, Kneipenkopf und Hermeskopf, etwa einen Kilometer nordwestlich der früheren Heilstätte Ramberg
Copyright-Hinweis:
Thomas Mann
Fotograf/Urheber:
Thomas Mann
Medientyp:
Bild
Der große Stein liegt an einem alten Grenz- und Wegepunkt, an dem Landschaft, Waldrechte und volkstümliche Überlieferung besonders dicht zusammenkommen.
Copyright-Hinweis:
Thomas Mann
Fotograf/Urheber:
Thomas Mann
Medientyp:
Bild
Der Ritterstein Nr. 72 „Schwörstein“ befindet sich auf dem Sattel zwischen Harzofenberg, Kneipenkopf und Hermeskopf, etwa einen Kilometer nordwestlich der früheren Heilstätte Ramberg. Der große Stein liegt an einem alten Grenz- und Wegepunkt, an dem Landschaft, Waldrechte und volkstümliche Überlieferung besonders dicht zusammenkommen.
Thematische Einordnung „Schwörstein“ gehört zur Kategorie „Orientierungspunkte“. Zugleich besitzt er Bedeutung als historischer Grenz- und Versammlungsstein der Haingeraiden. Damit steht er für eine ältere Ordnung gemeinschaftlicher Waldnutzung, in der Grenzen, Rechte und Pflichten nicht nur in Urkunden, sondern auch an markanten Punkten im Gelände verankert waren.
Spezifische Einordnung Der Schwörstein ist ein großer Grenz- und Lagerstein, der im Volksmund auch „die brät Platt“ genannt wurde. Hier verlief einst die Grenze zwischen der Ober- beziehungsweise 1. Haingeraide und der Mittel- beziehungsweise 2. Haingeraide. Der Stein selbst trägt keine Grenzzeichen; diese sollen sich nach überlieferten Angaben an einem danebenstehenden Baum befunden haben. Außerdem soll der Schwörstein als Versammlungs- und Vereidigungsort der Haingeraideförster gedient haben. Dadurch erhält der Ort eine besondere rechtliche und symbolische Bedeutung: Hier wurde nicht nur gerastet oder orientiert, sondern möglicherweise auch Verantwortung für den gemeinsamen Wald bekräftigt. Mit dem Platz verbindet sich zudem die Sage, dass sich in der Mainacht Hexen am Kreuzweg beim Schwörstein zum Tanz versammelt hätten. Der Stein steht damit zwischen Grenzrecht, Waldordnung und Sagengedächtnis.
(Thomas Mann, Weidenthal, 2026)
Literatur
Eitelmann, Walter / Pfälzerwald-Verein e.V. (Hrsg.) (2005)
Rittersteine im Pfälzerwald. Gedenksteine und Inschriften - Eine steinerne Geschichtsschreibung. Neustadt an der Weinstraße (5. Auflage).
Der hier präsentierte Inhalt steht unter der freien Lizenz CC BY 4.0 (Namensnennung). Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Möchten Sie dieses Objekt in der Kuladig-App öffnen?
Wir verwenden Cookies
Dies sind zum einen technisch notwendige Cookies,
um die Funktionsfähigkeit der Seiten sicherzustellen. Diesen können Sie nicht widersprechen, wenn
Sie die Seite nutzen möchten. Darüber hinaus verwenden wir Cookies für eine Webanalyse, um die
Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren, sofern Sie einverstanden sind. Mit Anklicken des Buttons
erklären Sie Ihr Einverständnis. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Datenschutzseite.