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Ludes-Haus in der Kyllburger Straße 5
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Rudolf Densborn
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Das Foto zeigt das ehemalige Berentz-Anwesen Haupichgasse 2 (Wohnhaus im Hintergrund) und Haupichgasse 2a (früheres Wirtschaftsgebäude, heute Wohnhaus, im Vordergrund).
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Der erste Ortskatasterplan von Oberkail aus dem Jahr 1828 zeigt das damalige Berentz-Haus samt Backofen (mit der Nummer 266). Die Wirtschaftsgebäude lagen damals rechts vom gezeigten Kartenausschnitt.
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In der Mitte des Katasterausschnitts aus der Zeit um 1880 ist das Berentz-Haus (Haupichgasse 2) zu sehen. Rechterhand waren zwischenzeitlich neue Wirtschaftsgebäude errichtet worden (Haupichgasse 2a). Linkerhand ist das damals neu erbaute Haus der Berentz-Tochter Anna Becker und ihres Ehemannes Karl Rondé (Heute Bitburger Straße 5) zu sehen.
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Aus dem früheren Ludes-Haus samt Wirtschaftsgebäude ist heute die Doppelhausanlage Kyllburger Straße 5 und 5a geworden.
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Das Foto zeigt das ehemalige Berentz-Anwesen Haupichgasse 2 (Wohnhaus im Vordergrund) und Haupichgasse 2a (früheres Wirtschaftsgebäude, heute Wohnhaus, im Hintergrund).
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Federzeichnung des Hauses Haupichgasse 2 von 2023.
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Erich Schäfers
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Der Schlussstein über der Haustüre zeigt heute die gemalte Jahreszahl 1819 der Erbauung des Wohnhauses. Eingeritzt ist unter der gemalten 19 die Jahreszahl 1819 zu erkennen und unter der gemalten 18 die Initialen KA von der damaligen Hausbesitzerin Katharina Adams (1777-1825).
Das Ludes-Haus in der Kyllburger Straße 5 in der Mitte des 20. Jahrhunderts.
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Rudolf Densborn
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Über fast drei Jahrhunderte war das Berentz-Haus Stammsitz einer Familie, deren Nachkommen das Ortsbild Oberkails nachhaltig prägten. Die Geschichte des Anwesens reicht jedoch noch weiter zurück - bis zu einem mittelalterlichen Burgsäß-Lehen. Der Beitrag zeichnet den Weg vom Juffer-Lehen über die Familien Weinert, Adams und Densborn bis zu den Ausgründungen des 19. Jahrhunderts nach und zeigt, wie aus einem einzigen Hof zahlreiche bis heute bekannte Häuser und Familienlinien hervorgingen.
Lage und Baubeschreibung Das Anwesen Haupichgasse 2 besteht aus einem zweigeschossigen, giebelständig zur Straße errichteten Wohnhaus sowie einem links anschließenden, niedrigeren ehemaligen Wirtschaftsgebäude (Haupichgasse 2a). Beide Baukörper werden von Satteldächern überspannt und bilden heute eine geschlossene Straßenfront. Das im Jahr 1819 errichtete Wohnhaus besitzt eine regelmäßig gegliederte Fassade mit vier Fensterachsen im Obergeschoss und einer annähernd mittig angeordneten Eingangstür in der zweiten Achse von links. Die Fenster sind als stehende Rechtecke mit farblich abgesetzten Sandsteingewänden ausgebildet; ein profiliertes Sandsteingewände rahmt zudem den Hauseingang. Das schlichte, verputzte Erscheinungsbild wird lediglich durch ein umlaufendes Sockelgesims und die Sandsteingewände gegliedert. Das links anschließende ehemalige Wirtschaftsgebäude ist niedriger ausgeführt und besitzt eine zurückhaltend gestaltete Fassade mit insgesamt sechs Fensterachsen. Unter den linken drei Achsen befinden sich Garagentor und Hauseingang, unter den beiden rechten ein Nebeneingang sowie ein Wirtschaftsraumfenster. In das Satteldach sind zwei Paare Dachgauben eingelassen. Der glatte Putz ist hellgrau gestrichen, die Umrandungen der Tür- und Fensteröffnungen sind dezent weiß gefärbt. Trotz späterer Modernisierungen lässt die Gesamtanlage die ursprüngliche funktionale Verbindung von Wohnhaus und Wirtschaftsgebäuden eines landwirtschaftlichen Anwesens noch gut erkennen.
Die Vorläufer und Anfänge des Berentz-Hauses Vermutlich geht das Berentz-Haus auf das Oberkailer Burgsäß-Lehen zurück. Als „Burgsäß-Lehen“ bezeichnete man im Mittelalter ein Lehen, dessen Inhaber als Burgsasse mit der jeweiligen Burg verbunden war. Die Inhaber solcher Lehen gehörten meist dem niederen Adel an. Neben der Nutzung des verliehenen Besitzes waren sie verpflichtet, im Verteidigungsfall Wachdienst zu leisten oder andere Burgdienste zu übernehmen. Im Laufe der Neuzeit verloren diese militärischen Verpflichtungen jedoch zunehmend an Bedeutung, während der Besitzcharakter des Lehens in den Vordergrund trat. Für Oberkail sind mit Wilhelm von Ufflingen (Oberöfflingen) im Jahr 1447 und Werner von Natem (Nattenheim) im Jahr 1561 zwei Inhaber des Burgsäß-Lehens aus dem niederen Adel bekannt. Danach scheint das Lehen in den Besitz von Verwalterfamilien übergegangen zu sein. 1621 wird Johan Wildman, 1640 Jost Wildman genannt. Im Jahre 1680 wurde es wieder eingezogen. 1689 erhielt es der Rentmeister Johann Schmeltzer. Hier erscheint erstmals die Bezeichnung „Juffer-Haus“. Die Töchter Johann Schmeltzers waren Klosterschwestern in Trier, besaßen jedoch auf Lebenszeit Rechte am Burgsäß- oder Juffer-Lehen in Oberkail, die Graf Wolfgang Heinrich durch eine Rentenzahlung ablösen konnte. So wurde das Juffer-Haus „von den geistlichen Jungferen Schmeltzer de 1727 an Hans Bernard Weinrath“ abgegeben. Das Juffer-Gut gehörte jedoch auch danach nicht zu den im Ort üblichen Vogteihäusern, sondern hatte als Pachtgut eine Sonderstellung. Seinen Hausnamen erhielt das Berentz-Haus von Johann Bernhard Weinert, wie er in den Kirchenbüchern genannt wurde, der kurz vor 1726 seine Ehefrau Elisabeth geheiratet hatte. „Berentz“ bedeutet somit „Haus des Bernhards“. Bislang liegen keine weiteren gesicherten Erkenntnisse über das Ehepaar vor. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass Bernhard mit der Kiewel-Familie verwand war und Elisabeth aus Eisenschmitt stammte. In den Kirchenbüchern lassen sich drei ihrer Kinder nachweisen: die beiden Töchter Elisabeth und Anna Susanna sowie der Sohn Johann Peter. Letzterer heiratete in die Philipps-Familie (am heutigen Standort des Materiallagers des Malergeschäftes Leischen in der Schulstraße) ein. Über die mittlere Tochter Anna Susanna sind keine weiteren Nachrichten überliefert. Das Berentz-Haus übernahm nach den damaligen Erbgewohnheiten die älteste Tochter Elisabeth Weinert (um 1726-1788). Im Jahr 1749 hatte sie Johann Robert Adams (1725-1798) vom Altenhof geheiratet. Von ihren acht Kindern starb die älteste Tochter bereits in jungen Jahren, fünf Kinder heirateten auswärts, Tochter Maria Katharina heiratete den Förster Matthias Schmitz aus dem Bischofs-Haus (Bitburger Straße 4) und zog mit ihm und mindestens drei in Oberkail geborenen Kindern in der Zeit um 1820 nach Osweiler bei Echternach. Nach dem Tod der ältesten Schwester blieb der zweitgeborene Sohn, Johann Peter Adams (1752-1800) im Berentz-Haus. Im Jahr 1773 hatte er Anna Maria Weber (1746-1803) aus dem Schmieds-Haus (Orsfelder Weg 2) geheiratet. Nur zu zwei der sechs Kinder liegen genauere Informationen vor: Der Erstgeborene Matthias starb mit 17 Jahren. Da die zweitgeborene Tochter, Anna Maria, nicht die Hausnachfolge antrat, dürfte auch sie jung und unverheiratet verstorben sein. Das dritte Kind, Katharina Adams (1777-1825) heiratete 1795 mit Peter Densborn (1768-1836) in das Berentz-Haus ein. Er stammte aus dem Reiss-Haus (Orsfelder Weg 4) und war zum Zeitpunkt der Eheschließung neben seinem Vater der einzige männliche Namensträger Densborn in Oberkail.
Vom Berentz-Haus ins halbe Dorf: Der Familienname Densborn Der Familienname Densborn prägte das Berentz-Haus zwar nur zwei Generationen lang, doch bereits in der fünften Generation nach Peter Densborn lebten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zahlreiche seiner Nachfahren mit Familienname Densborn in Oberkail: Maria und Peter Densborn (Ludes, Kyllburger Straße); Josef und Rudolf Densborn (Ludes, Wittlicher Straße); Theo und Alfred Densborn (Berentz, Bitburger Straße); Karl Densborn (Bläsisch, Kirchstraße); Herbert und Leo Densborn (Berentz, Pitten, Bitburger Straße); Johann (Hansi) und Katharina Densborn (Schmatz, Kuhberg) sowie Alois und Rosmarie Densborn (Tiessjiens, Orsfelder Weg). In der ersten Generation nach Peter Densborn erreichten drei Söhne und eine Tochter das Erwachsenenalter. Zwei von ihnen heirateten auswärts. Der jüngere Sohn Ludwig Densborn (1806-1853) dürfte sich aus einem früheren freistehenden Wirtschaftsgebäude der Berentz-Familie ein Wohnhaus errichtet haben. Dessen Standort war neben der heutigen Scheune zwischen den Anwesen Haupichgasse 3 und 4. Dort lebte er anschließend mit seiner Frau und den ältesten Kindern. Kurz vor 1840 dürfte er mit seinem Nachbarn Johann Carpentier die Gebäude getauscht haben. Seitdem lebten er und seine Nachfolger im heutigen Gebäude Bitburger Straße 9. Den Hausnamen „Berentz“ hat er dabei aus der Haupichgasse mitgebracht. Im Stammhaus verblieb der älteste Sohn Matthias Densborn (1797-1847), der 1820 Anna Trappen (1790-1875) aus Seffern geheiratet hatte. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor. Peter kaufte 1851 das Krones-Haus (Kyllburger Straße 3). Ludwig erbaute um 1870 das nach ihm benannte Ludes-Haus (Kyllburger Straße 5). Elisabeth Densborn (1828-1911) heiratete 1852 mit Johann Peter Becker (1827-1901) aus dem Haus Wittlicher Straße 11 (später Amtsverwaltung) ins Berentz-Stammhaus ein. Von den neun Becker-Kindern heiratete eine Tochter auswärts, drei Kinder starben als Säuglinge beziehungsweise im jungen Erwachsenenalter, eine weitere Tochter starb im Alter von 49 Jahren unverheiratet im Elternhaus. Vier Töchter heirateten und begründeten jeweils neue Familienlinien in Oberkail. Anna Becker heiratete Karl Rondé aus dem Jägers-Haus (Wittlicher Straße 17). Gemeinsam errichteten sie auf dem Nachbargrundstück von Berentz das heutige Gebäude Bitburger Straße 5. Der einzige Sohn starb im Alter von einer Woche. Katharina Becker heiratete Wilhelm Lenz von der Fließemer Mühle. Sie kauften gemeinsam das Haus Neustraße 10, das heute noch von ihrem Urenkel Klaus Weber bewohnt wird. Anna Maria Becker heiratete Gottfried Zils aus Himmerod. Sie lebten zunächst auch dort und kauften später das heutige Anwesen Burgstraße 20, das heute noch von ihrem Urenkel Josef Wallscheid bewohnt wird. Anna Maria Becker (1855-1925) heiratete 1881 mit Nikolaus Grün (1852-1914) aus Gransdorf ins Stammhaus ein. Sie bekamen elf Kinder, von denen vier bereits in jungen Jahren verstarben und vier auswärts heirateten. Sohn Wilhelm starb als Junggeselle im Alter von 28 Jahren. Die Tochter Anna heiratete den arenbergischen Hegemeister Bernhard Joseph Brück und lebte mit ihm und ihren elf Kindern im Forsthaus in der Meisburger Straße 9. Sohn Peter Grün (1883-1967) heiratete Anna Keilen (1894-1981) aus der Pfarrei Seffern und betrieb mit ihr die angestammte Landwirtschaft. Die älteste Tochter verstarb bereits 1947 im Bitburger Krankenhaus. Der zweite Sohn fiel 1942 als 20-jähriger Soldat in Russland. Das dritte Kind starb bereits als Säugling. Nur die drei jüngsten Kinder erlebten die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Hedwig Grün (1928-2011) blieb zeitlebens als Ledige im Elternhaus wohnen. Dort arbeitete sie als selbstständige Näherin. Aloysia Grün (Jahrgang 1934) arbeitete später zwar in Bonn, war aber oft bei ihrer Mutter und den beiden Geschwistern in Oberkail. Peter Grün (1930-2012) heiratete 1964 Helene, genannt Lena, Landt (1935-2017) aus Gindorf. Gemeinsam betrieben sie bis zum Rentenalter die Landwirtschaft des Berentz-Hauses, das im 20. Jahrhundert meist nur noch im Dialekt „Greens“ genannt wurde. Damit unterschied man das Stammhaus in der Haupichgasse vom „Berentz“-Haus in der Bitburger Straße, das historisch lediglich als Nebenlinie aus dem ursprünglichen Stammhaus hervorgegangen war. Die Tochter Annemie renovierte nach dem Tod der Mutter Lena das Haus in der Haupichgasse und vermietet es seither als Ferienwohnung. Der Sohn baute die ehemaligen Wirtschaftsgebäude zu einem Wohnhaus für sich und seine Familie um.
Ausgründungshaus: Ludes in der Kyllburger Straße 5 Am Standort der heutigen Häuser Kyllburger Straße 5 und 5a lag 1867 ein Garten, der Ludwig Densborn (1826-1905) aus dem Berentz-Haus (Haupichgasse 2) gehörte. Um 1870 ließ er dort gemeinsam mit seiner zweiten Ehefrau Magdalena Hoffmann (1840-1910) aus Seinsfeld ein Wohnhaus mit den zugehörigen Wirtschaftsgebäuden errichten. Sie bezogen das Anwesen gemeinsam mit zwei Kindern aus Ludwigs erster Ehe und zwei gemeinsamen Kindern. Zwei weitere Söhne wurden dort geboren. Die Tochter Maria heiratete 1880 in das Haupisch-Haus (Haupichgasse 5) ein. Im Jahr 1897 heirateten Sohn Peter nach Arenrath und Tochter Anna noch Spang. Der älteste Sohn aus der zweiten Ehe, Johann Peter Densborn (1867-1955) heiratete 1900 in das Elternhaus ein. Seine Frau Anna Breuer (1873-1962) stammte aus dem Jäger-Haus (Wittlicher Straße 17). Dem Ehepaar wurden bis 1914 sieben Söhne geboren, von denen drei sehr jung starben. Im Gebäudeverzeichnis von 1910 wird Johann Peter Densborn mit einem Drittel Eigentumsanteil genannt sowie zwei nicht näher genannte Miteigentümer. Dabei handelte es sich um seine unverheirateten jüngeren Brüder Ludwig (1871-1919) und Gerhard (1874-1959), die auf Hof und Feld mitarbeiteten. Zum Ludes-Haus gehörten damals das Wohnhaus mit Abort, eine Scheune mit Stall, zwei Schweineställe, ein Holzschuppen sowie ein Schuppen. Von den vier erwachsen gewordenen Söhnen der Eheleute Densborn-Breuer nahm schließlich Christoph den Hof in Besitz. Der älteste Sohn Ludwig verunglückte 1925 bei Steinbrucharbeiten in der Neustraße tödlich. Der zweitgeborene Sohn Johann (1902-1986) lebte und arbeitete auf dem Hof seines Bruders Christoph; er blieb ledig. Der jüngere Sohn Peter (1909-2008) heiratete seine Nachbarin Magdalena Kickertz aus dem Krones-Haus (Kyllburger Straße 3) und zog mit ihr in den Sägberg (Wittlicher Straße 29). Christoph (1904-1987) heiratete am selben Tag Elisabeth Meyers (1908-1977) aus Steinborn. Die ersten drei Söhne des Ehepaares starben bereits im Kindesalter: Der älteste bei der Geburt. Alois starb im Alter von fünf Jahren in Folge einer unglücklichen Schussverletzung beim Spiel mit Munition. Ernst wurde im Alter von sieben Jahren von einem Auto auf der Kyllburger Straße erfasst und verstarb an den Folgen des Unfalls. Die vier jüngsten Kinder, Ludwig, Maria, Martha und Peter waren zwischen sieben und vierzehn Jahre alt, als die Familie 1957 ihr neu erbautes Haus in der Kyllburger Straße 34 bezog. Dort besaß die Familie bereits zuvor eine Feldscheune. Der neue Standort bot deutlich bessere Entwicklungsmöglichkeiten für den landwirtschaftlichen Betrieb als das beengte Anwesen in der unteren Kyllburger Straße. Das Ludes-Stammhaus samt Wirtschaftsgebäude wurde um 1960 an den aus dem heutigen ukrainischen Radenytschi bei Lwiw (Lemberg) stammenden Schuhmachermeister Georg Salczak (1915-1985) und seine Ehefrau Charlotte Backes verkauft. Dort betrieben sie eine Schuhmacherwerkstatt mit angeschlossenem Laden. Einige Jahre nach Georgs Tod zog Lotte mit ihrer Tochter in ein neu erbautes Haus auf der Flips. Anschließend wurde das frühere Ludes-Anwesen von der Familie Müller-Rodermann umgebaut. Dabei entstanden zwei eigenständige Wohnhäuser, die zunächst vermietet wurden. Das ursprüngliche Haus behielt die Hausnummer 5 und gehört heute Jennifer McGee, geborene Gasper. Der frühere Wirtschaftstrakt ist heute das Haus Kyllburger Straße 5a, das von Nadeschda und Sebastian Herget bewohnt wird.
(Jörg Kreutz, Oberkailer Zeitspuren e.V. - geschichtlicher Verein der Ortsgemeinde Oberkail, 2026)
Quellen Herzoglich von Croysches Archiv Dülmen, HCAD, BMB, 16, 15, Urteil vom 29. November 1832 in Sachen der Fürsten von Salm-Salm gegen die Stockbesitzer in Oberkail. Herzoglich von Croysches Archiv Dülmen, HCAD, 1, 11, Pro Memoria, angelegt in den Jahren 1814-1818. Herzoglich von Croysches Archiv Dülmen, HCAD, 11, 8: Aktenverzeichnis (transkribiert von Claus Rech). Kreisarchiv Bitburg: Akten des Standesamtes Oberkail. LHAK 15, 1052, Maria-Theresia-Kataster 1766. LHAK 15, 280, Steuerliste 1793. LHAK, Außenstelle Kobern-Gondorf; Bestände 734-1104, 736-2291 und 736-3427. Pfarrarchiv Oberkail und Bistumsarchiv Trier: Kirchenbücher der Pfarrei Oberkail. Pfarrarchiv Oberkail: Gebundene Abschrift eines Güterverzeichnisses aus der Zeit um 1700. Staatsarchiv Brüssel - Archives Générales du Royaume de Belgique, Bestand Arenberg, Rechnungen Oberkail. Urteilsschrift des Rheinischen Appellations-Gerichtshof zu Cöln in seiner öffentlichen Sitzung des ersten Civil-Senats vom 22. April 1835.
Literatur
Gerten, Erich; Kreutz, Jörg; Rech, Claus (2001)
Oberkail. Geschichte eines Dorfes in der südlichen Eifel. Neuerburg.
Mehs, Matthias Joseph (1934)
Das Oberkailer „Nahmen Buch der Heiligen Undt Hochheiligen Bruderschaft Jesu undt Mariae“. In: Wittlicher Tageblatt, Nr. 277 und 282, Sonderdruck, Wittlich.
Rech, Claus (o.J.)
Stockbesitzer und Beisassen in Oberkail (Eifel). Ein Beitrag zur Geschichte der Oberkailer Häuser und ihrer Bewohner vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. o.O.. Online verfügbar: https://www.wgff.de/trier/
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