Baugeschichte
Die Pfarrkirche St. Michael geht in ihren Anfängen auf das Hochmittelalter zurück. Im Verlauf der Jahrhunderte wurde das Kirchengebäude mehrfach umgebaut und erweitert. Dabei überlagern sich heute verschiedene Bauphasen, insbesondere aus der Gotik und dem Barock, die sowohl im Baukörper als auch in der Innenausstattung erkennbar sind. Der markante Kirchturm prägt bis heute die Ortssilhouette maßgeblich.
Bezug zur Familie des Nikolaus von Kues
Eine besondere Bedeutung kommt der Pfarrkirche St. Michael durch ihre Verbindung zur Familie des Gelehrten Nikolaus von Kues (Cusanus) zu. 1438 wurde Nikolaus Cusanus Pfarrer von Bernkastel. Sein Bruder Johannes Cryfftz hatte ebenfalls die Laufbahn eines Geistlichen gewählt. Er wirkte als Priester und Dechant in Piesport, trat in Bernkastel in der Pfarrkirche Sankt Michael nach Nikolaus Weggang dessen Nachfolge an. Nach seinem Tod am 7. Mai 1456 wurde Johannes Cryfftz im Chorraum der Pfarrkirche St. Michael bestattet. Das zugehörige Grabmal ist heute nicht mehr erhalten, wird jedoch in historischen Quellen überliefert (siehe www.pfarrei.de).
Kulturdenkmal
Die katholische Pfarrkirche Sankt Michael in Bernkastel wird im Nachrichtlichen Verzeichnis der Kulturdenkmäler im Kreis Bernkastel-Wittlich geführt (Stand 2026). Der Eintrag lautet:
„Kath. Pfarrkirche St. Michael und St. Sebastian Gestade 8
dreischiffige Pseudobasilika, 2. Hälfte 14. Jh., Mittelschifferweiterung 17. Jh., 1968 Wiederherstelllung der
barocken Fassade; Schieferbruchsteinturm, 14. Jh“.
(Claus Conrad, Stadt Bernkastel-Kues, 2025)
Internet
www.pfarrei.de: Pfarrkirche St. Michael - Bernkastel (abgerufen 19.08.2026)