Lage und Baubeschreibung
Von den ältesten Gehänen-Nennungen bis zur Familie Fun(c)k
Übergang des Familiennamens von Funk zu Vanck
Haus Steines, Kyllburger Straße 6
Haus Steines, Kyllburger Straße 13
Quellen
Wer heute auf das Gehänen-Anwesen blickt, erkennt auf den ersten Blick einen ehemaligen Bauernhof mit einem ungewöhnlich groß geratenen Scheunentor. Doch hinter der schlichten Fassade verbirgt sich eine spannende Geschichte: Fast ein Jahrhundert lang war das Anwesen Heimat eines Sägewerks, das mehrere Generationen der Familie Vanck ernährte und das Ortsbild mitprägte. Die große Toreinfahrt wurde eigens vergrößert, um den Anforderungen des Holzbetriebs gerecht zu werden. Hier wurden vor allem Buchenstämme aus den umliegenden Wäldern verarbeitet und für die Möbelindustrie zugeschnitten. Mit dem Ende des Sägewerks verschwand ein bedeutender Wirtschaftszweig Oberkails. Heute erinnert nur noch wenig an die Zeit, als das rhythmische Rattern des Sägegatters und der Geruch frisch geschnittenen Holzes den Alltag des Gehänen-Anwesens prägten.
Lage und Baubeschreibung
Das heutige Erscheinungsbild des Gebäudekomplexes des Gehänen-Anwesens in der Kyllburger Straße 4 verweist trotz mehrerer Umbauten noch deutlich auf seine ursprüngliche Funktion als landwirtschaftlich genutztes Anwesen. Der langgestreckte, zweigeschossige Baukörper erstreckt sich traufständig entlang der Straße und wird von einem großflächigen Satteldach abgeschlossen. Die Fassade ist verputzt und schlicht gestaltet, wodurch die klar gegliederte Struktur des Hauses besonders hervortreten kann. Charakteristisch ist die große Tordurchfahrt im linken Gebäudeteil, die den Zugang zum rückwärtigen Hofbereich ermöglicht. Historische Aufnahmen belegen, dass sich an dieser Stelle ursprünglich ein rundbogiges Scheunentor befand, wie es für die Wohn-Wirtschaftshäuser der früheren Jahrhunderte typisch war. Im Zuge einer späteren Modernisierung wurde es durch die heutige rechteckige, deutlich größere Durchfahrt ersetzt. Die Vergrößerung hängt mit dem Sägewerksbetrieb zusammen, der in diesem Gebäudekomplex fast einhundert Jahre lang betrieben wurde. Zwischen Toreinfahrt und Wohnhaus befindet sich heute eine Autogarage, an deren Stelle früher ein Stall war.
Rechts davon schließt sich der Wohnteil an, der über zwei Geschosse fast regelmäßig gegliedert ist. Von den vier Fensterachsen ist die rechte mit etwas größerem Abstand abgesetzt. Die Haustür befindet sich in der zweiten Achse von rechts. Die Fenster wurden im Zuge jüngerer Renovierungen erneuert, die aus Sandstein gehauenen Umrahmungen sind heute nicht mehr sichtbar. Die Größe und Anordnung der Fenster entsprechen jedoch noch dem historischen Erscheinungsbild der Fassade. Auf historischen Aufnahmen sind im oberen Wandbereich ebenfalls exakt in den Achsen liegende, kleine, querrechteckige Öffnungen erkennbar, die der Belichtung und Belüftung des Speicherraums dienten. Diese Öffnungen waren der früheren Nutzung des Dachraums als Lagerfläche für Getreide, Futter oder andere Vorräte geschuldet. Im heutigen Zustand sind diese Öffnungen nicht mehr sichtbar; sie wurden im Zuge späterer Umbaumaßnahmen geschlossen und verputzt.
Von den ältesten Gehänen-Nennungen bis zur Familie Fun(c)k
Der Name Gehänen taucht zum ersten Mal in den Rechnungen der Herrschaft Kail im Jahr 1655/56 in Erscheinung. Dort heißt es, dass das „Gehenneten Erb pfleglos“ sei, also die Ackerflächen infolge der Kriegswirren und der hohen Abgabenlasten für die Bauern von den Besitzern verlassen und nicht mehr bearbeitet wurden. 1680 wird mit Johannen Bast, also Sebastian Gehänen, wieder ein aktiver Bauer des Erbgutes genannt. Damit ist zugleich die Herkunft des Namens erklärt: „Gehänen“ stammt vom Vorname Johann ab. (Im Eifeler Dialekt wird St. Johann an der Kyll analog auch als „Gehan“ bezeichnet.) Bis zum Jahr 1698 war das Gehänen-Haus dann an Wilhelm Jehennen übergegangen. Mit seiner Ehefrau Magdalena hatte er mindestens zwei Töchter, wovon die älteste, Eva Gehännen (um 1705-1757) gemeinsam mit ihrem aus Deudesfeld stammenden Ehemann Lambert Bleser (1702-1772) Haus und Hof übernahm. Ihnen folgte ihr ältester Sohn Johann Peter Bleser (1732-1776) mit seiner Ehefrau Katharina Herrmann (1735-1801), die aus dem Dieders-Haus (heute Hauptstraße 1) stammte. Nach dem frühen Tod des erst 20-jährigen ältesten Sohnes Matthias 1783 wurde der zweitälteste, Nikolaus Bleser (1765-1813), zusammen mit seiner aus Malberg stammenden Ehefrau Margaretha Labbé (1766-1845), Hoferbe. Sechs ihrer sieben Kinder erreichten nicht das Erwachsenenalter. Allein die älteste Tochter, Katharina Bleser (1794-1858), überlebte die Kindheit. Sie heiratete noch im Todesjahr des Vaters, 1813, Nikolaus Funck (1777-1838) von der Biermühle. Mit ihm hielt der Name Fun(c)k Einzug in die untere Kyllburger Straße und sollte dort für rund 170 Jahre prägend bleiben.
Von den acht Kindern des Paares Funk-Bleser verstarben Matthias (1816-1817) und Johanna (1820-1825) sehr jung sowie Sohn Theodor (1825-1848) als lediger Militärangehöriger in Trier. Tochter Margaretha (1814-1884) heiratete 1835 den Lehrer Johann Franz und wohnte die ersten zehn Ehejahre wohl in der Schule neben der Kirche und danach bis zu dessen Pensionierung im neuen Schulhaus von 1845 in der Wittlicher Straße 2. Danach errichteten die Eheleute einen Neubau in der Kyllburger Straße 13. Tochter Katharina (1817-1884) erbaute in den 1850er Jahren zusammen mit ihrem Ehemann Valentin Schwadorf direkt neben dessen Elternhaus ein Haus, das heute im linken Teil des Gebäudes Bitburger Straße 2 integriert ist. Tochter Eva (1822-1859) verließ Oberkail und zog zu ihrem Ehemann Theodor Marder nach Usch. Der jüngste Sohn, Nikolaus Funk (1829-1898) errichtete 1865 direkt neben seinem Elternhaus, heutige Anschrift Kyllburger Straße 6, ein neues Wohnhaus für sich und seine Familie. Der zweitjüngste Sohn Matthias Funk (1828-1908) blieb mit seiner aus Herforst stammenden Ehefrau Barbara Becker (1828-1886) im Elternhaus.
Übergang des Familiennamens von Funk zu Vanck
Von den acht Kindern des Ehepaares Funk-Becker heirateten mindestens zwei nach außerhalb. In Oberkail blieben drei Kinder verheiratet und ansässig: Tochter Margaretha (1856-1949) und ihr Ehemann, der Stellmacher Nikolaus Ziewer (aus dem Bischoffs-Haus Bitburger Straße 4) kauften und bewohnten mit ihrer Familie das Haus Kyllburger Straße 17. Sohn Theodor (1865-1938) heiratete im Jahr 1901 die Bäckerstochter Anna Maria Herrmann aus Reinsport. Kurz zuvor hatte er infolge des Fortzugs der Erbauerfamilie Kuhn-Braun nach Stolberg das noch recht neue Haus in der Wittlicher Straße 1 erworben und dort eine eigene Bäckerei eingerichtet. Die jüngste Tochter Anna Maria (1869-1949) blieb im Elternhaus. Seit 1897 war sie mit Nikolaus Vanck (1869-1951) aus dem Schmieds-Haus verheiratet. Bereits ein Jahr später sind beide im Grundbuch als Eigentümer des Gehänen-Anwesens verzeichnet. In diesem richteten sie in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts ein zunächst kleines Sägewerk ein, das sie neben ihrer Landwirtschaft betrieben. In den beiden nachfolgenden Generationen entwickelte sich das Sägewerk zur Haupterwerbsquelle der Familie Vanck. Von den sieben Söhnen des Ehepaares sind zwei als Säuglinge verstorben und die beiden Zwillinge Johann Baptist und Theodor Joseph sind im Jahr 1943 jeweils 26-jährig in Russland bzw. der Ukraine gefallen. Der Sohn Theodor Vanck (1899-1962) und seine aus dem Miehla-Haus (Haupichgasse 6) stammende Ehefrau Susanna Schuh (1902-1993) verzogen nach dem Zweiten Weltkrieg nach Birresborn. Der Sohn Franz Vanck (1906-1990) heiratete Elisabeth Bender (1905-2000) aus dem Bender-Haus (Kyllburger Straße 33). Kurz vor 1936 errichteten sie ein eigenes Wohnhaus in der Wittlicher Straße 24. Die Nachkommen der Eheleute Vanck-Bender bauten später die heutigen Häuser Kailbachstraße 1a, 1b, 3 und 5 sowie das Haus Wittlicher Straße 26. Im Elternhaus blieb schließlich Sohn Peter Vanck (1909-1982), der mit Maria Böttel (1910-1999) aus dem Kirchen-Haus (Kirchstraße 5) verheiratet war. Das im Sägewerk verarbeitete Holz bildete zugleich die Grundlage für ein weiteres Handwerk: Peter Vanck war Küfer und fertigte überwiegend Fuderfässer an. Diese verkaufte er an Winzer entlang der Mosel, wo sie für die Lagerung und den Ausbau von Wein genutzt wurden. Die beiden Söhne Rudolf (1938-2019) und Erich (1940-2023) hatten in den 1960er Jahren eigene Wohnhäuser für sich und ihre Familien in der Bitburger Straße 26 bzw. der Schulstraße 18 erbaut. Die Tochter Hedwig verzog mit ihrer Familie nach Bitburg-Masholder.
Den Sägewerksbetrieb in Oberkail führten die beiden Brüder gemeinsam fort. Mit ihrer Horizontalsäge verarbeiteten sie vornehmlich Buchenholz aus den nahegelegenen Waldungen für die Möbelindustrie. Seit dem Tod ihrer Mutter war das Wohnhaus dann zunächst nicht mehr bewohnt. Laut Handelsregistereintrag wurde die „Gebr. Vanck OHG“ als Säge- und Hobelwerke mit dem Schwerpunkt „Bearbeitung und Veredlung von Holz“ im Jahre 2001 aufgelöst. Nach einer Zeit des Leerstands wurde das gesamte Anwesen an Ralf Metzen veräußert. Ein Teil des ehemaligen Holzlagerplatzes zwischen dem Kailbach und den Anwesen Kyllburger Straße 6 und 4 wurde im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes von der Verbandsgemeinde aufgekauft. Ein weiterer Teil wurde von der Ortsgemeinde Oberkail aufgekauft, die diese Fläche in einen Mehrgenerationenplatz einbeziehen will, der hier für die ganze Dorfbevölkerung entstehen soll.
Ausgründung aus dem Gehänen-Haus: Kyllburger Straße 6: Haus Funk, heute Haus Kayl
Nikolaus Funk (1829-1898) aus dem Gehänen-Haus, Witwer der Margaretha Baierschen (1834-1864) aus dem Baierschens-Haus in der Burgstraße 6, errichtete im Jahr 1865 ein neues Wohnhaus direkt neben der Scheune von Gehänen. Die dazugehörigen Wirtschaftsgebäude schlossen sich linkerhand an. Zwei ihrer Kinder erreichten das Erwachsenenalter. Ihre Tochter Veronika (1860-1894) heiratete 1886 Matthias Schuh (1855-1940) aus Karl. Vermutlich lebten die jungen Eheleute mit ihren Kindern zunächst auch im Funk-Haus. Matthias Schuh kaufte 1899 das frühere Haupisch-Haus in der Haupichgasse 6 und zog als Witwer mit seinen Kindern aus der ersten Ehe dorthin um, bevor er eine zweite Ehe mit Angela Metzen aus Karl einging. Der Sohn Leonhard Funk (1862-1932) heiratete 1887 Carolina Rondé (1855-1934) aus dem Jäja-Haus in der Wittlicher Straße 17. Sie führten dann die elterliche Landwirtschaft in der Kyllburger Straße fort. Im Jahr 1900 wird im Grundbuch dann auch „Funk, Leonard“ als alleiniger Eigentümer geführt. So ist auch der Stand im Gebäudebuch von 1910, wo ein Wohnhaus, eine Scheune mit Stall, ein Holzschuppen sowie ein „Schweinestall im Haus“ als zum Besitz gehörig gelistet sind. Wohl auf Betreiben des Sohnes Johann Funk (1893-1974), dessen Berufsbezeichnung zwischen Mechaniker (1929), Schlosser (1938) und Chauffeur (1941) wechselte, wurde im Jahr 1923 der Schuppen abgebrochen und ein „Autoschuppen mit Holzstall“ neu erbaut und nur drei Jahre später zur „Autowerkstatt mit Remise“ erweitert. Während die beiden Töchter nach auswärts heirateten, Anna nach Trier und Katharina Veronika nach Gerolstein, blieb Sohn Johann mit seiner Ehefrau Maria Wallscheid (1898-1981), die aus dem Klossen-Haus (Bitburger Straße 3) stammte, in der unteren Kyllburger Straße. Er stellte die Erwerbsgrundlage der Familie im Laufe seines Lebens vollständig von der Landwirtschaft auf eine Autoreparaturwerkstatt mit Tankstelle um. Der älteste Sohn der Eheleute Funk-Wallscheid, Leo, ist in den letzten Kriegsmonaten in Danzig-Oliva gefallen. Der zweite Sohn, Karl (1921-2008), übernahm den elterlichen Auto-Betrieb und das Haus, zusammen mit seiner Ehefrau Susanna Kreutz (1918-2011) aus Orsfeld. Tochter Margaretha, das dritte Kind, heiratete nach Trier.
Die Eheleute Funk-Kreutz hatten drei Töchter, von denen eine bereits in jungen Jahren verstarb und die beiden anderen später nicht mehr in Oberkail wohnhaft waren.
In den 1970er Jahren hat Karl Funk seinen Betrieb als Autoreparaturwerkstatt aufgegeben. Die Räume samt der Tankstelle wurden an die Landwirtschaftliche Handelsgenossenschaft (LHG) Wittlich verpachtet, die dort eine Landmaschinenwerkstatt betrieb. Die Eheleute Funk-Kreutz verzogen nach Wittlich und verbrachten ihren Lebensabend dort. Das Wohnhaus in Oberkail wurde nacheinander an die Familien Ewen und Sander vermietet.
Mitte der 1980er Jahre erwarb die Ortsgemeinde Oberkail das Wohnhaus, die ehemalige Werkstatthalle sowie die inzwischen unbewirtschaftete Tankstelle. Die Halle wurde zu einer Mehrzweckhalle als Sport- und Veranstaltungsstätte für die Dorfgemeinschaft sowie die benachbarte Grundschule umgebaut. Das ehemalige Wohnhaus wurde abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt, in dem sich seitdem im Erdgeschoss der Thekenbereich mit Küche, ein Geräteraum sowie die Sanitäranlagen des neuen Gemeindehauses befinden. Im Obergeschoss sind ein kleiner Besprechungsraum sowie ein größerer Konferenzsaal eingerichtet worden. Mit großer Eigenleistung der Dorfbevölkerung konnte „die Halle“, wie der Gesamtkomplex im Dorf genannt wird, fertiggestellt und mit einem Festakt im Jahr 1987 als „Haus Kayl“ seiner heutigen Bestimmung übergeben werden.
Ausgründung aus dem Gehänen-Haus: Haus Steines, Kyllburger Straße 13
Während seiner aktiven Dienstzeit wohnte der aus Castel (heute Ortsteil von Nonnweiler im Saarland) stammende Lehrer Franz Ludwig Johann (1807-1881) mit seiner im Oberkailer Gehänen-Haus geborenen Ehefrau Margaretha Funck (1814-1884) und seinen Kindern in der jeweiligen Dienstwohnung des Schulgebäudes (zunächst bei der Kirche, ab 1845 dann Wittlicher Straße 1). Wohl zu seiner Pensionierung erbauten sie 1867 das Haus Kyllburger Straße 13 und wohnten dort die nächsten acht Jahre. Dann zog das Ehepaar vermutlich zur Tochter Katharina, die ein paar Jahre zuvor mit ihrem aus Schangen (Standort heute Kuhberg 1b) stammenden Ehemann Johann Peter Schmitt das sogenannte „Schul“-Haus in der Neustraße 8 erbaut hatte.
Das Haus in der unteren Kyllburger Straße wurde verkauft. Ab 1875 gehörte es dem Schneider Nikolaus Kohl (1844-1926), dessen Vorfahren aus dem Kochs-Haus in der Kirchstraße 3 stammten. Er war in erster Ehe mit Elisabeth Häubges (1842-1885) aus Salm verheiratet und in zweiter Ehe mit Susanna Gläsener/Kläsener (1845-1900) aus Kell. Das Haus übernahm die älteste Tochter Margaretha Kohl (1874-1955) und ihr Ehemann Jakob Rondé (1864-1926), der aus dem Rondé-Haus in der Wittlicher Straße 7 stammte. Sie betrieben hier eine kleine Landwirtschaft und Jakob arbeitete auch als Tagelöhner. Zum Gebäudebestand gehörten 1910 das „Wohnhaus mit Backofen und Abort“ sowie „Scheune und Stall“. Wegen der beengten Verhältnisse der Gebäude zwischen den Straßen erbauten deren Tochter Maria Katharina Rondé (1907-1983) und Ehemann Baptist Kalle (1903-1972) noch im Jahre der Hochzeit, 1938, eine neue „Fruchtscheune im Felde“ (Flur 13, Parzelle 205). Baptist stammte aus dem früheren Reiss-Haus im Orsfelder Weg 4. Die drei Kinder dieses Paares blieben alle in Oberkail: Sohn Kuno erbaute in den 1960er Jahren das Haus Meisburger Straße 21 und zog mit seiner Ehefrau Gertrud Kils aus Schwarzenborn dorthin. Tochter Gerda (Gertrud Maria) zog zu ihrem Ehemann Josef Schwadorf in die Burgstraße 17. Sohn Robert und seine Ehefrau Agnes Neises aus Kyllburgweiler errichteten in den 1970er Jahren ein neues Wohnhaus im Seinsfelder Weg 2. Die Mutter Margaretha Kalle geborene Rondé wohnte in ihren letzten Lebensjahren ebenfalls im Seinsfelder Weg. Das Haus in der Kyllburger Straße wurde an die Familie Steines aus Hütterscheid verkauft. Auch heute befindet sich das Haus im Besitz von Helga Steines, die nach dem frühen Tod ihres Mannes Hans-Josef 1982 mit ihren drei Kindern dort lebte.
(Jörg Kreutz, Oberkailer Zeitspuren e.V. - geschichtlicher Verein der Ortsgemeinde Oberkail, 2026)
Quellen
Herzoglich von Croysches Archiv Dülmen, HCAD, BMB, 16, 15, Urteil vom 29. November 1832 in Sachen der Fürsten von Salm-Salm gegen die Stockbesitzer in Oberkail.
Kreisarchiv Bitburg: Akten des Standesamtes Oberkail.
LHAKo 15, 1052, Maria-Theresia-Kataster 1766.
LHAKo 15, 280, Steuerliste 1793.
LHAKo, Außenstelle Kobern-Gondorf: Bestände 734-1104, 736-2291 und 736-3427.
Pfarrarchiv Oberkail und Bistumsarchiv Trier: Kirchenbücher der Pfarrei Oberkail.
Pfarrarchiv Oberkail: Gebundene Abschrift eines Güterverzeichnisses aus dem Jahr 1698.
Staatsarchiv Brüssel - Archives Générales du Royaume de Belgique, Bestand Arenberg, Rechnungen der Herrschaft Kail (Oberkail), verschiedene Jahrgänge 15.-18. Jahrhundert.
Urteilsschrift des Rheinischen Appellations-Gerichtshof zu Cöln in seiner öffentlichen Sitzung des ersten Civil-Senats vom 22. April 1835