Zilzen-Haus in Oberkail

Mittlerer Seitenflügel der ehemaligen Burg- und Schlossanlage

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Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Oberkail
Kreis(e): Eifelkreis Bitburg-Prüm
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 50° 02′ 12,13″ N: 6° 40′ 50,47″ O 50,0367°N: 6,68069°O
Koordinate UTM 32.333.916,02 m: 5.545.288,50 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.548.809,19 m: 5.544.713,10 m
  • Blick durch den Torbogen vom ehemaligen Schlosshof in Oberkail aus gesehen (1990 oben und 2025 unten)

    Blick durch den Torbogen vom ehemaligen Schlosshof in Oberkail aus gesehen (1990 oben und 2025 unten)

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    Jörg Kreutz, Ida und Armin Kreutz, Oberkail
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  • Federzeichnung mit einer Ansicht des Zilzen-Anwesens in der Burgstraße 20 in Oberkail (2025)

    Federzeichnung mit einer Ansicht des Zilzen-Anwesens in der Burgstraße 20 in Oberkail (2025)

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    Erich Schäfers, Oberkail
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    Erich Schäfers
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  • Ausschnitt des Grundrisses des Zilzen-Hauses in Oberkail gemäß einer Bauaufnahme des Jahres 1911

    Ausschnitt des Grundrisses des Zilzen-Hauses in Oberkail gemäß einer Bauaufnahme des Jahres 1911

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    Ernst Wackenroder, Düsseldorf 1934, Seite 1057
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    Franz Krause
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  • Das Zilzen-Haus in der Burgstraße 20 in Oberkail (2025)

    Das Zilzen-Haus in der Burgstraße 20 in Oberkail (2025)

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    Jörg Kreut, Oberkail
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    Jörg Kreutz
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  • Blick vom Torbogen entlang der Rückfront des Zilzen-Anwesens in Oberkail (2026)

    Blick vom Torbogen entlang der Rückfront des Zilzen-Anwesens in Oberkail (2026)

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  • Blick vom ehemaligen Schlosshof auf den Torbogen an der Rückseite des Zilzen-Anwesens (2026)

    Blick vom ehemaligen Schlosshof auf den Torbogen an der Rückseite des Zilzen-Anwesens (2026)

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    Ida und Armin Kreutz, Oberkail
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  • Ausschnitt aus der Ornamentik des Torbogens am Zilzen-Anwesen in Oberkail (1990)

    Ausschnitt aus der Ornamentik des Torbogens am Zilzen-Anwesen in Oberkail (1990)

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    Jörg Kreutz, Oberkail
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    Jörg Kreutz
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  • Hauseingang des Hauses Burgstraße 20 in Oberkail (Mitte der 1950er Jahre)

    Hauseingang des Hauses Burgstraße 20 in Oberkail (Mitte der 1950er Jahre)

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    Josef Wallscheid
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  • Ansicht des Schbolia-Anwesens im Kuhberg 17 in Oberkail (vor 1955)

    Ansicht des Schbolia-Anwesens im Kuhberg 17 in Oberkail (vor 1955)

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    Ortschronik Oberkail, 2001
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Das Zilzen-Anwesen gehörte ursprünglich als Westflügel zur alten Burganlage und wurde ab etwa 1700 als Ostflügel in das neu errichtete Schloss integriert. Die rückwärtige Mauer ist mindestens 400 Jahre alt, während die vordere Fassade jüngeren Datums ist, jedoch ebenfalls auf mindestens 200 Jahre zurückgeht. Aufgrund ihrer Größe ermöglichten die Gebäude bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein eine wirtschaftlich tragfähige Landwirtschaft für die jeweiligen Eigentümerfamilien.

Lage und Gebäudebeschreibung
Eigentümerfamilien Kohl und Biesdorf
Das Haus erhält seinen heutigen Namen: Zilzen
Ausgründung: Schbolia-Haus, Kuhberg 17
Kulturdenkmal
Quellen


Lage und Gebäudebeschreibung
Der heutige Gebäudekomplex mit der Anschrift Burgstraße 20 besteht aus einem zweigeschossigen Wohnhaus in massiver Bauweise sowie rechts anschließend aus ehemaligen landwirtschaftlichen Nutzgebäuden. Links schließt ein eingeschossiges Nebengebäude an, das als Garage und Holzlager dient und leicht zurückgesetzt ist.

Der langgestreckte, rechteckige Hauptbaukörper ist traufständig ausgerichtet und wird von einem Satteldach mittlerer Neigung mit rotbrauner Ziegeldeckung abgeschlossen. Der ganz rechts gelegene ehemalige Stall besitzt ein seitliches Pultdach. Die verputzte Fassade ist farblich differenziert gestaltet: Das Wohnhaus einschließlich der ehemaligen Scheune ist sandfarben gehalten, mit hell abgesetzten Fenster- und Türrahmungen. Die Ökonomiegebäude zeigen die umgekehrte Farbgebung mit hellen Flächen und sandfarbenen Hauwerke. Die Rückseite orientiert sich farblich an den übrigen Gebäuden der ehemaligen Schlossanlage mit weißen Flächen und gelben Akzenten. Die Fassadengliederung erfolgt im Wesentlichen durch regelmäßig angeordnete Öffnungen. Die Front zeigt eine klare Struktur mit vier gleichmäßig angeordneten Fensterachsen in Erd- und Obergeschoss. Der Hauseingang liegt in der dritten Achse von links und wird durch ein ziegelgedecktes Vordach mit Holzkonstruktion betont.
Rechts davon befinden sich als großformatige Öffnungen das rundbogige ehemalige Scheunentor sowie eine rechteckige Tordurchfahrt. Ergänzt werden diese durch drei Türen – die mittlere mit ausgeprägtem Oberlicht – sowie zwei Stallfenster in wechselnder Anordnung. Im Obergeschoss des Ökonomie-Trakts befinden sich drei Öffnungen, die mit einfachen Holztüren oder Verschlägen geschlossen sind. Die Tordurchfahrt führt zu den Gebäuden des ehemaligen Schlosses, den heutigen Häusern Burgstraße 10 bis 18. In der Rückwand des Anwesens ist ein sandsteinener Torbogen mit ornamentierter rundbogiger Laibung erhalten, der seit 1625 unverändert geblieben ist. Die heute sichtbare Fensteröffnung links hinter der Tordurchfahrt war zwischenzeitlich zugemauert und wurde erst vor etwa 25 Jahren wieder freigelegt.
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Eigentümerfamilien Kohl und Biesdorf
Der ehemalige Westflügel der Burganlage wurde im Zuge des Schlossbaus um 1700 so umgestaltet, dass er fortan den Ostflügel der Barockanlage bildete. Die Rückfront des Gebäudes Burgstraße 20 dürfte noch aus dieser Zeit stammen, worauf insbesondere der Baubefund der Fensteröffnung neben dem Torbogen von 1625 hinweist. Der heute nicht mehr vorhandene Gebäudeteil, der sich laut älteren Aufzeichnungen in Richtung Burggarten anschloss, wurde vermutlich bereits 1809 oder 1810 durch den Schlosskäufer Michael Feltes abgebrochen. Die 1811 noch existierenden Reste dieses Schlossflügels entsprechen vermutlich den „Teilen der Schlossgebäude“, die der Tuchmacher und Tuchhändler George Mandernach aus Larochette damals erwarb. Leider liegt die Entwicklung dieses Gebäudeteils zwischen 1809 und 1828 aber noch weitgehend im Dunkeln. Das Scheunentor ist auf das Jahr 1828 datiert und trägt die Inschrift „Tedor Kol“. Aus den Katasteraufzeichnungen von 1828 bis 1832 geht hervor, dass es sich dabei nicht um den zweiten Ehemann der Anna Maria Kuhn, Theodor Kohl senior (1791–1888), sondern um dessen jüngeren Bruder Theodor Kohl junior (1794–1844) handelt. Dieser war seit 1821 mit Anna Susanna Kuhn (1798–1834) verheiratet, der jüngeren Schwester seiner Schwägerin, die wie diese aus Niederfeulen stammte. Ab wann er Eigentümer des heutigen Anwesens Burgstraße 20 war, ist nicht eindeutig belegt. Im Urteil über Waldnutzungsrechte von 1835 wird er als Besitzer eines „Beihauses“ genannt. Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau heiratete er die Witwe Margaretha Weber (1807–1855) aus Röhl. Spätestens zum Steuerjahr 1850 wurden für das Anwesen in der Burg die lebenden Kinder aus der Ehe Kohl-Kuhn veranlagt: Johann (28 Jahre alt, seit einem Jahr auf den Hof Hau verheiratet), Stephan (26 Jahre alt), Matthias (24 Jahre alt), Johann Baptist (21 Jahre alt) und Theodor (19 Jahre alt). Die Kinder aus der Ehe Kohl-Weber wurden also offensichtlich nicht bedacht. Margaretha Weber zog mit den minderjährigen Kindern kurz nach 1850 in das Haus, das sie mit ihrem dritten Ehemann Matthias Heck, von der Saxler Mühle stammend, neu erbaut hatte: Das Schbolia-Haus mit der Anschrift Kuhberg 17. Das Haus in der Burg wurde danach verkauft und von Michael Biesdorf (1822-1899) erworben. Er stammte aus Eisenach bei Trier und hatte 1850 Anna Maria Högener (1829-1854) geheiratet, die aus dem Haupisch-Haus in der Haupichgasse 4 stammte. Vermutlich haben die jungen Eheleute auch zunächst dort bzw. in Eisenach gewohnt und sind dann 1853 in das neu erworbene Anwesen in der Burg verzogen. Nach Anna Maria Högeners frühem Tod heiratete Michael Biesdorf erneut: Johanna Becker (1824-1889) aus Badem. Sohn Paul Biesdorf aus erster Ehe heiratete an die Mosel. Die Kinder aus der zweiten Ehe waren im Dorf verheiratet: Angela war mit ihrem Ehemann in das Nachbarhaus Burgstraße 17 verzogen, Adam hatte ins Berrbachs-Haus im Kuhberg 3 eingeheiratet, Anna Maria wohnte mit ihrem Ehemann wohl zunächst mietweise im Nachbarhaus Burgstraße 15, danach haben sie es erworben. Der Verbleib von Tochter Eva, die 1896 den Steinhauer Leonhard Hoff aus Oberkail geheiratet hat, ist unklar. Jedenfalls scheint Michael Biesdorf die letzten Jahre vor seinem Tod der einzige Bewohner des Hauses gewesen zu sein, das dann folgerichtig anschließend verkauf wurde.
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Das Haus erhält seinen heutigen Namen: Zilzen
Im Grundbuch von 1901 werden erstmals Gottfried Zils (1851–1914) und seine Ehefrau Maria Becker (1859–1903) als Eigentümer genannt. Sie waren vermutlich um die Jahrhundertwende aus dem Heimatort des Ehemannes, Himmerod, mit ihren beiden dort geborenen Kindern Karl und Susanna nach Oberkail verzogen. Die Ehefrau war gebürtige Oberkailerin, sie stammte aus dem Berentz-Haus (heute Haupichgasse 2). Das Anwesen wurde landwirtschaftlich genutzt und umfasste 1910 ein Wohnhaus mit Abort, eine Scheune mit Stall sowie einen Schweinestall. Kurz darauf, im Jahr 1913, wurde ein neuer Schweinestall errichtet. Nach dem Tod des Vaters übernahmen die beiden Kinder zunächst die Landwirtschaft gemeinschaftlich. Im Jahr 1920 heirateten beide Geschwister und Karl verzog mit seiner aus Großlittgen stammenden Ehefrau Maria Josefina Stolz nach Himmerod und wurde dort Gastwirt. Susanna Zils (1896-1961) hingegen blieb auf dem Hof und heiratete Nikolaus Wallscheid (1896-1970) aus dem Klossen-Haus (Bitburger Straße 3). Beide bewohnten und bewirtschafteten das Anwesen in der Burgstraße 20, das ihnen nach Auskunft der Grundbücher erst 1943 vollständig überschrieben wurde. Von ihren vier Kindern blieb schließlich Sohn Karl Wallscheid (1922–2011) auf dem Hof, der 1950 Maria Leist (1926-1992) aus Seinsfeld heiratete. Aufgrund des Strukturwandels in der Landwirtschaft wurde der Betrieb zunehmend im Nebenerwerb geführt. Später übernahmen der Sohn Josef Wallscheid und seine Ehefrau Hildegard Weber das Haus und bauten es für ihre Familie um. Heute leben sie dort allein; die Landwirtschaft ist schon seit Jahrzehnten eingestellt.
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Ausgründung: Schbolia-Haus, Kuhberg 17
Das Haus Kuhberg 17 wurde um 1850 von Matthias Heck (1812–1888) errichtet. Er stammte von der Saxler Mühle und war seit 1846 mit der Witwe von Theodor Kohl junior, Margarethe Weber (1807-1855), verheiratet. Zunächst lebte die Familie im heutigen Zilzen-Haus, bevor sie in den Kuhberg umzog. Zusammen hatten sie zwei Kinder, die aber beide als Säuglinge verstarben. Mit ins neue Haus im Kuhberg zogen wohl auch die minderjährigen Kinder aus der Ehe Kohl-Weber. Tochter Anna Maria Margaretha Kohl heiratete 1866 nach Bitburg, Sohn Theodor 1869 in Oberkail. Er war aber 1874 als Hüttenarbeiter nicht mehr in Oberkail anwesend; zurückgekehrt erbaute er 1913 das Haus Kyllburger Straße 24. Von den acht Kindern aus Matthias Hecks zweiter Ehe mit Magdalena Berens (1830-1868) überlebte nur die Tochter Maria Eva Heck das Säuglingsalter. Sie war mit Johann Wolsfeld verheiratet und lebte zumindest bis 1890 in Oberkail, spätestens ab 1894 in Echternach.

Das Haus im Kuhberg wurde Anfang der 1890er Jahre an die Eheleute Theodor Herrmann (1864-1922) und Susanna Hiesdorf (1859-1953) verkauft. Sie hatten 1888 geheiratet und wohnten zunächst in der oberen Bitburger Straße, auf Spolich (Bitburger Straße 20). Mit ihnen zog dann der Hausname „Schbolia“ in den Kuhberg ein. Da das Ehepaar kinderlos blieb, nahmen sie Mitte der 1890er Susannas Nichte aus Preist als „Beisatz“ in ihren Haushalt auf: Elisabeth Becker (1892-1972). Im Jahre 1910 bestand das Anwesen aus Wohnhaus mit Keller und Abort sowie einer Scheune mit Stallung. Elisabeth heiratete 1919 den aus Spang stammenden Adam Gerten (1891-1971). Im gleichen Jahr brannten die Ökonomiegebäude des Anwesens im Kuhberg ab und wurden anschließend wieder aufgebaut. Kurz darauf, im Jahr 1922, wurde das Wohnhaus umgebaut und dadurch vergrößert. Nach Susannas Tod wurde Elisabeth Becker, verheiratete Gerten, alleinige Eigentümerin. Zum zweiten Mal innerhalb von 40 Jahren wurden Stall und Scheune 1956 Opfer eines Feuers. Das Wohnhaus konnte gerettet werden. Beim Wiederaufbau wurden Scheune und Stall vergrößert und eine Werkstatt neu angebaut. Sohn Josef Gerten (1929-1981) und seine aus der Kyllburger Straße stammende Ehefrau Hedwig Ziewer (1933-2016) übernahmen das Anwesen. Josef war im Hauptberuf Waldarbeiter und die kleine Landwirtschaft wurde im Nebenberuf geführt. Im Laufe der 1970er Jahre wurde sie komplett aufgegeben und so konnte das Wohnhaus vergrößert werden. Sohn Ewald und Schwiegertochter Anette bauten das Obergeschoss um und erweiterten ihre Wohnung in das ehemalige Scheunengebäude. Heute wohnen Enkel Tobias mit seiner Familie im „alten“, seit 2021 ebenfalls kernsanierten Haus und Schwiegertochter Anette im „neuen“ Haus.
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Kulturdenkmal
Das Zilzen-Haus in Oberkail wird als Bestandteil der ehemaligen Burganlage im Nachrichtlichen Verzeichnis der Kulturdenkmäler im Eifelkreis Bitburg-Prüm (Stand Juni 2025) geführt. Der Eintrag lautet: „Burgstraße 4-18, 20, Bitburger Straße 3, Haupichgasse 1 und 3; ehem. gräflich Manderscheidsche Burg Kail (Denkmalzone); um 1340 Ausbau des Hofes zur Wasserburg, ab 1809 tlw. abgebrochen und parzelliert; bauliche Reste der ehem. Vierflügelanlage, im Wesentlichen 17. Jh. (1625) und um 1700, tlw. Umbau zu Quereinhäusern, 19. und frühes 20. Jh.“

(Jörg Kreutz, Oberkailer Zeitspuren e.V. - geschichtlicher Verein der Ortsgemeinde Oberkail, 2026)

Quellen
  • Kreisarchiv Bitburg: Akten des Standesamtes Oberkail.
  • LHAK, Außenstelle Kobern-Gondorf: Bestände 734-1104, 736-2291 und 736-3427.
  • Pfarrarchiv Oberkail und Bistumsarchiv Trier: Kirchenbücher der Pfarrei Oberkail.
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Literatur

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) (Hrsg.) (2025)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Eifelkreis Bitburg-Prüm. Denkmalverzeichnis Eifelkreis Bitburg-Prüm, 26. Sep. 2025. Mainz.
Gerten, Erich; Kreutz, Jörg; Rech, Claus (2001)
Oberkail. Geschichte eines Dorfes in der südlichen Eifel. Neuerburg.
Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.) (1991)
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Kreis Bitburg-Prüm. Band 9.1, Verbandsgemeinden Kyllburg und Speicher. Worms.
Rheinischer Appelations-Gerichtshof zu Cöln (Hrsg.) (1835)
Urteilsschrift des Rheinischen Appelations-Gerichtshof zu Cöln in seiner öffentlichen Sitzung des ersten Civil-Senats vom 22. April 1835. Köln.
Roos, Stefan (1999)
Familienbuch Eisenschmitt 1716-1899. Welschbillig.
Wackenroder, Ernst / Clemen, Paul (Hrsg.) (1934)
Die Kunstdenkmäler des Kreises Wittlich. (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, Band 12.4.) Düsseldorf.

Zilzen-Haus in Oberkail

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Burgstraße 20
Ort
54533 Oberkail
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Geschütztes Kulturdenkmal gem. § 8 DSchG Rheinland-Pfalz
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1695 bis 1700

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Jörg Kreutz: „Zilzen-Haus in Oberkail”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-360356 (Abgerufen: 23. Juli 2026)
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