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Emma Oehlbert (unten) mit ihren 5 Töchtern
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Liselotte Oehlbert, In search of sacrifice, Manitoba 1991
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unbekannt
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Rudolf Oehlbert
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Gemeindearchiv Mutterstadt
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Elternhaus Familie Oehlbert, Oggersheimer Straße 33
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Gemeindearchiv Mutterstadt
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Stolpersteine zur Erinnerung der Familie Oehlbert (2023).
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Gemeinde Mutterstadt, Michael Hemberger
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Michael Hemberger
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Emma Oehlbert (unten) mit ihren 5 Töchtern (Bild-Quelle: Liselotte Oehlbert, In search of sacrifice, Manitoba 1991, S. 281).
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Liselotte Oehlbert, In search of sacrifice, Manitoba 1991
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Rudolf Oehlbert
(Bild-Quelle: Liselotte Oehlbert, In search of the sacrifice, Manitoba 1991, S. 10)
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Gemeindearchiv Mutterstadt
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Elternhaus Familie Oehlbert, Oggersheimer Straße 33
(Bildquelle: (Bild-Quelle: Liselotte Oehlbert, In search of the sacrifice, Manitoba 1991,S.6)
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Gemeindearchiv Mutterstadt
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Emma Oehlbert, geb. Schwarz (*1880, Gauersheim - †Juli 1946, Paris) war mit Rudolf Oehlbert (*1873, Dannstadt - †1933) verheiratet. Die Heirat fand 1912 in Alzey statt und kurz danach kaufte Rudolf Oehlbert das Haus in der Oggersheimer Str. 33. Im Erdgeschoss eröffneten sie einen Schuh- und Stoffladen, der nur bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges gut lief. Danach musste er geschlossen werden und Rudolf arbeitete zeitweise auf den Feldern. Das Paar hatte fünf Töchter: Liselotte (*1914 - †1998, Winnipeg), Irma (*1915 - †07.12.1943,Ausschwitz), Ruth (*1916 -†März 1997, England), Marianne (*1919 - †März 1996, England) und Thea (*1920 - †1943, Auschwitz nicht bekannt). 1933 starb Rudolf Oehlbert. In diesem Jahr trat die Älteste, Liselotte, zum katholischen Glauben über und ließ sich am 24.12. in St. Medardus von Pfarrer Alfons Schäfer taufen. Nach und nach nahmen auch die Schwestern und die Mutter den katholischen Glauben an. Im April 1938 floh Liselotte in die Schweiz nach Basel. Thea und Irma folgten ihr, aber zumindest Thea ging nach kurzer Zeit wieder zurück nach Mutterstadt zu ihrer Mutter. Ruth und Marianne kamen ebenfalls nach Basel. Ihnen gelang von dort aus die Flucht nach England. Sie überlebten den Holocaust: Marianne starb im März 1996 und Ruth im März 1997 in England. Liselotte emigrierte auch von Basel nach England. 1957 ging sie nach Kanada. Dort arbeitete sie als Krankenschwester und Hebamme. 1977 nahm sie Kontakt mit Amtsrat Müller aus Mutterstadt auf und bekam die Ortschronik „schenkungsweise zur Erinnerung an ihre alte Heimat“ zugesandt. Müller schrieb ihr, dass sie und ihre Schwestern immer noch gut in Mutterstadt bekannt seien. In Manitoba verfasste Liselotte eine Autobiographie mit dem Titel: „In search of the sacrifice“ (also „Auf der Suche nach dem Opfer). Das Buch erschien 1991 in limitierter Auflage in Kanada. Der Druck des Buches wurde von Dr. Karl-Heinz Kipp finanziert, Begründer von einer großen deutschen Kaufhauskette. Er war der Sohn einer Schwester der Mutter Emma. Im August 1998 starb Liselotte in Winnipeg. Der Bruder von Emma, Heinrich Schwarz (*29.01.1883, Gauersheim), zog im Januar 1938 von Alzey nach Mutterstadt zu seiner Schwester. Er war ebenfalls verwitwet. Bei den ersten Ausschreitungen gegen jüdische Geschäfte im Frühjahr 1933 hatte er in einer Alzeyer Gaststätte geäußert: “… wir sind doch Deutsche„ und war daraufhin inhaftiert worden. Am 28.06.1938 wurde er im Rahmen der Aktion “Arbeitsscheu Reich„ in Mutterstadt in Schutzhaft genommen, in das KZ Dachau eingewiesen und von dort am 23.09.1938 in das KZ Buchenwald gebracht. Hier starb er am 13.04.1940, angeblich an “Herzschwäche bei Ruhr„. In Alzey bekam er bereits einen Stolperstein. Emma Oehlbert musste laut Einwohnerkartei am 1. Februar 1939 das Haus in der Oggersheimer Straße aufgeben und in die Obere Kirchstr. 4 ziehen. Zusammen mit ihren Töchtern Irma und Thea wurde sie von hier aus im Oktober 1940 nach Gurs deportiert, wo sie in Block 1, Baracke 20, waren. Von dort kamen Emma und Irma im September 1942 nach Rivesaltes. Emma wurde von hier nach Masseube gebracht, wo sie befreit wurde. Sie starb im Juli 1946 in Paris. Irma und Thea kamen am 21.08.1943 in das Sammellager Drancy, von wo aus sie am 2. September mit Transport Nr. 59 nach Auschwitz deportiert wurden. Irma wurde hier am 07.12.1943 ermordet, das Todesdatum von Thea ist nicht bekannt.
(Zusammengestellt von Christina Wolf, Gemeindearchiv Mutterstadt, 2023)
Internet www.mutterstadt.de Schicksal der Familie Oehlbert PDF-Datei 6,5 MB (abgerufen 17.07.2026) www.stolpersteine-guide.de (abgerufen 17.07.2026) www.mutterstadt.de Dritte Verlegung von Stolpersteinen: Gedenken an Mutterstadter NS-Opfer (abgerufen 17.07.2026)
Stolpersteine zur Erinnerung an Oehlbert Rudolf, Emma, Liselotte, Irma, Ruth, Marianne und Thea in Mutterstadt
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Empfohlene Zitierweise
Christina Wolf: „Stolpersteine zur Erinnerung an Oehlbert Rudolf, Emma, Liselotte, Irma, Ruth, Marianne und Thea in Mutterstadt”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-360350 (Abgerufen: 8. September 2026)
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