Großsteingrab von Idstedt

Räuberhöhle, Røverhulen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Archäologie
Gemeinde(n): Idstedt, Lürschau
Kreis(e): Schleswig-Flensburg
Bundesland: Schleswig-Holstein
Koordinate WGS84 54° 33′ 19,1″ N: 9° 29′ 56,78″ O 54,55531°N: 9,49911°O
Koordinate UTM 32.532.279,06 m: 6.045.422,73 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.532.360,09 m: 6.047.401,56 m
  • Idstedter Räuberhöhle im Idstedter Wald / Isted Røverhule i Isted Skov (2021)

    Idstedter Räuberhöhle im Idstedter Wald / Isted Røverhule i Isted Skov (2021)

    Copyright-Hinweis:
    R2D2SL / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
    Fotograf/Urheber:
    R2D2SL
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Idstedter Räuberhöhle im Idstedter Wald / Isted Røverhule i Isted Skov (2021)

    Idstedter Räuberhöhle im Idstedter Wald / Isted Røverhule i Isted Skov (2021)

    Copyright-Hinweis:
    R2D2SL / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
    Fotograf/Urheber:
    R2D2SL
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Im Süden des Idstedter Gehölzes befindet sich dicht an der Straße von Schleswig nach Idstedt ein Grabhügel von ungefähr 18 Metern Durchmesser und 1,2 Metern Höhe. Dieser Hügel enthält ein vorzüglich erhaltenes Megalithgrab (mega = groß, lithos = Stein) mit südlichem Eingang. Es gehört zu den wenigen gut erhaltenen Großsteingräbern Schleswig-Holsteins. Im Volksmund wird dieses Grab Räuberhöhle oder Riesenhöhle genannt, weil die Bevölkerung dort wohl Räuber oder auch Riesen vermutete.

Von den ehemals sechs Steinen des Ganges sind nur noch vier erhalten. Über zwei Stufen ist die Kammer zu erreichen. Insgesamt neun Trag- und drei Decksteine bilden die rund 4 Meter lange, 1,5 Meter breite und 1,5 Meter hohe Kammer des Grabes. Besonders gut erhalten ist das in den Zwischenräumen der großen Steine sehr sorgfältig eingefügte Trockenmauerwerk.

Von den ehemaligen Bestattungen ist nichts mehr vorhanden. Jedoch kann aufgrund der Form dieses Großsteingrabes eine Datierung in die Trichterbecherkultur (4100 bis 2850 vor Christus) erfolgen.

(Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein (ALSH) / Claus Weber, KuLaDig-Redaktion und Vertrauensmann für KuLaDig in Schleswig-Holstein, 2026)

Internet
grosssteingraeber.de: Großsteingräber und Megalithbauwerke: Die Idstedter Räuberhöhle (abgerufen 29.4.2026)
www.megalithic.co.uk: Sprockhoff 43, Idstedt Räuberhöhle (abgerufen 29.4.2026)
de.wikipedia.org: Idstedter Räuberhöhle (abgerufen 29.4.2026)

Literatur

Carnap-Bornheim, Claus von; Segschneider, Martin (Hrsg.) (2012)
Die Schleiregion. Land - Wasser - Geschichte. (Ausflüge zu Archäologie, Geschichte und Kultur in Deutschland 49.) S. 189-190, Stuttgart.
Römisch-Germanisches Zentralmuseum (Hrsg.) (1978)
Schleswig, Haithabu, Sylt. (Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern. Band 9.) S. 191–193, Mainz.
Sprockhoff, Ernst / Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts (Hrsg.) (1966)
Atlas der Megalithgräber Deutschlands. Teil 1: Schleswig-Holstein. S. 16 Nr. 43, Bonn.

Großsteingrab von Idstedt

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Arenholzfeld
Ort
24879 Idstedt
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kulturdenkmal gem. § 8 DSchG SH 2015 (in Denkmalliste eingetragen)
Fachsicht(en)
Archäologie
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn -4100 bis -2850

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt steht unter der freien Lizenz CC BY 4.0 (Namensnennung). Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Großsteingrab von Idstedt”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-360118 (Abgerufen: 22. Mai 2026)
Seitenanfang