Beschreibung
Dem Gartenpavillon vorgelagert und direkt am Leinpfad liegend, heute leider durch die Bahnlinie Wiesbaden–Ehrenbreitstein abgetrennt, hat Lassaulx eine 190 m lange, 12 m breite und 3,20 m hohe Terrasse aufschütten lassen und diese vor dem Abrutschen durch eine Mauer gesichert, die mit ausgesuchtem Steinmaterial hochgezogen wurde. Um ihre Massigkeit zu kaschieren, ist die Mauer leicht geböscht und weist, optisch gekürzt, einen leichten Knick auf. Kurze Seitenmauern laufen sich im rasch ansteigenden Gelände bald tot. Die Mitte der Anlage wird durch einen 9,80 breiten und 1,70 tiefen Altan betont, der eine zur Zeit zugeschüttete Treppenanlage aufweist, zu der drei breite (206 cm) korbbogige Türen führten. Auf der Terrasse wurden mindestens 40 Linden in zwei Reihen gepflanzt, 31 davon sind erhalten, die wohl noch in die Entstehungszeit dieser Landschaftsarchitektur zurückreichen dürften. Eine vergleichbare Lindenallee (bald nach 1834), ebenfalls mit dem Blick auf den Rhein, findet sich im nahen Gut Besselich in Urbar (Familie von Barton genannt von Stedman). Es spricht einiges dafür, dass auch hier Johann Claudius von Lassaulx gewirkt hat.
(Heimatfreunde Horchheim e.V.;Udo Liessem, Koblenz-Horchheim, 2025)