Klosterkirche in Lambrecht

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Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Lambrecht (Pfalz)
Kreis(e): Bad Dürkheim
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 49° 22′ 14,29″ N: 8° 04′ 9,74″ O 49,37064°N: 8,06937°O
Koordinate UTM 32.432.438,39 m: 5.469.075,48 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.432.486,80 m: 5.470.824,07 m
  • Klosterkirche in Lambrecht

    Klosterkirche in Lambrecht

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  • Grundriss der Vorgängerkirche

    Grundriss der Vorgängerkirche

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  • Klosterkirche von Osten um 1900

    Klosterkirche von Osten um 1900

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    Grundriss

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    1000 Jahre Chronik – Hans Fell
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  • Kupferstich von Merian (1640)

    Kupferstich von Merian (1640)

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Vorgängerbau unter den Benediktinern
Wohl um das Jahr 977 wurde auf Veranlassung des rheinfränkischen Herzogs Otto von Worms eine Benediktinerabtei zu Ehren des Maastrichter Märtyrer Bischof Lambertus gegründet. Die erste Kirche wurde wohl noch auf Basis einer Holzkonstruktion errichtet. Es gibt dazu leider nicht viele Aufzeichnungen. Spätestens unter Bischof Johannes I. (1090-1104) muss der erste Steinbau erheblich verbessert oder ein zweiter Neubau errichtet worden sein. Errichtet konnte dieser romanische Bau dank Zehnteinkünfte aus Steinweiler. Aufgrund von Grabungen im Jahr 1980 entstand eine Darstellung, wie dieser Bau im Grundriss der heutigen Kirche wohl gelegen haben mag. Über das Aussehen dieses romanischen Baus ist nicht mehr viel bekannt. Um eine Vorstellung zu haben kann ggf. das Kloster Konradsdorf in Hessen dienen, auch wenn dort die Kirche ohne Querschiff ausgeführt wurde, oder die Kirche in Rheinmünster im Badischen.
Die Benediktiner wirkten gut 250 Jahre in Lambrecht. Zwischen 1237 und 1244 räumten Sie jedoch das Kloster in St. Lambrecht, wohl unter reformatorischen Druck des Bischofs aus Speyer und der Orden der Dominikanerinnen bezog das Kloster und nutzte den romanischen Vorgängerbau noch gut 70 Jahre.

Klosterkirche der Dominikanerinnen
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts begann der Umbau, bzw. Neubau der Kirche im gotischen Stil. Im Gegensatz zum allgemeinen Bauideal der Hochgotik, die zugunsten eines Minimums an sichtbar tragenden Elementen den Innenraum fast völlig transparent gemacht hat, verzichtet die neue Baurichtung, in der Fachsprache Reduktionsgotik genannt, auf umfangreche Kapellenkranz, aufwendiges Strebewerk, Fialen, Türmchen und plastischen Schmuck. Es stellt kompakte, mit klaren Umrißkonturen in sich geschlossene Bauten mit betonten Wänden und einem kräftigen, die Baumasse stark überhöhenden, Steildach. Die Bauzeit von über 23 Jahren begleiteten mehrere Priorinnen wie Marcia (1311-1316), Agnes, Gezela und Kunegund von Fleckenstein. Es wurde ein Langschiff mit 12 Jochen einem Chor im Osten und einem Nonnenchor mit Nonnenempore im Westen aus lokalem rotem Sandstein erbaut. An den Außenmauern sind noch heute verschiedene Bauabschnitte erkennbar. Ist der Ostchor mit zwei Längsschiffjochen noch mit solide verarbeiteten und schnurgerecht gemauerten Quaderwerk ausgeführt, schließen sich bei den nächsten Jochen handlichere Steingrößen mit unregelmäßiger Versetzung an. Im Westen wurden die Mauern dann in unregelmäßigen Kleinmauerwerk ausgeführt. Auf der Südseite befanden sich die angebauten Konventsgebäude, von denen noch Kragsteine in der Außenmauer zeugen. Auf Türme wurde von Anfang verzichtet. Bis der heutige Glockenturm 1922 aufgesetzt wurde, hatte die Kirche einen Dachreiter.
Der Chorbereich im Osten der Kirche wurde von 1320 bis zur Mitte des 15 Jahrhunderts mit großformatigen mittelalterlichen Wandmalereien ausgemalt
Die Kirche war ursprünglich im Westen um 3 Joche länger. Diese wurden jedoch 1802 abgebrochen. Dort steht jetzt die 1871 gepflanzte Friedenseiche.

1551 wurde das Kloster säkularisiert und 1553 zusammen mit dem Dorf und zugehörigen Gütern, wie das Klosterweingut in Duttweiler, an die Universität Heidelberg übertragen.
Durch die Ansiedlung reformierter wallonischer Glaubensflüchtlinge wurde aus der Klosterkirche eine evangelische Pfarrkirche. Von 1707 bis zum Bau der katholischen Kirche 1750 wurde die Kirche als Simultankirche genutzt.
1777 wurde im Chorraum der Kirche eine barocke Schleifladenorgel von dem Saarbrücker Orgelbaumeister Johann Georg Geib erbaut. Bei der Renovierung der Kirche 1891 wurde die Orgel im Chorraum abgebaut und auf der heutigen Empore über dem Eingang wieder aufgebaut. Die Orgel wurde zuletzt 1977 zum 200-jährigen Orgeljubiläum und der 1.000Jahr Feier von Lambrecht überholt.

(Robert Westerberger, Lambrecht, 2026)

Klosterkirche in Lambrecht

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i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
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Literaturauswertung, Vor Ort Dokumentation, Archivauswertung

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Robert Westerberger: „Klosterkirche in Lambrecht”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-356845 (Abgerufen: 22. Mai 2026)
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