Dadurch, dass die Landschaft auf dieser Hügelkuppe so kahl erscheint, sticht die alte Winterlinde als einzig hoher Solitärbaum heraus. Etwa 100 Meter vom Tempelbezirk Varnenum gewachsen, hat sie die Flurbereinigung und die intensive Nutzung der Fläche überlebt. Sie ist älter als 200 Jahre und hat eine für dieses Alter typische Kronenform entwickelt. Ihre tiefgefurchte Borke, die zahlreichen Astlöcher und teils abgestorbenen starken Äste bilden die Grundlage für eine diverse Biozönose selten gewordener Arten.
Die sonst für die Region so typischen Solitärgehölze, die größtenteils noch auf Flurgrenzen stehen sind Stieleichen und Eschen, somit stellt diese Winterlinde eine Seltenheit dar. Im vom LVR geförderten Projekt „Bäume und Raine - Leben in der Kulturlandschaft“ konnten an dieser Stelle und davon ausgehend weitere Solitärgehölze und Landschaftshecken gepflanzt werden um dem Strukturmangel entgegenzuwirken. Weiterhin werden die bedeutenden Streuobstbestände, die sich Richtung Gut Fronhof anschließen von der NABU-Naturschutzstation und der Stadt Aachen gepflegt und erweitert.
(Marc Hoffmeister, NABU-Naturschutzstation Aachen e.V., 2025)
Internet
www.NABU-Naturschutzstation Aachen.de: NABU Naturschutzstation Aachen. Projekt Bäume und Raine (abgerufen 05.01.2026)