Mit dem Wiener Kongress 1815 wurde das vormals zu Luxemburg gehörige Baasem dem Königreich Preußen zugeschlagen. Mit der Bildung der Rheinprovinz 1822 wurde Baasem dem Regierungsbezirk Aachen, dem Kreis Gemünd (1829 in Kreis Schleiden umbenannt) und dem Amt Kronenburg untergliedert.
Seit etwa 1800 wurde in Baasem Käse hergestellt, der damals einen guten Ruf hatte. Die Herstellung wurde nach 1920 eingestellt. Auf den guten Kalkböden wurde erfolgreich Kohl angebaut, der in der weiteren Umgebung vermarktet wurde. Der Ausbruch des Tambora im heutigen Indonesien 1815 führte 1816 zu einem starken Temperaturniedergang von fast 3 Grad C. mit verheerenden Folgen für die Landwirtschaft. Das „Jahr ohne Sommer“ war geprägt von Missernten und Hungersnot. Die preußische Regierung unterstützte die Eifel mit Getreidelieferungen und Geld. In den Jahren 1830 bis 1840 gab es bessere Ernteerträge, aber in den Jahren danach und besonders in den 1880er Jahren es gab Krisen.
Viele Baasemer Männer verloren ihre Arbeit mit der Schließung der Kronenburger-Hütte 1850 und schließlich auch die der Hammer-Hütte 1859 und waren damit gezwungen umzuziehen. In diesem Zeitraum gab es kaum bauliche Erweiterungen. Es handelt sich um vier Häuser bzw. Gehöfte, die sich am Ortsrand befinden und nach 1845 errichtet worden sind.
(Peter Burggraaff, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, 2025)
Internet www.dahlem.de: Ortsgeschichte Baasem (abgerufen 27.11.2025)
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Empfohlene Zitierweise
Peter Burggraaff: „Bauliche Erweiterung und Ortsentwicklung von Baasem 1810-1895”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-356708 (Abgerufen: 7. Januar 2026)
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