Kronenburgerhütte mit Kapelle und Brücke

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Dahlem (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Euskirchen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Figur des Heiligen Johannes Nepomuk auf dem  Übergang über die Gräfte von Schloss Bachem bei Frechen (2013). Der Brückenheilige ist wie üblich mit einem Kreuz in der einen Hand und der anderen Hand vor dem Mund dargestellt.

    Figur des Heiligen Johannes Nepomuk auf dem Übergang über die Gräfte von Schloss Bachem bei Frechen (2013). Der Brückenheilige ist wie üblich mit einem Kreuz in der einen Hand und der anderen Hand vor dem Mund dargestellt.

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    Knöchel, Franz-Josef
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Um die Mitte des 15. Jahrhunderts wurden in der Umgebung von Kronenburg, vor allem bei Dahlem, Schmidtheim, Lommersdorf und Freilingen Eisenerzvorkommen entdeckt. Dies führte dazu, dass die Grafen von Manderscheid unterhalb von Kronenburg eine Eisenhütte errichten ließen. Angeschlossen war ein Hammerwerk, das vom Wasser der Kyll angetrieben wurde. Von hier aus wurde das bearbeitete Material als Roheisen in die Niederlande sowie nach Nord- und Süddeutschland exportiert. Darüber hinaus entstanden auch Fertigprodukte wie Waffen, Ofenplatten und Haushaltsgegenstände.

Im Umfeld der Eisenhütte und des Hammerwerkes entwickelte sich der heutige Ort Kronenburgerhütte. Zur seelsorglichen Versorgung der Hüttenarbeiter und ihrer Angehörigen wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts die Kapelle Sankt Brigida errichtet, ein kleiner Saalbau mit eingezogenem Chor und vorgestelltem Westturm. Auf einer Brücke über die Kyll steht der heilige Johannes Nepomuk, ein vor allem in der Barockzeit im Rheinland und besonders in der Eifel beliebter Brückenheiliger.

Im 19. Jahrhundert war die Eisenverhüttung aufgrund der verkehrstechnisch benachteiligten Lage Kronenburgs gegenüber Standorten im Lütticher Raum und im Ruhrgebiet nicht mehr konkurrenzfähig. 1859 wurde die Eisenhütte daher geschlossen. Heute erinnert an sie eine Gedenktafel bei der Sankt Brigida-Kapelle.

(Christoph Kühn, im Auftrag des LVR-Fachbereichs Umwelt, 2012)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2007)
Jakobswege. Wege der Jakobspilger im Rheinland, Band 2: In 13 Etappen von Köln und Bonn über Trier nach Perl/Schengen am Dreiländereck von Deutschland, Luxemburg und Frankreich (3. Auflage). Köln.

Kronenburgerhütte mit Kapelle und Brücke

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Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1420 bis 1500, Ende nach 1859
Koordinate WGS84
50° 21′ 37,6″ N, 6° 28′ 40,49″ O / 50.36044°, 6.47791°
Koordinate UTM
32U 320615.17 5581749.07
Koordinate Gauss/Krüger
2534051.67 5580610.8

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„Kronenburgerhütte mit Kapelle und Brücke”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-55298-20121010-7 (Abgerufen: 16. November 2018)
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